Tax return omission justified fine and costs

2A.764/2006Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II20 de dez. de 2006Dismissed

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Resumo Omnilex

The appellant challenged a CHF 500 fine imposed for failing to file his 2004 tax return despite two reminders. The Federal Court held in simplified proceedings that the statutory offence under § 235 Abs. 1 lit. a StG/AG, in conjunction with Art. 55 StHG, was fulfilled because the appellant neither disputed the reminders nor showed that he had filed the return. His references to a personal conflict with a municipal tax official were irrelevant. The complaint was dismissed, the fine remained in force, and the appellant was ordered to pay the federal court fee of CHF 500.

Sumário Omnilex

§ 235 Abs. 1 lit. a StG/AG in Verbindung mit Art. 55 StHG; Bestrafung wegen Nichtabgabe der Steuererklärung trotz Mahnung: Wer die Steuererklärung trotz Mahnung nicht einreicht, macht sich der Verfahrenspflichtverletzung schuldig und kann mit Busse belegt werden; der Betroffene trägt die Folgen der objektiven Säumnis, sofern er nicht darlegt, dass die Erklärung fristgerecht eingereicht wurde oder ein Rechtfertigungsgrund vorliegt. Persönliche Konflikte mit Behördenvertretern sind für die Tatbestandsmässigkeit ohne Belang (E. 3). Bei Abweisung des Rechtsmittels werden die Kosten dem Beschwerdeführer auferlegt (Art. 156 OG); eine Parteientschädigung entfällt regelmässig zugunsten der obsiegenden Behörde (Art. 159 OG).

Texto completo

{T 0/2}
2A.764/2006 /leb

Urteil vom 20. Dezember 2006
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Betschart, Hungerbühler,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steueramt des Kantons Aargau,
Rechtsdienst, Telli-Hochhaus, 5004 Aarau,
Verwaltungsgericht des Kantons Aargau,
2. Kammer, Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau.

Gegenstand
Busse nach Steuergesetz,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, vom 14. November 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
X.________ reichte die Steuererklärung 2004 nicht innert Frist ein und wurde deshalb von der Steuerverwaltung des Kantons Aargau zweimal erfolglos gemahnt. Schliesslich wurde er wegen Verletzung von Verfahrenspflichten mit einer Busse von 500 Franken belegt (Strafbefehl vom 17. Oktober 2005 sowie Urteil des Aargauer Steuerrekursgerichts vom 31. Mai 2006). Eine hiergegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau am 14. November 2006 ab.
2.
Am 13. Dezember 2006 hat X.________ beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem sinngemässen Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben. Das Rechtsmittel ist offensichtlich unbegründet und im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 36a OG (summarische Begründung, Verzicht auf Einholung von Akten und Vernehmlassungen) abzuweisen:
3.
Gemäss § 235 Abs. 1 lit. a des Aargauer Steuergesetzes (StG/AG) vom 15. Dezember 1998 in Verbindung mit Art. 55 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) wird mit Busse bis zu Fr. 1'000.- bestraft, wer trotz Mahnung (vorsätzlich oder fahrlässig) die Steuererklärung nicht einreicht. Der Beschwerdeführer bestreitet weder, gemahnt worden zu sein, noch macht er geltend, die Steuererklärung 2004 eingereicht zu haben. Er beschäftigt sich in seiner Eingabe vorwiegend mit der Person des Vorstehers des zuständigen Gemeindesteueramts und einer offenbar vor Jahren gegen diesen eingereichten Strafanzeige. Diese Vorbringen gehen an der Sache vorbei, ist doch weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern ein persönlicher Konflikt zwischen dem Beschwerdeführer und dem Amtsvorsteher es rechtfertigen könnte, die Steuererklärung 2004 nicht einzureichen; insoweit kann auf die Ausführungen im angefochtenen Verwaltungsgerichtsentscheid verwiesen werden. Letztlich bleibt der Beschwerdeführer jegliche Erklärung dafür schuldig, wieso er die Steuererklärung nicht eingereicht hat. Angesichts des unbestrittenen und von der Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalts (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG) ist der Tatbestand von § 235 Abs. 1 lit. a StG/AG erfüllt, weshalb der Beschwerdeführer zu Recht gebüsst worden ist.
4.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 156 OG); Parteientschädigung ist keine auszurichten (vgl. Art. 159 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Steueramt und dem Verwaltungsgericht (2. Kammer) des Kantons Aargau sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. Dezember 2006
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

tax returnprocedural finefailure to complyreminderssimplified proceedingscourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the fine for failing to file the 2004 tax return despite reminders was lawful.

Decisão extraída

Yes. The appellant did not dispute the reminders or prove that he had filed the return; the statutory elements were met.

Fundamentação extraída

Under § 235 Abs. 1 lit. a StG/AG in conjunction with Art. 55 StHG, failure to file after reminder is punishable by a fine up to CHF 1,000. The appellant offered no relevant explanation, and the asserted personal conflict with a municipal tax official was irrelevant.

Questão jurídica principal

Allocation of federal court costs and party compensation.

Decisão extraída

The court costs were charged to the appellant and no party compensation was awarded.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome of the proceedings; no compensation is due to the prevailing public authorities.

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