Non-entry for insufficient reasoning and prior remedies not exhausted

4A_152/2010Tribunal Federal / Divisão Civil I28 de mai. de 2010Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court held that the tenant’s complaint was inadmissible because he had not exhausted the cantonal remedies and, in any event, his federal submissions did not satisfy the motivation requirements of the BGG. The request for suspensive effect became moot once the case was decided. The request for free legal aid was denied because the complaint had no prospects of success. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded to the respondents.

Sumário Omnilex

Art. 75 Abs. 1, Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. a/b BGG; exhaustion of cantonal remedies and substantiated constitutional reasoning as admissibility requirements. A federal appeal is inadmissible where an available cantonal extraordinary remedy could still be used to raise the alleged procedural and substantive defects. Allegations concerning cantonal procedural law and violations of constitutional rights must be expressly invoked and reasoned; the Court does not review such questions ex officio. Failure to meet the statutory motivation requirements justifies non-entry. Legal aid is refused if the appeal is manifestly hopeless.

Texto completo

{T 0/2}
4A_152/2010

Urteil vom 28. Mai 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

A. und B.Y.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Kündigungsschutz,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 19. Februar 2010.

In Erwägung,
dass das Mietgericht des Bezirkes Hinwil mit Beschluss vom 27. Oktober 2009 auf das Begehren des Beschwerdeführers um Herabsetzung des Mietzinses nicht eintrat und mit Urteil vom gleichen Tag die Klage auf Feststellung der Unwirksamkeit der von den Beschwerdegegnern mit Formular vom 7. April 2009 per 31. Juli 2009 ausgesprochenen Kündigung sowie auf eventuelle Erstreckung des Mietverhältnisses abwies, soweit die Klage nicht gegenstandslos geworden war;

dass der Beschwerdeführer an das Obergericht des Kantons Zürich gelangte, das mit Beschluss vom 19. Februar 2010 die Berufung und den Rekurs des Beschwerdeführers abwies und den erstinstanzlichen Entscheid bestätigte;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht zwei vom 10. März 2010 datierte Schriftstücke einreichte, wobei das eine als "Beschwerde gegen den Beschluss vom 19. Februar 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich" und das andere als "Vorwort zur Beschwerde" überschrieben war;

dass mit dem zweiten Schriftstück sinngemäss ein Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung gestellt wurde;

dass die Beschwerdegegner mit Stellungnahme vom 17. März 2010 die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung beantragten;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht am 25. März 2010 ein weiteres Schriftstück einreichte, das als "Ergänzung der Beschwerde" betitelt war;

dass vor der Anrufung des Bundesgerichts der kantonale Instanzenzug erschöpft werden muss (Art. 75 Abs. 1 BGG);

dass der Beschwerdeführer den Entscheid des Obergerichts mit kantonaler Nichtigkeitsbeschwerde hätte anfechten können, worauf er im Übrigen in der Rechtsmittelbelehrung hingewiesen wurde;

dass er mit diesem Rechtsmittel die Rügen der Verletzung eines wesentlichen Verfahrensgrundsatzes (insbesondere die Rüge der Verweigerung des rechtlichen Gehörs), der aktenwidrigen oder willkürlichen tatsächlichen Annahme und der Verletzung klaren materiellen Rechts hätte erheben können (§ 281 ZPO ZH);

dass somit nicht auf die Beschwerde einzutreten ist, soweit der Beschwerdeführer vor Bundesgericht die erwähnten Rügen vorbringt;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass die Anwendung und Auslegung des kantonalen Verfahrensrechts vom Bundesgericht einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht bzw. gegen Bundesverfassungsrecht überprüft werden kann (Art. 95 BGG; BGE 134 II 349 E. 3 S. 351), was aber - wie bereits festgehalten - das Vorbringen entsprechender Rügen in der Beschwerdeschrift voraussetzt;

dass diesen Begründungsanforderungen nicht genügt, was der Beschwerdeführer in den drei Eingaben vom 10. und 25. März 2010 an Kritik an der Rechtsanwendung des Obergerichts vorbringt;

dass aus diesen Gründen auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist;

dass mit dem Entscheid in der Sache das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos wird;

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);

dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

dass die nicht durch einen Anwalt vertretenen Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung haben (BGE 133 III 439 E. 4);

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Mai 2010
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Palavras-chave

termination protectionrent reductionnon-entryexhaustion of remediesmotivation requirementslegal aidcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the federal appeal was admissible despite failure to exhaust the cantonal remedy of nullity complaint

Decisão extraída

The appeal was inadmissible because the appellant had not exhausted the cantonal instance chain and could have challenged the cantonal judgment by nullity complaint.

Fundamentação extraída

Before approaching the Federal Supreme Court, the cantonal remedies must be exhausted. The appellant had an available cantonal nullity complaint under which he could have raised the procedural and substantive objections now invoked.

Questão jurídica principal

Whether the appellant’s submissions met the federal motivation requirements

Decisão extraída

They did not meet the requirements of Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG.

Fundamentação extraída

A federal complaint must explain, by reference to the contested decision, which rights were violated; constitutional rights are reviewed only if specifically invoked and substantiated. The appellant’s three submissions did not satisfy these standards.

Questão jurídica principal

Whether legal aid should be granted

Decisão extraída

Legal aid was refused because the appeal had no prospect of success.

Fundamentação extraída

Under Art. 64(1) BGG, unentgeltliche Rechtspflege is unavailable when the case is hopeless; this was the situation here.

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