Non-entry for insufficiently reasoned complaint in mortgage enforcement

5A_584/2011Tribunal Federal / Divisão Civil II6 de set. de 2011Dismissed

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The Federal Supreme Court, sitting in simplified procedure, did not enter into a complaint against a cantonal supervisory decision in debt enforcement because the filing failed to satisfy the federal motivation requirements. The complainant did not engage with the decisive reasons of the lower authority or substantiate any constitutional violation. As the complaint was hopeless, the request for free legal aid was denied. Court costs of CHF 300 were imposed on the complainant.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b, Art. 64 Abs. 1 and Art. 66 Abs. 1 BGG; admissibility of a complaint and denial of legal aid for lack of prospects: a federal complaint must engage with the reasoning of the challenged decision and, where constitutional guarantees are invoked, specify the rights allegedly violated and demonstrate the violation in a substantiated manner. A merely appellatory or unreasoned filing does not meet the motivation requirement and leads to non-entry in simplified procedure (consid. 1). Hopelessness excludes free legal aid; the unsuccessful party bears the costs (consid. 2-3).

Texto completo

{T 0/2}
5A_584/2011

Urteil vom 6. September 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt Y.________.

Gegenstand
Grundpfandverwertung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 25. August 2011 der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs (Kanton Solothurn).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 25. August 2011 der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs, die eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen eine Verfügung des Betreibungsamtes Y.________ (Aufforderung an den Beschwerdeführer zur Einreichung einer Aberkennungsklage gegen das Amt für Finanzen hinsichtlich des bestrittenen Betrags von Fr. 231.40 und Zurückweisung der Bestreitung des Lastenverzeichnisses in allen weiteren Punkten) abgewiesen hat,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsvertretung),

in Erwägung,
dass die Aufsichtsbehörde erwog, Forderungsbeträge, bei denen bereits rechtskräftig über die Beseitigung des Rechtsvorschlags entschieden worden sei, könnten im Lastenverzeichnis nicht mehr bestritten werden (BGE 118 III 22 E. 2a S. 23 f.), die Friedensrichterin der Stadt Zürich habe die Anerkennung der Klage der UBS vorgemerkt und das Verfahren abgeschrieben, in den Akten befinde sich ein Schriftstück, wonach der Beschwerdeführer den Rechtsvorschlag zurückgezogen habe, hinsichtlich der Entscheidgebühr der Friedensrichterin belege der Beschwerdeführer zwar seine Bemühungen um Ratenzahlungen, indessen sei nicht erstellt, dass der Betrag mittlerweise bezahlt worden sei, in Anbetracht der Offizialmaxime sei ein unentgeltlicher Rechtsbeistand nicht erforderlich (BGE 122 I 8),
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden Erwägungen der Aufsichtsbehörde eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil der Aufsichtsbehörde vom 25. August 2011 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Rechtsvertretung) wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt Y.________ und der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. September 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Palavras-chave

debt enforcementmortgage enforcementcharge listnon-entrymotivation requirementfree legal aidcourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the complaint against the cantonal supervisory decision was sufficiently reasoned to be admissible under the Federal Supreme Court Act.

Decisão extraída

The complaint did not address the decisive reasoning of the lower authority in a comprehensible way and therefore lacked the required substantiation.

Fundamentação extraída

A federal complaint must explain, in a concise manner, which rights were violated and why; constitutional claims must be specifically argued. The filing failed to engage with the supervisory authority's key considerations.

Questão jurídica principal

Whether free legal aid, including legal representation, should be granted.

Decisão extraída

Free legal aid was denied because the complaint had no prospects of success.

Fundamentação extraída

Under Art. 64 BGG, legal aid is unavailable where the application is hopeless; that condition was met here because the complaint was obviously insufficiently reasoned and inadmissible.

Questão jurídica principal

Who bears the court costs.

Decisão extraída

The unsuccessful complainant must pay the court costs.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG.

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