Non-entry on constitutional complaint over inheritance disclaimer extension

5D_167/2012Tribunal Federal / Divisão Civil II30 de out. de 2012Inadmissible

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court held that the subsidiary constitutional complaint was inadmissible because it was partly directed against decisions that were not final cantonal judgments and, in any event, failed to meet the strict duty to substantiate alleged constitutional violations. The complaint did not engage with the decisive reasoning of the Zurich Higher Court. As the filing was hopeless, the request for free legal aid and appointed counsel was rejected. Court costs of CHF 300 were charged to the complainant. The matter was decided in simplified procedure by the president.

Sumário Omnilex

Art. 113, 116, 117 and 108 BGG; subsidiary constitutional complaint and substantiation requirements. A subsidiary constitutional complaint lies only against final cantonal decisions. It is inadmissible to the extent that it attacks earlier or non-final decisions. The complainant must, by reference to the decisive reasoning of the cantonal judgment, clearly and specifically show which constitutional rights were violated and how; merely appellatory criticism is insufficient. Where the complaint is manifestly unmeritorious, legal aid under Art. 64 BGG must be refused. In such cases, the Federal Supreme Court may decide in simplified procedure under Art. 108 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
5D_167/2012

Urteil vom 30. Oktober 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Bezirksgericht Y.________.

Gegenstand
Verlängerung der Erbausschlagungsfrist,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer) vom 17. September 2012.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 17. September 2012 des Obergerichts des Kantons Zürich, das (in teilweiser Gutheissung der Berufung des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Abweisung seines Gesuchs um eine weitere Erstreckung der Ausschlagungsfrist) dem Beschwerdeführer die Frist zur Erklärung der Ausschlagung der mütterlichen Erbschaft bis zum 15. November 2012 erstreckt, die Berufung im Übrigen jedoch abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsvertretung),

in Erwägung,
dass gegen das in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Urteil des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass die Verfassungsbeschwerde, die sich nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide richten kann (Art. 113 BGG), zum Vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer auch die Entscheide des Bezirksgerichts Zürich und der Vormundschaftsbehörde anficht,
dass sodann in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Urteil vom 17. September 2012 erwog, entgegen der vorinstanzlichen Auffassung bestünden wichtige Gründe im Sinne von Art. 576 ZGB für eine (zweite) Erstreckung der Ausschlagungsfrist, im Übrigen erweise sich jedoch die Berufung, soweit sie überhaupt zulässig sei, als unbegründet, die Frage der korrekten Amtsführung durch die Vormundschaftsbehörde sei nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb darauf nicht einzugehen sei, sodann habe der Beschwerdeführer zu den Auskünften der Vormundschaftsbehörde Stellung nehmen können, entgegen seiner Auffassung trage der Beschwerdeführer im nichtstreitigen Verfahren die Kosten und könne keine Entschädigung beanspruchen, das Obergericht sei gegenüber dem Bezirksgericht nicht weisungsbefugt, der obergerichtliche Entscheid werde von Gesetzes wegen begründet, weshalb auf den diesbezüglichen Antrag des Beschwerdeführers nicht einzutreten sei, die Kompetenz des Obergerichts beschränke sich auf die Bestätigung des angefochtenen Entscheids oder einen Neuentscheid oder eine Zurückweisung an die Vorinstanz, auf die weiter gehenden Anträge des Beschwerdeführers sei nicht einzutreten,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert anhand dieser Erwägungen aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch das Urteil des Obergerichts vom 17. September 2012 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde die unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsvertretung) nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG), zumal eine Verbesserung der Beschwerdeschrift durch einen Anwalt nach Ablauf der Beschwerdefrist ohnehin ausgeschlossen wäre,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsvertretung) wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bezirksgericht Y.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Oktober 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Palavras-chave

inheritancedisclaimer periodconstitutional complaintadmissibilitysubstantiationlegal aidcourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the constitutional complaint was admissible against the cantonal judgment and earlier decisions

Decisão extraída

The complaint was inadmissible insofar as it challenged non-final or non-appealable lower-court and guardianship-authority decisions; only the cantonal final decision could be attacked.

Fundamentação extraída

A subsidiary constitutional complaint may only be directed against final cantonal decisions.

Questão jurídica principal

Whether the complaint sufficiently alleged a violation of constitutional rights

Decisão extraída

No. The filing did not engage with the decisive reasoning of the cantonal court and did not clearly and specifically identify any constitutional rights violated.

Fundamentação extraída

Under the strict substantiation requirement, constitutional claims must be reasoned in detail by reference to the challenged decision; otherwise the Federal Court will not enter into the matter.

Questão jurídica principal

Whether free legal aid and representation should be granted

Decisão extraída

No, because the constitutional complaint was manifestly without prospects of success.

Fundamentação extraída

Legal aid is unavailable where the case is hopeless; any later amendment by counsel after expiry of the deadline would in any event be impossible.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.