No standing for subsidiary constitutional complaint; legal aid denied

5D_112/2011Tribunal Federal / Divisão Civil II11 de jul. de 2011Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a Zurich cantonal ruling refusing legal aid in an appeal concerning a negative declaratory action under Art. 85a SchKG. It held that the appellant failed to invoke or substantiate any violation of constitutional rights with reference to the cantonal court's reasoning. The complaint was therefore inadmissible. Because the filing was hopeless, legal aid for the federal proceedings was denied, and court costs of CHF 50 were charged to the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 and Art. 116 BGG; subsidiary constitutional complaint admissibility and duty of reasoning; a constitutional complaint must, by reference to the contested reasoning, clearly and specifically allege which constitutional rights were violated and how. A merely appellatory submission is insufficient and leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. If the complaint is manifestly hopeless, legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG must be refused. The losing party bears the costs under Art. 66 Abs. 1 BGG. In the context of Art. 85a SchKG, the Federal Court reiterates the settled case law on the lack of legal interest where the debt enforcement remains blocked by an outstanding objection.

Texto completo

{T 0/2}
5D_112/2011

Urteil vom 11. Juli 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich (II. Zivilkammer),
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege (negative Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG),

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss vom 16. Juni 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss (PP110003-O/Z01) vom 16. Juni 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, das ein Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für seine Beschwerde gegen einen erstinstanzlichen Nichteintretensentscheid (Nichteintreten - mangels Rechtsschutzinteresses zufolge nicht beseitigtem Rechtsvorschlag - auf die Klage nach Art. 85a SchKG des Beschwerdeführers auf Feststellung des Nichtbestehens einer Betreibungsforderung über Fr. 381.85) abgewiesen und den Beschwerdeführer zur Vorschusszahlung aufgefordert hat,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Beschluss des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im angefochtenen Beschluss erwog, sei - wie im vorliegenden Fall - die Betreibung zufolge des vom Beschwerdeführer erhobenen, gemäss Auskunft des Betreibungsamtes nicht beseitigten Rechtsvorschlags gestoppt, fehle es gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 125 III 149; BGE 128 III 334) am erforderlichen Rechtsschutzinteresse an der Klageerhebung nach Art. 85a SchKG, der erstinstanzliche Nichteintretensentscheid erscheine daher als rechtmässig und die dagegen erhobene Beschwerde als aussichtslos, weshalb dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege für das obergerichtliche Beschwerdeverfahren nicht gewährt werden könne,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend macht,
dass er erst recht nicht anhand der entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den obergerichtlichen Beschluss verletzt sein sollen,
dass sich im Übrigen ein Abweichen von der erwähnten bundesgerichtlichen Praxis umso weniger rechtfertigen würde, als dem betriebenen Schuldner neben der Klage nach Art. 85a SchKG noch der Rechtsbehelf von Art. 85 SchKG sowie die allgemeine Feststellungsklage zur Verfügung stehen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 50.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Juli 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Palavras-chave

legal aidsubsidiary constitutional complaintreasoning dutyinadmissibilitydebt enforcementnegative declaratory actioncourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible

Decisão extraída

The complaint did not allege any violation of constitutional rights and did not address the cantonal court's reasoning with the required specificity.

Fundamentação extraída

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional rights must be invoked and substantiated in a clear, detailed manner by reference to the challenged reasoning; otherwise the Federal Court will not enter into the matter.

Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to legal aid for the federal proceedings

Decisão extraída

Legal aid was denied because the constitutional complaint was hopeless.

Fundamentação extraída

Since the complaint was manifestly inadequately reasoned and therefore had no prospects of success, the statutory condition of non-hopelessness was not met.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be imposed on the appellant

Decisão extraída

The losing appellant had to bear the court costs.

Fundamentação extraída

Under the general costs rule, the unsuccessful party bears the costs of the proceedings.

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