Federal appeal inadmissible for missing signature and Swiss address

5A_339/2012Tribunal Federal / Divisão Civil II27 de ago. de 2012Inadmissible

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X. and Y. challenged a cantonal supervisory decision concerning bankruptcy administration measures. The Federal Supreme Court had previously ordered them to cure formal defects by submitting a jointly signed complaint and designating a Swiss service address. They did neither within the non-extendable deadline, even accounting for the suspension of time limits. The Court therefore did not enter into the complaint. Later filings were also untimely and insufficiently reasoned. The suspensive-effect request became moot, and the appellants were ordered to pay CHF 500 in court costs jointly and severally.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 5, Art. 39 Abs. 3, Art. 100 Abs. 2 lit. a, Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; form defects and belated submissions in federal complaint proceedings. Where the court orders rectification of a defective complaint by a non-extendable deadline and warns of non-entry, failure to submit a duly signed pleading and to designate a Swiss address for service justifies non-entry under the simplified procedure (consid. 1). Later pleadings filed after expiry of the appeal period are inadmissible; they must in any event satisfy the statutory reasoning requirements. A non-entry decision renders requests for suspensive effect moot. Court costs are borne by the unsuccessful appellants, jointly and severally under Art. 66 Abs. 1 and 5 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
5A_339/2012

Urteil vom 27. August 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________ und Y.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Konkursamt Maloja, Quadratscha 1, 7503 Samedan.

Gegenstand
Verwaltungsmassnahmen (Konkurs),

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 16. April 2012 des Kantonsgerichts von Graubünden (Schuldbetreibungs- und Konkurskammer als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 16. April 2012 des Kantonsgerichts von Graubünden, das (als SchK-Aufsichtsbehörde) eine Beschwerde der Beschwerdeführer gegen Verwaltungsmassnahmen des Konkursamtes Maloja im Sinne von Art. 16 ff. VZG abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist,

in Erwägung,
dass die beiden Beschwerdeführer mit (am 18. Juli 2012 auf dem Rechtshilfeweg zugestellter) Verfügung vom 25. Juni 2012 aufgefordert worden sind, die (von ihnen eingereichte und an sie retournierte) Beschwerdeschrift mit der eigenhändigen Unterschrift beider Beschwerdeführer zu versehen und die unterzeichnete Beschwerdeschrift innerhalb der nicht erstreckbaren Frist von 10 Tagen seit Zustellung der Verfügung dem Bundesgericht zurückzuschicken, ansonst die Beschwerde unbeachtet bleibe (Art. 42 Abs. 5 BGG),
dass die Beschwerdeführer mit der gleichen Verfügung aufgefordert worden sind, dem Bundesgericht innerhalb der nicht erstreckbaren Frist von 10 Tagen seit Zustellung der Verfügung eine Zustelladresse in der Schweiz zu bezeichnen, ansonst weitere Mitteilungen unterblieben oder in einem amtlichen Blatt eröffnet werden könnten (Art. 39 Abs. 3 BGG),
dass die Beschwerdeführer dem Bundesgericht innerhalb der ihnen gesetzten Fristen (auch unter Berücksichtigung des Friststillstandes gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG) weder die von ihnen beiden unterzeichnete Beschwerdeschrift retourniert noch eine Zustelladresse in der Schweiz bezeichnet haben, weshalb auf die Beschwerde, die androhungsgemäss unbeachtet zu bleiben hat, in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist und die Mitteilung des bundesgerichtlichen Beschwerdeentscheids an die Beschwerdeführer unterbleibt,
dass sodann auch auf die erst nach Ablauf der Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG) und damit verspätet eingereichten weiteren Beschwerdeeingaben in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist, zumal diese Eingaben den Begründungsanforderungen einer zulässigen Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG (Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG) in keiner Weise entsprechen,
dass mit dem bundesgerichtlichen Entscheid das sinngemässe Gesuch der Beschwerdeführer um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,
dass die unterliegenden, solidarisch haftenden Beschwerdeführer kostenpflichtig werden (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und das präsidierende Abteilungsmitglied zuständig ist,

erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter Solidarhaft auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Konkursamt Maloja und dem Kantonsgericht von Graubünden schriftlich mitgeteilt; das für die Beschwerdeführer bestimmte Urteilsexemplar bleibt zu deren Handen im Dossier, jedoch wird ihnen zur Information eine Kopie des Urteils mit A-Post zugestellt.

Lausanne, 27. August 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Palavras-chave

non-entrysignature defectservice addressbankruptcy administrationlate appealreasoning requirementscourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the federal complaint had to be dismissed for failure to cure the signature defect and provide a Swiss service address.

Decisão extraída

The complaint could not be entertained because the appellants did not submit a jointly signed version and did not designate a Swiss address for service within the non-extendable deadline.

Fundamentação extraída

The court had warned that non-compliance would render the filing disregarded under Art. 42(5) BGG and service consequences would follow under Art. 39(3) BGG; the defects were not cured even considering the suspension of time limits.

Questão jurídica principal

Whether later submissions filed after expiry of the appeal deadline could be considered.

Decisão extraída

The later submissions were also inadmissible because they were filed out of time and did not meet the federal appeal reasoning requirements.

Fundamentação extraída

They were submitted after the deadline under Art. 100(2)(a) BGG and, in any event, failed to satisfy Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG.

Questão jurídica principal

Whether the request for suspensive effect remained pending after the non-entry decision.

Decisão extraída

The request became moot once the appeal was not entertained.

Fundamentação extraída

A non-entry decision eliminates the procedural basis for interim relief.

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