Tax appeal dismissed despite garnished pension

2A.716/2006Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II10 de jan. de 2007Dismissed

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The taxpayer, a pensioner born in 1924, was assessed for 2004 cantonal and federal taxes. He argued before the Federal Supreme Court that a pension portion paid directly to the debt enforcement office under garnishment should not be taxed as income. In simplified procedure, the court held that the appeal was at best formally deficient and in any event manifestly unfounded. Private debt repayment is not deductible, whether voluntary or enforced by garnishment. The appeal was dismissed, the appellant was ordered to pay CHF 500 in court costs, and no party compensation was granted.

Sumário Omnilex

Art. 108 Abs. 2 OG, Art. 36a OG; form and merits of an administrative law appeal. A federal administrative law appeal must contain specific requests and a reasoned challenge identifying the contested points and the reasons for objection. Nevertheless, where the appeal is manifestly unfounded, the Federal Supreme Court may dismiss it in simplified procedure under Art. 36a OG. Under Art. 34 lit. c DBG, Art. 39 lit. c StG/BE and Art. 9 StHG, expenses for private debt repayment are not deductible from taxable income. This applies equally where the debt service is made by compulsory garnishment and the relevant income portion is paid directly to the enforcement office; the manner of income use does not alter the taxpayer’s ability-to-pay assessment (consid. 3-4).

Texto completo

{T 0/2}
2A.716/2006 /ble

Urteil vom 10. Januar 2007
II. öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Müller,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern,
Postfach 8334, 3001 Bern,
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung,
Speichergasse 12, 3011 Bern.

Gegenstand
Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2004,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 13. November 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
X.________ (geb. 1924) ist pensioniert und Rentenbezüger. Mit Verfügung vom 10. Juni 2005 veranlagte ihn die Steuerverwaltung des Kantons Bern für das Jahr 2004 mit einem steuerbaren Einkommen von 53'100 Franken bei den Kantons- und Gemeindesteuern und von 55'000 Franken bei der direkten Bundessteuer. Diese Veranlagungen hat das Verwaltungsgericht des Kantons Bern kantonal letztinstanzlich geschützt (Urteil vom 13. November 2006).
2.
Am 27. November 2006 ist X.________ an das Bundesgericht gelangt. Weil sich seine Eingabe in einem globalen Verweis auf verschiedene Beilagen erschöpfte, genügte diese den formellen Anforderungen an eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde (vgl. unten) offensichtlich nicht. X.________ wurde deshalb vom Präsidenten der II. öffentlichrechtlichen Abteilung mit Schreiben vom 30. November 2006 darauf aufmerksam gemacht, dass er innert der noch laufenden dreissigtägigen Beschwerdefrist eine Beschwerdeergänzung einreichen könne. Am 1. Dezember 2006 hat er von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.
3.
3.1 Gemäss Art. 108 Abs. 2 OG hat, wer Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhebt, eine Beschwerdeschrift mit konkreten Begehren (Anträgen) einschliesslich Begründung einzureichen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind zwar bei einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde an die Formulierung von Begehren und Begründung keine allzu hohen Anforderungen zu stellen. Erforderlich ist jedoch ein Antrag mit sachbezogener Begründung, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 118 Ib 134; vgl. auch BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452). Genügt eine Eingabe diesen Anforderungen nicht, tritt das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein.
3.2 In seiner zweiten Eingabe beruft sich der Beschwerdeführer bloss in ganz allgemeiner Form auf den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und auf den Umstand, dass 2004 - wegen einer Pfändung - ein Teil seiner Rente direkt an das Betreibungsamt bezahlt worden ist. Auf den angefochtenen Verwaltungsgerichtsentscheid und dessen Begründung nimmt er mit keinem Wort Bezug, so dass zumindest fraglich ist, ob seine Eingaben den geschilderten gesetzlichen Begründungsanforderungen zu genügen vermögen. Wie es sich damit verhält, kann indessen offen bleiben, zumal die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, weshalb sie ohnehin im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG (summarische Begründung, Verzicht auf Einholung von Vernehmlassungen und Akten) abzuweisen ist.
4.
Im vorinstanzlichen Verfahren beanstandete der Beschwerdeführer, dass auch der gepfändete Betrag in der Höhe von offenbar 15'000 Franken, welcher von der Vorsorgeeinrichtung direkt ans Betreibungsamt bezahlt worden sei, zum steuerbaren Einkommen gezählt wurde. Das Verwaltungsgericht hat in seinem Entscheid schlüssig dargelegt, weshalb diese Rüge des Beschwerdeführers unbegründet ist. Dabei hat es insbesondere auf die einschlägigen Gesetzesbestimmungen hingewiesen, gemäss denen Aufwendungen für die private Schuldentilgung ausdrücklich nicht vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können (Art. 34 lit. c des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] und Art. 39 lit. c des Berner Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG/BE]; vgl. auch Art. 9 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Schuldentilgung nicht freiwillig, sondern aufgrund einer Einkommenspfändung vornahm und deshalb der gepfändete Rententeil nie an ihn ausbezahlt wurde, ändert nichts am Gesagten. Mit Blick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen kommt es - anders als der Beschwerdeführer zu glauben scheint - nicht darauf an, ob dieser seine Rente nach deren Überweisung auf sein Bankkonto (freiwillig) zur Schuldentilgung verwendet oder ob ihm diese Art der Einkommensverwendung durch eine Pfändung aufgezwungen und der für die Schuldentilgung bestimmte Rententeil direkt ans Betreibungsamt bezahlt wird.
5.
Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 156 OG). Parteientschädigung ist keine auszurichten (vgl. Art. 159 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Steuerverwaltung und dem Verwaltungsgericht (Verwaltungsrechtliche Abteilung) des Kantons Bern sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. Januar 2007
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

taxationability to paygarnishmentdeductibilitypension incomeprocedural admissibilitycourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the federal administrative court appeal met the formal pleading requirements.

Decisão extraída

The filing was at least doubtful on form, but the court left the question open because the appeal was clearly unfounded.

Fundamentação extraída

A complaint must contain specific requests and a reasoned challenge showing which parts of the decision are attacked and why. The taxpayer's submissions referred only generally to constitutional ability-to-pay principles and did not engage with the lower court's reasoning.

Questão jurídica principal

Whether the garnished pension amount paid directly to the debt enforcement office had to be included in taxable income.

Decisão extraída

Yes. Private debt repayment is not deductible from taxable income, and compulsory garnishment does not change that result.

Fundamentação extraída

The relevant tax laws expressly exclude expenses for private debt repayment from deductions. It is irrelevant whether the taxpayer voluntarily uses income to repay debt or whether a garnishment forces the payment directly to the enforcement office; the ability-to-pay principle is not affected in this respect.

Questão jurídica principal

Whether court costs and party compensation should be ordered.

Decisão extraída

The taxpayer had to bear the court fee, and no party compensation was awarded.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome of the proceedings; the unsuccessful appellant pays the fee, and no indemnity is due.

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