Non-entry on appeal against Dublin detention

2C_24/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II13 de jan. de 2011Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into the appeal against the cantonal decision confirming Dublin-related removal detention. It held that the appellant failed to present a legally sufficient challenge under Art. 42 BGG. His complaints about the translator and the duration of detention did not show a reviewable violation of federal law. The Court noted that transfer to Italy appeared imminent and that the detention order was limited to the maximum date only, allowing earlier release if removal became possible. No costs were charged.

Sumário Omnilex

Art. 42 BGG; admissibility of an appeal in removal-detention matters requires a concise showing of how the challenged act violates federal law within the scope of the dispute. Objections that do not concern the appealable subject matter are irrelevant and cannot found federal review (consid. 2). In detention ordered for enforcement of removal under Dublin coordination, the maximum duration is not unlawful where the execution of removal is expected shortly and the order itself permits earlier release as soon as removal becomes possible. Repeated disappearance of the person concerned may justify detention pending transfer. If the appeal is not entered into, no court costs are charged where the circumstances so warrant (Art. 66 Abs. 1 in fine BGG).

Texto completo

{T 0/2}
2C_24/2011

Urteil vom 13. Januar 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte
X.________, zzt. in Ausschaffungshaft,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Migration des Kantons Schwyz.

Gegenstand
Ausschaffungshaft,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, AuG-Einzelrichter,
vom 29. Dezember 2010.

Erwägungen:

1.
X.________ (geb. 1980) stammt aus Nigeria und ersuchte am 18. April 2008 in Italien erfolglos um Asyl. Am 3. April 2010 reiste er in die Schweiz ein. Mit Verfügung vom 22. Juni 2010 trat das Bundesamt für Migration auf ein von ihm hier gestelltes (weiteres) Asylgesuch nicht ein und wies ihn in Anwendung des Dublin-Abkommens nach Italien weg. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid am 6. Juli 2010. Am 12. Oktober 2010 ersuchte X.________ erneut um Asyl. Das Bundesamt für Migration behandelte seine Eingabe als Wiedererwägungsgesuch und wies dieses am 18. November 2010 ab. Am 28. Dezember 2010 nahm das Amt für Migration des Kantons Schwyz X.________ in Ausschaffungshaft. Der AuG-Einzelrichter am Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz prüfte diese tags darauf und bestätigte sie bis "längstens" zum 27. März 2011. X.________ ist hiergegen am 3. Januar 2011 in englischer Sprache an das Bundesgericht gelangt.

2.
Auf seine Eingabe ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten: Nach Art. 42 BGG muss in der Beschwerde in gedrängter Form dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Akt im Rahmen des Verfahrensgegenstands Recht verletzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 - 2.3). Der Beschwerdeführer macht geltend, mit dem angefochtenen Entscheid grundsätzlich einverstanden, jedoch vom Übersetzer bei dessen Eröffnung beleidigt worden zu sein. Die entsprechende Problematik kann vor Bundesgericht nicht Streitgegenstand bilden, da insofern ein anfechtbarer vorinstanzlicher Entscheid fehlt (vgl. Art. 86 BGG). Soweit der Beschwerdeführer beanstandet, die Haftdauer, um nach Italien ausgeschafft zu werden, sei zu lang, legt er nicht dar, inwiefern der haftrichterliche Entscheid diesbezüglich bundesrechtswidrig sein soll. Eine solche Rechtswidrigkeit ist auch nicht ersichtlich: Der Beschwerdeführer ist hier wiederholt untergetaucht. Er ist nunmehr im Rahmen des Dublin-Abkommens formell korrekt den zuständigen Behörden in Italien zuzuführen. Dies dürfte anfangs oder Mitte Februar möglich sein. Die Haftbewilligung bis zum 27. März 2010 erfolgte "längstens", d.h. eine frühere Beendigung, sobald der Vollzug der Wegweisung möglich ist, erscheint nicht ausgeschlossen. Andernfalls steht es dem Beschwerdeführer im Februar 2011 allenfalls frei, mit einem Entlassungsgesuch an den Haftrichter zu gelangen.

3.
Es sind keine Kosten zu erheben und keine Entschädigungen geschuldet (vgl. Art. 66 Abs. 1 in fine BGG). Das Amt für Migration des Kantons Schwyz wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amt für Migration des Kantons Schwyz, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, AuG-Einzelrichter, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Januar 2011
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Hugi Yar

Palavras-chave

removal detentionDublin procedureinadmissibilityadmissibility requirementsright to be heardduration of detentioncost waiver

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal against the detention order met the admissibility requirements of Art. 42 BGG.

Decisão extraída

The filing did not sufficiently show how the challenged decision violated federal law within the scope of the proceedings, so the Court could not enter into it.

Fundamentação extraída

The appellant mainly complained about the translator's alleged insult and did not present a reviewable objection against the detention decision itself. The alleged translation issue was not part of the appealable subject matter.

Questão jurídica principal

Whether the duration of detention until 27 March 2011 was unlawful.

Decisão extraída

No unlawful detention duration was shown; the expected transfer to Italy could occur in February, and the detention order expressly allowed earlier release once removal became possible.

Fundamentação extraída

The appellant had repeatedly gone into hiding, and the detention was tied to the impending Dublin transfer. The court saw no federal-law violation in the maximum duration fixed by the lower court.

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