Non-entry on appeal against bankruptcy opening

5A_730/2011Tribunal Federal / Divisão Civil II28 de out. de 2011Inadmissible

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Resumo Omnilex

The appellant company challenged the cantonal decision that had refused to overturn a bankruptcy opening. The Federal Supreme Court held that new allegations about when the appellant learned of the interest claim were inadmissible, and that the appeal failed to address the decisive reasoning of the cantonal order or to demonstrate a violation of federal or constitutional law. The Court therefore did not enter into the appeal under Art. 108 BGG and imposed court costs of CHF 500 on the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 99 BGG, Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; requirements for admissibility of a civil law appeal. New allegations are barred before the Federal Supreme Court unless the statutory conditions for nova are met. The appellant must engage with the decisive considerations of the challenged decision and, in a clear and detailed manner, show which federal or constitutional rights were violated; a merely appellatory or unsubstantiated submission justifies non-entry in simplified procedure. In cases under Art. 108(1) BGG, the division president is competent to decide and the unsuccessful party bears the costs under Art. 66(1) BGG.

Texto completo

{T 0/2}
5A_730/2011

Urteil vom 28. Oktober 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X._______ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Z.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Konkurseröffnung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen die Präsidialverfügung vom 14. September 2011 des Obergerichts des Kantons Zug (II. Beschwerdeabteilung).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen die Präsidialverfügung vom 14. September 2011 des Obergerichts des Kantons Zug, das auf eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die über sie am 30. August 2011 erfolgte Konkurseröffnung nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, die nachträgliche Aufhebung eines Konkurses setze den Urkundenbeweis der vollständigen Schuldentilgung, einschliesslich der Zinsen und Kosten voraus (Art. 174 Abs. 2 Ziffer 1 SchKG), die Beschwerdeführerin habe lediglich die nachträgliche Tilgung der Hauptforderung, nicht jedoch diejenige der Zinsen und Kosten urkundlich nachgewiesen, auf die offensichtlich unbegründete Beschwerde sei im einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten,
dass die Beschwerde in Zivilsachen wegen des Novenverbots (Art. 99 BGG) zum Vornherein unzulässig ist, soweit die Beschwerdeführerin behauptet, sie habe erst im Oktober 2011 (und damit erst nach der angefochtenen Präsidialverfügung des Obergerichts vom 14. September 2011) von der Zinsforderung der Beschwerdegegnerin erfahren,
dass im Übrigen diese Behauptung der Tatsache widerspricht, dass sowohl im Zahlungsbefehl wie auch in der Konkursandrohung und in der Vorladung zur Konkursverhandlung die Zins- und Kostenforderungen der Beschwerdegegnerin aufgeführt sind (im letztgenannten Dokument ausserdem mit dem ausdrücklichen Hinweis darauf, das eine Abweisung des Konkursbegehrens den Urkundenbeweis der Tilgung der "Schuld, Zinsen und Kosten inbegriffen" voraussetze),
dass sodann die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.),
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht (abgesehen von ihren wegen des Novenverbots unzulässigen Vorbringen) nicht auf die entscheidenden Erwägungen in der Präsidialverfügung vom 14. September 2011 eingeht,
dass sie erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern die Präsidialverfügung rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,
dass in Anbetracht der Dringlichkeit der Sache der Beschwerdeentscheid sogleich ergeht, ohne dass der Eingang des mit Verfügung vom 19. Oktober 2011 angeforderten Kostenvorschusses abzuwarten ist,
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Konkursamt Zug, dem Handelsregisteramt Zug, dem Grundbuch- und Vermessungsamt Zug und dem Obergericht des Kantons Zug schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Oktober 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Palavras-chave

bankruptcyadmissibilitynew factsreasoned appealnon-entrycourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal was admissible despite new factual allegations and lack of proper reasoning

Decisão extraída

The appeal was inadmissible because the new allegation was barred by the prohibition on new facts and the submission did not engage with the decisive reasoning or show any legal or constitutional violation.

Fundamentação extraída

The appellant raised a new claim about learning of the interest claim only after the cantonal decision, which was inadmissible under Art. 99 BGG. In addition, the brief did not address the grounds of the challenged order in the required manner under Art. 42 BGG and Art. 106(2) BGG, so non-entry under Art. 108(1)(a) and (b) BGG was required.

Questão jurídica principal

Who bears the court costs of the federal proceedings

Decisão extraída

The appellant, as the losing party, had to bear the court costs.

Fundamentação extraída

Under Art. 66(1) BGG, costs follow the outcome; since the appeal was not entered upon, the appellant was unsuccessful.

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