Revision request inadmissible for insufficient reasoning

4F_13/2009Tribunal Federal / Divisão Civil I8 de fev. de 2010Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court held that the applicant’s filing seeking revision of the judgment of 18 November 2009 was manifestly inadmissible because it did not identify any statutory revision ground or substantiate it with evidence as required by Art. 42 BGG and Arts. 121-123 BGG. The court therefore dismissed the revision request without exchange of submissions and, considering the circumstances, waived court costs under Art. 66(1) second sentence BGG; the separate request for cost waiver was moot.

Sumário Omnilex

Art. 42 BGG; Art. 121-123 BGG; revision request requirements; admissibility of a revision petition. A revision application must, with supporting evidence, expressly invoke at least one statutory ground for revision and demonstrate in a substantiated manner why that ground is met and how the dispositive part of the challenged judgment would have to be altered. A mere assertion of revision, without precise grounds and evidentiary substantiation, renders the request manifestly inadmissible. In such a case the Federal Supreme Court may decide in summary fashion, analogously to Art. 109 BGG, without exchange of submissions (consid. 1).

Texto completo

{T 0/2}
4F_13/2009

Urteil vom 8. Februar 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichter Kolly,
Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Gesuchstellerin,

gegen

B.________,
Gesuchsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Bellwald.

Gegenstand
Revision des bundesgerichtlichen Urteils
vom 18. November 2009 (4D_139/2009).

In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 18. November 2009 (4D_139/2009) auf die von der Gesuchstellerin gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Visp vom 21. September 2009 erhobene Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht eintrat und das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes abwies;

dass die Gesuchstellerin dem Bundesgericht eine undatierte, am 28. Dezember 2009 der Post übergebene Eingabe einreichte, in der sie erklärte, gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 18. November 2009 Revision zu erheben;

dass eine Rechtsschrift gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss und in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletzt;

dass in einem Revisionsgesuch unter Angabe der Beweismittel der Revisionsgrund im Einzelnen darzulegen ist, wobei es nicht genügt, das Vorliegen eines solchen einfach zu behaupten, sondern vielmehr dargetan werden muss, weshalb dieser gegeben und inwiefern gestützt darauf das Urteilsdispositiv abzuändern ist (Urteil des Bundesgerichts vom 11. August 2008, 8F_10/2008);

dass die Eingabe der Gesuchstellerin diesen Anforderungen hinsichtlich Begehren und Begründung nicht genügt, da insbesondere nicht unter Angabe der Beweismittel einer der im Gesetz abschliessend aufgezählten Revisionsgründe (Art. 121 - 123 BGG) angerufen und ausgeführt wird, inwiefern gestützt darauf das Dispositiv des Urteils des Bundesgerichts vom 18. November 2009 abzuändern wäre;

dass sich das Revisionsgesuch somit als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb es analog zum vereinfachten Verfahren (Art. 109 BGG) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung erledigt wird;

dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das Gesuch um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird;

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bezirksgericht Visp schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Februar 2010
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Palavras-chave

revisioninadmissibilitypleading requirementscost waiversummary procedure

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Questão jurídica principal

Whether the revision request met the pleading requirements under Art. 42 BGG and Art. 121-123 BGG.

Decisão extraída

No. The request did not state any revision ground with supporting evidence or explain how the dispositive part should be amended.

Fundamentação extraída

A revision petition must specify the grounds in detail and show, with evidence, why they apply and how they would affect the judgment. The filing merely asserted revision without meeting these requirements.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged despite inadmissibility.

Decisão extraída

No court costs were imposed.

Fundamentação extraída

Given the circumstances, the court waived costs under Art. 66(1) second sentence BGG; the request for exemption from costs therefore became moot.

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