Constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

4D_62/2008Tribunal Federal / Divisão Civil I25 de jun. de 2008Inadmissible

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X. GmbH challenged, before the Federal Supreme Court, the cantonal decision confirming the refusal of a recusal request against the president of the Bezirksgericht Moesa. The Court held that the filing did not satisfy the reasoning requirements for a constitutional complaint: it did not engage with the cantonal court's reasoning, and it did not properly justify any departure from the binding factual findings or substantiate the alleged violation of the right to an impartial tribunal. The Court therefore did not enter into the complaint and waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 117 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; constitutional complaints must specifically address the reasoning of the contested decision and, in the case of fundamental-rights review, set out the alleged violations in a substantiated manner. The Federal Supreme Court examines such grievances only if expressly raised and adequately reasoned; it does not review them ex officio. A submission that merely asserts constitutional rights, or departs from the established facts without demonstrating the admissibility of such departure under Art. 118 Abs. 2 BGG, is manifestly insufficient and leads to non-entry. In such circumstances, court costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
4D_62/2008 /len

Urteil vom 25. Juni 2008
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Leemann.

Parteien
X.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bezirksgericht Moesa.

Gegenstand
Ausstandsbegehren,

Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss
des Kantonsgerichts von Graubünden, Justizaufsichtskammer, vom 1. April 2008.

In Erwägung,
dass das Bezirksgericht Moesa das Ausstandsbegehren der Beschwerdeführerin gegen den Bezirksgerichtspräsidenten mit Entscheid vom 11. März 2008 abwies;
dass das Kantonsgericht von Graubünden die von der Beschwerdeführerin gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Moesa vom 11. März 2008 erhobene Beschwerde mit Beschluss vom 1. April 2008 abwies, soweit es darauf eintrat;
dass A.________, der einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführer der Beschwerdeführerin, mit Eingabe vom 2. Mai 2008 beim Bundesgericht erklärt hat, den Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden vom 1. April 2008 mit Beschwerde anzufechten;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);
dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht einen Sachverhalt unterbreitet, der vom vorinstanzlich verbindlich festgestellten abweicht, ohne rechtsgenüglich zu begründen, inwiefern dies nach Art. 118 Abs. 2 BGG zulässig sein soll;
dass die Beschwerdeführerin zwar den Anspruch auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV) erwähnt, jedoch mit keinem Wort auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids eingeht und nicht rechtsgenügend darlegt, inwiefern dieser Anspruch durch die Vorinstanz verletzt worden sein soll;
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 2. Mai 2008 die erwähnten Begründungsanforderungen daher offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 117 BGG nicht eingetreten werden kann;
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG), womit das Gesuch um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird;

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bezirksgericht Moesa und dem Kantonsgericht von Graubünden, Justizaufsichtskammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. Juni 2008
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Leemann

Palavras-chave

recusalconstitutional complaintreasoning requirementsinadmissibilityimpartial tribunalcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the constitutional complaint met the statutory reasoning requirements

Decisão extraída

It did not. The complaint failed to engage with the cantonal court's reasoning and did not sufficiently explain the alleged constitutional violations.

Fundamentação extraída

The appellant must show, by reference to the challenged decision, which rights were violated. The Court does not review fundamental-rights claims ex officio and the appellant did not justify departing from the findings of fact below.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged

Decisão extraída

No court costs were imposed in the circumstances.

Fundamentação extraída

Given the circumstances, the Court waived court costs; the request for exemption from costs became moot.

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