Non-entry for deficient appeal in employment contract case

4A_113/2011Tribunal Federal / Divisão Civil I6 de mai. de 2011Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant's initial filing did not satisfy the formal requirements for a federal appeal and that a later supplementary reasoning could not be accepted. Article 43 BGG did not apply because the case concerned an employment dispute, not international mutual legal assistance in criminal matters. The appeal was therefore not entered upon. The request for free legal aid was denied because the appeal had no prospects of success, and court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 43, Art. 64 Abs. 1, Art. 66 Abs. 1 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; form and admissibility of a federal appeal. An appeal must be filed within the non-extendable time limit and must contain clear requests and reasons. A filing that does not unmistakably express the intention to challenge the cantonal judgment or lacks sufficient reasoning does not cure the defect by later supplementation, save for the narrow exceptions expressly provided by law. Art. 43 BGG is restricted to international mutual legal assistance in criminal matters. If the appeal is manifestly inadmissible or hopeless, free legal aid is refused and costs are charged to the appellant (consid. 2).

Texto completo

{T 0/2}
4A_113/2011

Urteil vom 6. Mai 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Gian Sandro Genna,
Beschwerdeführer,

gegen

X.________,
vertreten durch Advokat Stefan Escher,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitsvertrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Wallis, I. zivilrechtliche Abteilung, vom 13. Dezember 2010.
In Erwägung,
dass das Kantonsgericht des Kantons Wallis die vom Beschwerdeführer gegen die Beschwerdegegnerin erhobene Klage mit Urteil vom 13. Dezember 2010 abwies;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht ein vom 27. Januar 2011 datiertes Schreiben einreichte, das keine klare Äusserung enthielt, dass er das Urteil des Kantonsgerichts beim Bundesgericht anfechten wolle;

dass der Beschwerdeführer mit Präsidialbrief vom 31. Januar 2011 angefragt wurde, ob er das Urteil des Kantonsgerichts beim Bundesgericht anfechten wolle, und er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass eine allfällige Beschwerde bestimmte Anforderungen erfüllen und innerhalb der nicht erstreckbaren Frist von Art. 100 Abs. 1 BGG eingereicht werden müsse;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht zwei weitere Schreiben vom 11. Februar 2011 einreichte, in denen er erklärte, das Urteil des Kantonsgerichts beim Bundesgericht anzufechten;

dass der Beschwerdeführer, der nun durch einen Rechtsanwalt vertreten wurde, dem Bundesgericht schliesslich ein vom 25. Februar 2011 datiertes Schreiben einreichte, in dem er darum ersuchte, dass ihm gestützt auf Art. 43 lit. b BGG eine Frist zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdeschrift angesetzt werde;

dass die Beschwerde im vorliegenden Fall innerhalb von dreissig Tagen nach der Zustellung des angefochtenen Entscheides beim Bundesgericht eingereicht werden musste (Art. 100 Abs. 1 BGG);

dass das Urteil des Kantonsgerichts dem damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 22. Dezember 2010 zugestellt wurde;

dass die Beschwerdefrist am 3. Januar 2011 zu laufen begann (Art. 44 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG) und am 1. Februar 2011 ablief;

dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 27. Januar 2011 den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung einer Beschwerdeschrift (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) offensichtlich nicht genügte;

dass die Anwendung von Art. 43 BGG ausser Betracht fällt, weil diese Bestimmung ausschliesslich für Beschwerden gilt, welche das Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen betreffen;

dass im vorliegenden Fall nach der Praxis des Bundesgerichts auch eine Ergänzung der Begründung bzw. eine nachträgliche Begründung der Beschwerde in Anwendung von Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG oder allgemeiner Grundsätze nicht in Frage kommt (BGE 134 II 244 E. 2.4);

dass demnach auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist;

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);

dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Wallis, I. zivilrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Mai 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Palavras-chave

employment contractappeal admissibilityformal requirementslegal aidcourt costsnon-entryappeal deadline

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the filing of 27 January 2011 met the formal requirements of a federal appeal

Decisão extraída

No; it did not clearly indicate an intention to challenge the cantonal judgment and did not satisfy the reasoning requirements.

Fundamentação extraída

The filing lacked the necessary clarity and failed to comply with Art. 42(1) and (2) BGG; a later supplement was not admissible.

Questão jurídica principal

Whether a supplementary deadline for an amended appeal brief could be granted under Art. 43 BGG

Decisão extraída

No; Art. 43 BGG applies only to appeals in international mutual legal assistance in criminal matters.

Fundamentação extraída

The case was an employment dispute, so the requested procedural accommodation was unavailable.

Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to free legal aid

Decisão extraída

No; the appeal was hopeless.

Fundamentação extraída

Because the appeal was manifestly inadmissible, the request for legal aid had to be denied.

Questão jurídica principal

Allocation of court costs

Decisão extraída

The appellant had to bear the court costs.

Fundamentação extraída

As the unsuccessful party in the non-entry proceeding, he was charged with costs under Art. 66(1) BGG.

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