Constitutional complaint inadmissible for lack of reasoning

5D_113/2012Tribunal Federal / Divisão Civil II27 de jul. de 2012Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a cantonal decision concerning provisional debt enforcement and the non-admission of an annulment action. It held that the filing did not comply with the strict reasoning requirements for constitutional complaints because it failed to engage with the cantonal court's grounds and did not clearly specify which constitutional rights were violated. The Court therefore refused to enter into the complaint in summary procedure. The complainant was ordered to pay court costs of CHF 300.

Sumário Omnilex

Art. 116 and 117 BGG in conjunction with Art. 106 Abs. 2 BGG; requirements of reasoning for the subsidiary constitutional complaint; non-entry where the complaint does not engage with the contested decision and does not clearly and specifically demonstrate a violation of constitutional rights. The mere assertion of constitutional violations is insufficient; the appellant must, by reference to the decisive considerations, set out in a detailed manner which fundamental rights were breached and why (consid. 1). In the absence of such substantiation, the Federal Court will not examine the merits and may decide in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. The unsuccessful party bears the costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
5D_113/2012

Urteil vom 27. Juli 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gemeinde Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Provisorische Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 25. Juni 2012 des Obergerichts des Kantons Zürich (I. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 25. Juni 2012 des Obergerichts des Kantons Zürich, das auf eine Aberkennungsklage des Beschwerdeführers ebenso wenig eingetreten ist wie auf dessen Beschwerde gegen die erstinstanzliche Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 22'105.75 (nebst Kosten),

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Beschluss des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Beschluss vom 25. Juni 2012 erwog, das Obergericht sei als Rechtsmittelinstanz nicht zuständig für die (gemäss Art. 83 Abs. 2 SchKG in die Zuständigkeit des erstinstanzlichen Gerichts am Betreibungsort fallende) Beurteilung der Aberkennungsklage, soweit der Beschwerdeführer sodann Beschwerde erhebe, erweise sich diese bereits mangels expliziter Rechtsbegehren als unzulässig, die unentgeltliche Rechtspflege könne dem Beschwerdeführer wegen der Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht bewilligt werden,
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht mit den obergerichtlichen Erwägungen auseinandersetzt,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Beschluss des Obergerichts vom 25. Juni 2012 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Juli 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Palavras-chave

constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementdebt enforcementprovisional legal openingcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisão extraída

No. The filing did not address the cantonal court's reasoning and did not identify, in a clear and detailed way, which constitutional rights were violated and how.

Fundamentação extraída

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional violations must be specifically alleged and substantiated against the reasoning of the contested decision; otherwise, the Federal Court will not enter into the complaint.

Questão jurídica principal

Who bears the costs of the Federal Court proceedings.

Decisão extraída

The unsuccessful complainant must bear the court costs.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome; the complainant lost and was therefore charged court costs under the Federal Court Act.

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