Pretrial psychiatric detention upheld for lack of factual challenge

5A_113/2010Tribunal Federal / Divisão Civil II11 de fev. de 2010Dismissed

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X. challenged her involuntary psychiatric detention ordered under Art. 397a ZGB and upheld by the Bernese appellate court. The Federal Court, deciding under Art. 109 BGG, held that it was bound by the lower court's factual findings because no substantiated challenge to those findings was made. On that basis, the established self- and third-party danger justified continued placement in the psychiatric institution until assessment and appropriate treatment could be secured. The appeal was dismissed insofar as admissible, and no court costs were charged.

Sumário Omnilex

Art. 105, 106 Abs. 2, 109 BGG; Art. 397a ZGB; review of facts and lawful retention in an institution: the Federal Court is bound by the findings of the lower court unless manifestly erroneous factual determinations are specifically challenged as unconstitutional. Absent such substantiated objections, the court relies on the established facts. A detention measure under Art. 397a ZGB is lawful where, because of mental illness, the necessary personal care and protection against self- or third-party danger cannot otherwise be secured; the measure may be maintained until examination and suitable treatment are arranged. In a simplified procedure under Art. 109 BGG, an appeal that is manifestly unfounded is dismissed, and costs may be waived (consid. 1-3).

Texto completo

{T 0/2}
5A_113/2010

Urteil vom 11. Februar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Marazzi,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Regierungsstatthalteramt A.________, verfahrensbeteiligtes Amt.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern (Kantonale Rekurskommission für fürsorgerische Freiheitsentziehungen) vom 28. Januar 2010.

Nach Einsicht
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen das Urteil vom 28. Januar 2010 des Obergerichts des Kantons Bern, das einen Rekurs der Beschwerdeführerin gegen ihre am 25. Januar 2010 in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordnete Zurückbehaltung in den Universitären Psychiatrischen Diensten A.________ abgewiesen und festgestellt hat, dass die gesetzliche 6-Wochenfrist der Massnahme am 1. März 2010 ablaufe,

in Erwägung,
dass das Obergericht - auf Grund ärztlicher Berichte, nach Anhörung der Beschwerdeführerin und unter Verweis u.a. auf eine ärztliche Verfügung vom 19. Januar 2010 sowie eine ärztliche Stellungnahme vom 25. Januar 2010 - erwog, die an einer ... leidende Beschwerdeführerin sei nur bedingt krankheitseinsichtig und würde sich einer ambulanten Begutachtung entziehen, weshalb sie zunächst stationär begutachtet werden müsse,
dass in der erwähnten Verfügung bzw. Stellungnahme festgestellt worden war, dass die Beschwerdeführerin ausserhalb der Klinik sowohl sich selbst wie auch andere gefährden würde und dass eine Entlassung in nicht voll remittiertem Zustand eine erneute Eskalation zur Folge hätte,
dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252),
dass im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht keine Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts über den Krankheitszustand der Beschwerdeführerin, ihre Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbst- sowie Fremdgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass auf Grund des vom Obergericht festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Zurückbehaltung der Beschwerdeführerin in den Universitären Psychiatrischen Diensten A.________ bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes der Beschwerdeführerin nötige Schutz vor Selbst- und Fremdgefährdung nur durch die angeordnete Massnahme gewährleistet werden kann, bis zunächst das Gutachten über die Beschwerdeführerin erstellt und diese einer geeigneten Behandlung zugeführt ist,
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Urteil des Obergerichts verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem verfahrensbeteiligten Amt und dem Obergericht A.________ schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Februar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Palavras-chave

psychiatric detentionmental illnessself-endangermentthird-party dangerfacts reviewcost waiversimplified procedure

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Questão jurídica principal

Whether the appeal could succeed despite no challenge to the lower court's factual findings.

Decisão extraída

No. The Federal Court was bound by the lower court's findings because the appellant raised no substantiated factual objections.

Fundamentação extraída

Under Art. 105 BGG, factual findings are reviewed only for manifest error or constitutional violation, which must be specifically alleged under Art. 106(2) BGG. No such challenge was made.

Questão jurídica principal

Whether the psychiatric detention under Art. 397a ZGB was lawful.

Decisão extraída

Yes. Based on the established facts, continued detention was lawful because the necessary personal care and protection against self- and third-party danger could not otherwise be ensured.

Fundamentação extraída

A person suffering from mental illness may be placed and retained in an appropriate institution when required care cannot be provided otherwise. The ordered measure remained necessary until examination and suitable treatment were arranged.

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