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5D_144/2012 ΓÇó Non-entry on insufficiently reasoned constitutional complaint
5D_144/2012Tribunal Federal / Divisão Civil II3 de set. de 2012Inadmissible
The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a cantonal non-entry decision in definitive debt-enforcement release proceedings concerning CHF 809. The complainant also sought a stay of proceedings. The Court refused the stay because the claimed health issues were neither substantiated nor evidenced. It then held that the filing did not meet the strict reasoning requirements for a subsidiary constitutional complaint, as no constitutional right violation was alleged or explained with reference to the cantonal reasoning. The complaint was therefore not admitted. Court costs of CHF 200 were imposed on the complainant.
Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint: strict duty to plead and substantiate constitutional violations. In such proceedings, the Federal Supreme Court examines only clearly and specifically reasoned grievances directed against the decisive considerations of the cantonal decision. A filing that merely objects in general terms, without identifying the constitutional rights allegedly infringed and without engaging with the lower court's reasoning, is inadmissible. Unsubstantiated assertions do not justify procedural suspension; the losing party bears the costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.
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5D_144/2012
Urteil vom 3. September 2012
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Kanton Aargau,
vertreten durch das Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau, Justizabteilung, Sektion Bürgerrecht und Personalstand, Bleichemattstrasse 1, 5001 Aarau,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,
Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 17. April 2012 des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 5. Kammer).
Nach Einsicht
in die (zuständigkeitshalber vom Obergericht an das Bundesgericht übermittelte und von diesem als Verfassungsbeschwerde entgegengenommene) Eingabe gegen den Entscheid vom 17. April 2012 des Obergerichts des Kantons Aargau, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an den Beschwerdegegner für Fr. 809.-- (nebst Kosten) nicht eingetreten ist,
in das Gesuch um Verfahrenssistierung,
in Erwägung,
dass die weder substantiierten noch belegten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers keine Verfahrenssistierung rechtfertigen,
dass sodann gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Entscheid vom 17. April 2012 erwog, dem Beschwerdeführer sei mit Verfügung vom 16. Februar 2012 (unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis) eine letzte Frist von 10 Tagen zur Leistung des Kostenvorschusses von Fr. 225.-- angesetzt worden, zufolge Nichtabholens der eingeschriebenen Sendung bei der Post (Zurückbehaltungsauftrag) gelte die Verfügung als am 28. Februar 2012 zugestellt (Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO), die Nachfrist habe somit am 29. Februar begonnen und am 9. März 2012 geendet, mangels Leistung des Kostenvorschusses innerhalb der erwähnten Frist sei androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend macht,
dass er ebenso wenig auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Entscheid des Obergerichts vom 17. April 2012 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und nach Ablauf der Beschwerdefrist auch nicht verbesserbare - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,
erkennt das präsidierende Mitglied:
1.
Das Sistierungsgesuch wird abgewiesen.
2.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
3.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. September 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Füllemann