Non-entry on constitutional complaint for insufficient reasoning

5D_129/2008Tribunal Federal / Divisão Civil II15 de set. de 2008Dismissed

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The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint in a civil debt enforcement matter because the cantonal decision did not meet the ordinary appeal threshold. It held that the complaint was inadmissible because the appellant also attacked other decisions and, in any event, failed to plead and substantiate constitutional or ECHR violations against the decisive reasoning of the Zurich Higher Court. The request for free legal aid was refused due to the obvious lack of prospects of success. Court costs of CHF 150 were imposed on the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 113 ff., 116, 117 and 106 Abs. 2 BGG; admissibility of subsidiary constitutional complaint and reasoning requirements. The subsidiary constitutional complaint is restricted to the decision designated as the object of challenge; attacks on other decisions are inadmissible. The complaint must, by reference to the cantonal reasoning, clearly and specifically show which constitutional rights were violated and in what respect; mere assertions of constitutional or ECHR violations do not suffice. Where the filing is manifestly insufficiently reasoned or abusive, the court enters no judgment under Art. 108 Abs. 1 lit. b and c BGG. Free legal aid is excluded if the submission lacks prospects of success (Art. 64 Abs. 1 BGG).

Texto completo

{T 0/2}
5D_129/2008/don

Urteil vom 15. September 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
,
X.________
Beschwerdeführer,

gegen

Stadtgemeinde Zürich,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch das Friedensrichteramt der Stadt Zürich.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 18. Juli 2008 des Obergerichts des Kantons Zürich (III. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die als Verfassungsbeschwerde entgegengenommene Eingabe gegen den Beschluss vom 18. Juli 2008 des Zürcher Obergerichts, das einer Eingabe des Beschwerdeführers vom 11. Juli 2008 keine Folge gegeben hat,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Beschluss des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass die Verfassungsbeschwerde zum Vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer darin andere Entscheide (insbesondere die erstinstanzliche Verfügung) als den obergerichtlichen Beschluss anficht (Art. 113 BGG sowie Art. 114 BGG i.V.m. Art. 75 BGG),
dass die Zulässigkeit der subsidiären Verfassungsbeschwerde voraussetzt (Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), dass in der Beschwerdeschrift die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorgebracht und begründet (Art. 116 und 117 BGG i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert dargelegt wird, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399),
dass im vorliegenden Fall das Obergericht erwog, einerseits stimme die Eingabe des Beschwerdeführers vom 11. Juli 2008 fast wortwörtlich mit seiner (im Erledigungsbeschluss vom 10. Juli 2008 behandelten) Beschwerdeschrift vom 2. Juli 2008 überein und anderseits sei diese Eingabe nach Ablauf der gesetzlichen Kassationsfrist von 30 Tagen verfasst und überbracht worden, weshalb unter Hinweis auf den erwähnten Erledigungsbeschluss der weiteren Eingabe keine Folge zu geben sei,
dass zwar der Beschwerdeführer vor Bundesgericht Verfassungs- und EMRK-Verletzungen behauptet,
dass er jedoch nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht nach den erwähnten gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der obergerichtliche Beschluss verfassungs- bzw. EMRK-widrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und ausserdem missbräuchliche - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit b und c BGG nicht einzutreten ist, womit das Gesuch des Beschwerdeführers um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,
dass das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren in Anbetracht der Aussichtslosigkeit seiner Eingabe abgewiesen wird (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 150.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich (III. Zivilkammer) schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. September 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Palavras-chave

constitutional complaintadmissibilityreasoned pleadingfree legal aidcourt costsdebt enforcement

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible against the cantonal decision.

Decisão extraída

The complaint was inadmissible because only the challenged Obergericht decision could be attacked, and the filing did not sufficiently and specifically allege constitutional violations.

Fundamentação extraída

The court held that the complaint failed to meet the strict reasoning requirements of Art. 116 and 117 BGG in conjunction with Art. 106(2) BGG and did not address the decisive cantonal reasoning. Parts directed against other decisions were also inadmissible.

Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to free legal aid for the federal proceedings.

Decisão extraída

Free legal aid was denied because the filing had no prospects of success.

Fundamentação extraída

Given the manifest inadmissibility and abusive character of the complaint, the requirement of non-frivolous prospects under Art. 64(1) BGG was not met.

Questão jurídica principal

Allocation of federal court costs.

Decisão extraída

Court costs were imposed on the losing appellant.

Fundamentação extraída

As the unsuccessful party, the appellant had to bear the costs under Art. 66(1) BGG.

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