Late appeal against non-entry decision rejected

2C_466/2013Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II27 de mai. de 2013Inadmissible

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The Federal Supreme Court held that an appeal against a Federal Administrative Court non-entry decision was filed too late. Because the lower-court decision had been published by edictal service, the appeal period began with the publication date and expired on 2013-05-16. The appellant's submission, posted in Spain on 2013-05-13 but only received by the Swiss Post on 2013-05-17, was therefore late. The Court refused to enter into the appeal and ordered CHF 200 in court costs against the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 100 Abs. 1, Art. 44 Abs. 1 and Art. 48 Abs. 1 BGG; edictal service and timeliness of an appeal. Where a decision is served by publication, the publication date is the decisive triggering event for the appeal period; the time limit begins the following day. An appeal is timely only if it is filed with the Federal Supreme Court or handed over to the Swiss Post, or to a Swiss diplomatic or consular representation, no later than the last day of the period. A submission that reaches the postal system after expiry is late, even if it was posted abroad before the deadline. In such a case, the appeal is not entered into in simplified procedure under Art. 108 BGG (consid. 2).

Texto completo

{T 0/2}
2C_466/2013

Urteil vom 27. Mai 2013
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern.

Gegenstand
Einreiseverbot,

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 25. März 2013.

Erwägungen:

1.
Am 25. März 2013 trat das Bundesverwaltungsgericht auf eine Beschwerde des 1981 geborene bulgarischen Staatsangehörigen X.________ betreffend ein am 17. September 2012 vom Bundesamt für Migration gegen ihn verhängtes Einreiseverbot nicht ein. Den Entscheid publizierte es in Anwendung von Art. 36 lit. b VwVG auf dem Ediktalweg im Bundesblatt. Mit vom 10. Mai 2013 datierter Rechtsschrift ficht X.________ diesen Nichteintretensentscheid beim Bundesgericht an.

2.
2.1 Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt des Ereignisses ausgelöst werden, beginnen am folgenden Tag zu laufen (Art. 44 Abs. 1 BGG).
Der Nichteintretensentscheid des Bundesverwaltungsgerichts ist im Bundesblatt vom 16. April 2013 S. xxx veröffentlicht worden. Als fristauslösender Zeitpunkt gilt das Erscheinungsdatum (vgl. Art. 11 Abs. 3 zweiter Satz BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG; s. auch Art. 141 Abs. 2 ZPO und Art. 88 Abs. 2 StPO). Bei der Ediktalzustellung wird zwar nicht die vollständige Ausfertigung des anfechtbaren Entscheids publiziert; angesichts der Besonderheit dieser Zustellungsart gilt indessen die Eröffnung des Dispositivs als die massgebliche Eröffnung (so ausdrücklich Art. 88 Abs. 3 StPO) und mithin als fristauslösend. Die Beschwerdefrist endete vorliegend am 16. Mai 2013.

2.2 Gemäss Art. 48 Abs. 1 BGG müssen Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerdeschrift datiert vom 10. Mai 2013. Sie wurde am 13. Mai 2013 in Spanien aufgegeben. Gemäss Sendungsverfolgung der Post kam sie am 17. Mai 2013 um 17.31 Uhr bei der Grenzstelle des Bestimmungslandes (CH-8010 Zürich 1) an. Sie ist mithin erst einen Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist von der Schweizerischen Post zur (Weiter-)Beförderung in Empfang genommen worden, sodass die Frist nicht gewahrt ist.

2.3 Die Beschwerde ist offensichtlich verspätet, und es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.4 Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer (auf dem diplomatischen Weg), dem Bundesamt für Migration und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Mai 2013
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Palavras-chave

entry banlate filingedictal servicenon-entry decisionappeal deadlinecourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal against the Federal Administrative Court's non-entry decision was filed within the statutory time limit.

Decisão extraída

The appeal was filed out of time because the edictal publication triggered the appeal period and the submission reached the postal system after the deadline expired.

Fundamentação extraída

The court held that the publication date in the Federal Gazette was the triggering date for service by publication, the 30-day period ended on 2013-05-16, and the filing was only received for forwarding on 2013-05-17, one day late.

Questão jurídica principal

Allocation of court costs

Decisão extraída

Court costs were charged to the appellant in line with the outcome.

Fundamentação extraída

Costs follow the result of the proceedings.

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