Inadmissibility of insufficiently reasoned constitutional complaint

5D_144/2007Tribunal Federal / Divisão Civil II23 de jan. de 2008Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court treated the appellant’s filing against a cantonal non-entry decision in a debt-enforcement matter as a subsidiary constitutional complaint because the value in dispute was below the appeal threshold. It then held the complaint inadmissible, since the appellant did not invoke or substantiate any constitutional rights and merely repeated criticism of the enforcement title and the underlying business dispute, without addressing the decisive cantonal reasoning. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 1,200.

Sumário Omnilex

Art. 113 ff., 116, 117 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde: strenge Rüge- und Begründungspflicht. Eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde setzt die substanziierte Darlegung der Verletzung verfassungsmässiger Rechte anhand der massgebenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids voraus; blosse Kritik an der materiellen Richtigkeit des Rechtsöffnungstitels oder Wiederholung vorinstanzlicher Standpunkte genügt nicht. Wird auf diese Begründungsanforderungen nicht eingetreten, erfolgt Nichteintreten im vereinfachten Verfahren; die Kostenfolge trifft die unterliegende Partei nach Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
5D_144/2007

Urteil vom 23. Januar 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch V.________ AG.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Als Verfassungsbeschwerde entgegengenommene Eingabe gegen den Beschluss vom 14. November 2007 des Obergerichts des Kantons Zug, Justizkommission.

Nach Einsicht
in die als Verfassungsbeschwerde entgegengenommene Eingabe gegen den Beschluss vom 14. November 2007 des Zuger Obergerichts, das auf eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für Fr. 15'000.-- an die Beschwerdegegnerin nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Beschluss des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. (entsprechend den altrechtlichen Anforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., Ziff. 4.1.2.4 zu Art. 39 Entwurf, S. 4294) anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im angefochtenen Beschluss erwog, die Forderung beruhe auf einem rechtskräftigen und vollstreckbaren Massnahmeentscheid vom 11. Dezember 2006 des Kantonsgerichtspräsidiums Zug (Parteientschädigung), der Rechtsöffnungsrichter dürfe die inhaltliche Richtigkeit des Rechtsöffnungstitels nicht überprüfen, die Beschwerdevorbringen erschöpften sich jedoch in Kritik am Rechtsöffnungstitel und in der Darlegung geschäftlicher Probleme mit der Beschwerdegegnerin, worauf im Rechtsöffnungsverfahren nicht einzutreten sei,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht keine verfassungsmässigen Rechte anruft,
dass sie ebenso wenig auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht, indem sie auch vor Bundesgericht die inhaltliche Richtigkeit des Rechtsöffnungstitels bestreitet und die geschäftlichen Probleme mit der Beschwerdegegnerin erörtert,
dass die Beschwerdeführerin erst recht nicht nach den erwähnten gesetzlichen Anforderungen anhand der entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Beschluss des Obergerichts vom 14. November 2007 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. Januar 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Palavras-chave

constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementdebt enforcementdefinitive legal openingcourt costs

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Questão jurídica principal

Admissibility of the filing as a subsidiary constitutional complaint

Decisão extraída

The filing was treated as a subsidiary constitutional complaint because the dispute was monetary and the ordinary appeal threshold was not met.

Fundamentação extraída

The cantonal decision concerned a pecuniary matter below the statutory value threshold and no exception applied, so only subsidiary constitutional complaint was available.

Questão jurídica principal

Whether the complaint satisfied the reasoning requirements for constitutional complaints

Decisão extraída

The complaint was inadmissible because it did not allege or substantiate any constitutional rights violation in a sufficiently specific manner.

Fundamentação extraída

A subsidiary constitutional complaint requires clear and detailed argument based on the cantonal reasoning; the appellant merely attacked the enforcement title and discussed business disputes, without engaging the decisive reasoning.

Questão jurídica principal

Costs of the federal proceedings

Decisão extraída

Court costs were imposed on the losing appellant.

Fundamentação extraída

The appellant failed and therefore had to bear the costs under the Federal Supreme Court Act.

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