Non-entry on constitutional complaint over tax debt relief

2D_20/2013Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II15 de mai. de 2013Inadmissible

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Resumo Omnilex

The complainant challenged the Basel-Stadt authorities' refusal to grant debt relief for cantonal taxes 2011 and the denial of legal aid for lack of proof of indigence. The Federal Supreme Court held that the filing could only be treated as a subsidiary constitutional complaint, but it did not meet the strict reasoning requirements because no constitutional right was specifically invoked and the arguments were merely appellatory. The Court therefore did not enter into the complaint. Given the circumstances, it waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 83 lit. m, Art. 116, Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint: the pleading must specifically allege and substantiate the violation of constitutional rights. Purely appellatory criticism of the cantonal assessment of indigence or of evidentiary appreciation is insufficient. If the complaint fails to meet the reasoning requirements, the Federal Supreme Court does not enter into it in summary proceedings. Court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG where the circumstances so justify.

Texto completo

{T 0/2}
2D_20/2013

Urteil vom 15. Mai 2013
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt, Fischmarkt 10, 4051 Basel,
Steuerrekurskommission des Kantons Basel-Stadt, Storchen, Fischmarkt 10, 4001 Basel.

Gegenstand
Erlass der kantonalen Steuern 2011;
unentgeltliche Prozessführung,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil
des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt
als Verwaltungsgericht vom 2. April 2013.

Erwägungen:

1.
Mit Verfügung vom 10. Oktober 2012 lehnte die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt ein Gesuch von X.________ um Erlass der noch offenen kantonalen Steuern 2011 im Betrag von Fr. 1'147.-- ab. Gegen den diese Verfügung bestätigenden Einspracheentscheid vom 16. November 2012 gelangte die Pflichtige mit Rekurs an die Steuerrekurskommission des Kantons Basel-Stadt, welche mit Verfügung ihres Präsidenten vom 1. Februar 2013 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels Bedürftigkeitsnachweises abwies und zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 500.-- aufforderte. Das Appellationsgericht als Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt wies mit Urteil vom 2. April 2013 den gegen die Verfügung der Rekurskommission erhobenen Rekurs ab. Mit an das Bundesgericht adressiertem Schreiben vom 14. Mai 2013 erklärt X.________, mit dem Urteil des Appellationsgerichts bzw. mit dessen E. 2.3 nicht einverstanden zu sein.

2.
Die Eingabe vom 14. Mai 2013 kann höchstens als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegengenommen werden (Art. 83 lit. m BGG). Mit Verfassungsbeschwerde kann die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 116 BGG). Entsprechende Rügen bedürfen spezifischer Geltendmachung und Begründung (Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 42 Abs. 2 BGG).

Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV (und dem kantonalen Verfahrensrecht) hat eine Partei Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel zur Prozessführung verfügt; die prozessuale Bedürftigkeit hat die Partei darzutun. Das Appellationsgericht hat in E. 2.3 seines Urteils die Auffassung der Steuerrekurskommission bestätigt, dass zumindest ein Teil der von der Beschwerdeführerin bei ihrer Pensionskasse bezogenen Kapitalleistung noch vorhanden sei, diese jedenfalls nicht belegt habe, dass sie - selbst bei Berücksichtigung nicht belegter Kosten für die Anschaffung einer neuen Wohnungseinrichtung - die gesamte Kapitalleistung vollständig anderweitig verwendet habe. Mit ihren rein appellatorischen Ausführungen - ein verfassungsmässiges Recht wird nicht genannt - zu ihren persönlichen Verhältnissen sowie zu Ausgaben für Wohnungseinrichtungen, Reisen etc. vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, dass bzw. inwiefern die Vorinstanz mit ihrer Annahme und damit mit der Bestätigung der Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege durch die kantonale Steuerrekurskommission ihr zustehende verfassungsmässige Rechte missachtet habe.

Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende, den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG genügende Begründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), sodass darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten ist.

Die Umstände rechtfertigen es, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. Mai 2013

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Palavras-chave

tax relieflegal aidindigenceconstitutional complaintreasoning requirementsnon-entrycourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the filing of 14 May 2013 met the requirements for a subsidiarity constitutional complaint and sufficient constitutional reasoning.

Decisão extraída

The submission did not identify any constitutional right allegedly violated and contained only appellatory arguments; it therefore lacked the required substantiation.

Fundamentação extraída

A constitutional complaint requires specific invocation and reasoning of constitutional rights. The complainant merely disputed the assessment of her financial situation and expenses without demonstrating any constitutional violation.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged for the Federal Supreme Court proceedings.

Decisão extraída

No court costs were levied.

Fundamentação extraída

The circumstances justified waiving costs under the Federal Supreme Court Act.

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