Constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

5D_165/2011Tribunal Federal / Divisão Civil II20 de set. de 2011Inadmissible

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The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a Zurich cantonal judgment confirming definitive debt enforcement for CHF 332.80. It held that the appellant did not engage with the decisive reasoning of the cantonal court and merely restated its own view and the merits of the claim. Because the complaint did not meet the strict constitutional reasoning requirements, the court entered no appeal. The request for suspensive effect became moot, and the appellant was ordered to pay court costs of CHF 100.

Sumário Omnilex

Art. 113 ff., 116, 117 and 106 Abs. 2 BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde and duty to reason: the complaint is inadmissible unless it identifies the constitutional rights allegedly violated and, by precise reference to the challenged reasoning, demonstrates the violation in a clear and detailed manner. A mere disagreement with the facts or with the merits of the underlying claim does not satisfy the burden of argumentation; if the decisive cantonal reasoning is not addressed, the Federal Supreme Court does not enter into the matter (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). In such a case, pending requests for provisional relief become moot; court costs are borne by the unsuccessful party (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Texto completo

{T 0/2}
5D_165/2011

Urteil vom 20. September 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________ AG in Liquidation,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kanton Zürich, 8090 Zürich,
vertreten durch Notariat, Grundbuch- und Konkursamt A.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich (I. Zivilkammer) vom 8. August 2011.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 8. August 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, das eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an den Beschwerdegegner für Fr. 332.80 (nebst Zins und Kosten) abgewiesen hat,
in das Gesuch um aufschiebende Wirkung,

in Erwägung,
dass gegen das in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Urteil des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Urteil vom 8. August 2011 erwog, zufolge Verlassens des Gerichts (durch ihre beiden Vertreter) noch vor Verhandlungsbeginn sei die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren säumig geblieben, die Vertreter hätten (mangels Abnahme der Vorladung durch das Gericht) mit dem Stattfinden der Verhandlung rechnen müssen, die erste Instanz habe daher zu Recht auf Grund der Akten entschieden (Art. 234 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO), die nachträglich eingereichten Eingaben der Beschwerdeführerin hätten wegen Verspätung unbeachtlich zu bleiben, ebenso ausgeschlossen seien die neuen Beschwerdevorbringen (Art. 326 Abs. 1 ZPO), die vorinstanzlichen Erwägungen erwiesen sich im Übrigen als zutreffend, die Beschwerde sei unbegründet,

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass es insbesondere nicht genügt, die Lage der Dinge aus eigener Sicht zu schildern und die materielle Begründetheit der Rechtsöffnungsforderung zu bestreiten, welche bereits im kantonalen Rechtsöffnungsverfahren nicht zu überprüfen war,
dass die Beschwerdeführerin erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil des Obergerichts vom 8. August 2011 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass mit dem Beschwerdeentscheid das Gesuch der Beschwerdeführerin um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 100.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. September 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Palavras-chave

constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementdebt enforcementdefinitive legal openingcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisão extraída

No. The appellant did not specifically and clearly challenge the decisive reasoning of the cantonal court and therefore failed to meet the strict reasoning requirements for a constitutional complaint.

Fundamentação extraída

A subsidiary constitutional complaint must identify the violated constitutional rights and explain, by reference to the challenged reasoning, how they were violated. Mere presentation of one's own view or attack on the merits is insufficient.

Questão jurídica principal

Whether the request for suspensive effect remained pending.

Decisão extraída

No. Once the complaint was not entered into, the request for suspensive effect became moot.

Fundamentação extraída

The dismissal at the admissibility stage rendered the interim request devoid of purpose.

Questão jurídica principal

Allocation of court costs.

Decisão extraída

Costs were imposed on the unsuccessful appellant.

Fundamentação extraída

The losing party bears the court costs under the Federal Supreme Court Act.

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