Forced hospitalization upheld; appeal dismissed

5A_387/2009Tribunal Federal / Divisão Civil II12 de jun. de 2009Dismissed

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X. challenged the Basel decision ordering and maintaining her involuntary hospitalization in the University Psychiatric Clinics. The Federal Supreme Court held that it had to rely on the factual findings of the lower authority because X. raised no substantiated factual or constitutional objections. On those findings, the requirements of Art. 397a Abs. 1 ZGB were satisfied: she suffered from mental illness, needed treatment, and faced self-endangerment that could only be prevented by inpatient care. The complaint was therefore dismissed insofar as it was admissible, and no court costs were imposed.

Sumário Omnilex

Art. 397a Abs. 1 ZGB; Art. 105 Abs. 1, Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 109 BGG; involuntary hospitalization and retention in an institution. The Federal Court is bound by the factual findings of the lower authority unless the appellant substantiates a constitutionally relevant defect in fact-finding. In the absence of specific factual or constitutional grievances, the Court will not review the medical findings ex officio. Retention is lawful where, on the established facts, the person suffers from mental illness and the necessary personal care and protection against self-endangerment can only be ensured by inpatient treatment in an appropriate institution until stabilization of the health condition.

Texto completo

{T 0/2}
5A_387/2009

Urteil vom 12. Juni 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter L. Meyer,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Gesundheitsdienste Y.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 4. Juni 2009 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt.

Nach Einsicht
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen den Entscheid vom 4. Juni 2009 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt, die einen Rekurs der Beschwerdeführerin gegen die (am 24. Mai 2009 in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordnete) fürsorgerische Freiheitsentziehung in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel abgewiesen und die ärztliche Klinikleitung ermächtigt hat, die Beschwerdeführerin ohne neuen Entscheid längstens bis zum 2. Juli 2009 in der Klinik zurückzubehalten,

in Erwägung,
dass die Psychiatrie-Rekurskommission - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung der Beschwerdeführerin an der Verhandlung - erwog, die ..., bereits zum 15. Mal hospitalisierte Beschwerdeführerin bagatellisiere ihre Situation, sehe die Notwendigkeit einer regelmässigen Einnahme antipsychotischer Medikamente nicht ein und müsse - bis zur nachhaltigen Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes - stationär behandelt werden, weil sie bei sofortiger Entlassung sich selbst gefährden würde (erneute Zunahme der psychotischen Symptomatik und Notwendigkeit einer für die Beschwerdeführerin traumatischen Wiedereinweisung),
dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252),
dass im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht keine Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen der Psychiatrie-Rekurskommission über den Krankheitszustand der Beschwerdeführerin, ihre Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbstgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass auf Grund des von der Psychiatrie-Rekurskommission festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Zurückbehaltung der Beschwerdeführerin in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes der Beschwerdeführerin nötige Schutz vor Selbstgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann, bis der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nachhaltig stabilisiert ist,
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. Juni 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Palavras-chave

forced hospitalizationpsychiatric detentionself-endangermentstandard of reviewconstitutional objectioncourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the forced hospitalization and continued detention under Art. 397a ZGB were lawful.

Decisão extraída

The detention was lawful because the factual findings established mental illness, treatment need, and imminent self-endangerment that could only be prevented by inpatient care.

Fundamentação extraída

The Federal Court was bound by the lower court's findings absent substantiated arbitrariness claims. On that basis, the statutory requirements for hospitalization and retention in an appropriate institution were met.

Questão jurídica principal

Whether the appellant's federal complaint could succeed despite lacking factual challenges.

Decisão extraída

No. Without specific constitutional objections to the facts, the Federal Court could not depart from the lower court's findings.

Fundamentação extraída

A challenge to fact-finding requires explicit constitutional reasoning under the applicable federal procedural rules; none was raised.

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