Revision of federal tax assessment denied for lack of diligence

2A.365/2003Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II15 de ago. de 2003Dismissed

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Resumo Omnilex

The taxpayer challenged the refusal to enter into his objection against the 2001 direct federal tax assessment, arguing that his taxable income should be reduced because higher nursing-home expenses for his wife had been overlooked. The Federal Court held that it could only review the legality of the non-entry decision, not directly redetermine the taxable income. It further held that the assessment had become final and revision was excluded because the alleged error could have been raised earlier with reasonable diligence. The appeal was dismissed insofar as admissible, and the appellant was ordered to pay CHF 1,000 in costs.

Sumário Omnilex

Art. 132 Abs. 1, Art. 133 Abs. 3, Art. 147 DBG; Art. 36a, 156, 159 OG: Revision of a final tax assessment is excluded where the taxpayer, acting with reasonable diligence, could have asserted the alleged error in the ordinary assessment or objection procedure. In judicial review of a non-entry decision, the Federal Court examines only whether the authority correctly refused revision; it does not itself determine the substantive tax assessment. A request for substantive amendment is inadmissible where the lower instance was limited to the admissibility question (consid. 2.1-2.2).

Texto completo

{T 0/2}
2A.365/2003 /leb

Urteil vom 15. August 2003
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wurzburger, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Merkli,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Luzern, Buobenmatt 1, 6002 Luzern,
Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, Obergrundstrasse 46,
6002 Luzern.

Gegenstand
direkte Bundessteuer 2001,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, vom 17. Juli 2003.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Für die direkte Bundessteuer 2001 wurde A.________ am 25. November 2002 mit einem steuerbaren Einkommen von 58'000 Franken eingeschätzt. Am 7. Februar 2003 stellte ihm die Steuerverwaltung des Kantons Luzern den Rest des gestützt auf diese Veranlagung geschuldeten Steuerbetrags von Fr. 531.-- in Rechnung, ausmachend Fr. 309.15. Mit Einsprache vom 17. Februar 2003 brachte A.________ vor, richtigerweise betrage sein steuerbares Einkommen nur 46'367 Franken, weil die Kosten, welche für die Heimpflege seiner Ehefrau angefallen seien, mit Fr. 27'960.-- höher als der berücksichtigte Abzug von Fr. 11'971.-- seien. Nachdem die Steuerkommission auf die Einsprache nicht eingetreten war, gelangte A.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, welches seine Beschwerde am 17. Juli 2003 abwies, soweit es darauf eintrat.
2.
Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 13. August 2003 beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem sinngemässen Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und sein steuerbares Einkommen für die direkte Bundessteuer 2001 auf 46'367 Franken festzusetzen. Seine Beschwerde ist offensichtlich unbegründet und kann - soweit darauf einzutreten ist - im Verfahren nach Art. 36a OG abgewiesen werden, ohne dass Vernehmlassungen oder Akten einzuholen wären:
2.1 Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildete allein die Frage, ob die Steuerkommission zu Recht nicht auf die Einsprache des Beschwerdeführers eingetreten war; zur korrekten Höhe des steuerbaren Einkommens musste und konnte sich das Verwaltungsgericht nicht äussern. Mithin kann sich vor Bundesgericht nur fragen, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hat, wenn sie den Nichteintretensentscheid der Verwaltung schützte. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Eingabe nicht nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, sondern überdies (materiell) eine Reduktion des steuerbaren Einkommens verlangt, ist darauf nach dem Gesagten nicht einzutreten.
2.2 Es ist unbestritten, dass weder der Beschwerdeführer die Veranlagungsverfügung innert der dreissigtägigen Einsprachefrist von Art. 132 Abs. 1 DBG angefochten noch ein Wiederherstellungsgrund im Sinne von Art. 133 Abs. 3 DBG vorgelegen hat. Mithin ist die streitige Veranlagung rechtskräftig geworden und kann lediglich abgeändert werden, wenn ein Revisionsgrund gemäss Art. 147 Abs. 1 DBG gegeben ist. Der Beschwerdeführer bringt einzig vor, B.________ - ein "Steuerexperte der kantonalen Verwaltung" - sei unmittelbar nach Einreichen der Steuererklärung darüber informiert worden, dass die Summe der Abzüge zu korrigieren sei, und habe dies an das zuständige Steueramt weitergeleitet; in der Folge sei aber diese Information für die Veranlagung nicht berücksichtigt worden. Bei diesen Gegebenheiten wäre es dem Beschwerdeführer ein Leichtes gewesen, die Steuerverwaltung während des laufenden Veranlagungsverfahrens auf den angeblichen Fehler hinzuweisen oder innert der gesetzlichen Frist Einsprache gegen die seines Erachtens unrichtige Veranlagungsverfügung einzureichen. Art. 147 Abs. 2 DBG schliesst eine Revision aus, wenn der Steuerpflichtige das Vorgebrachte - wie vorliegend - bei zumutbarer Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren hätte geltend machen können, weshalb die Steuerkommission zu Recht einen Nichteintretensentscheid gefällt hat (vgl. Urteil 2A.451/1996, in: ASA 67 S. 391 ff.) und das diesen schützende angefochtene Urteil kein Bundesrecht verletzt.
3.
Entsprechend dem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 156 OG). Eine Parteientschädigung ist nicht auszurichten (vgl. Art. 159 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Steuerverwaltung und dem Verwaltungsgericht (Abgaberechtliche Abteilung) des Kantons Luzern sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. August 2003
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

direct federal taxrevisionnon-entrytax assessmentdiligencecosts

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal against the cantonal judgment should be admitted insofar as it sought a substantive reduction of taxable income.

Decisão extraída

The Federal Court would only review the legality of the non-entry decision; the request for a direct reassessment of taxable income was not receivable.

Fundamentação extraída

The lower court had only decided whether the tax commission rightly refused to enter into the objection; it could not and did not decide the correct amount of taxable income.

Questão jurídica principal

Whether the assessed tax assessment could still be revised under the Federal Direct Tax Act.

Decisão extraída

Revision was unavailable because the taxpayer could have raised the alleged correction during the ordinary assessment procedure with reasonable diligence.

Fundamentação extraída

The assessment had become final; no timely objection was filed and no restoration ground existed. Under Art. 147(2) DBG, revision is excluded where the matter could have been asserted earlier in the ordinary procedure.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be imposed and party compensation awarded.

Decisão extraída

Court costs were imposed on the appellant and no party compensation was due.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome of the proceedings; no compensation is awarded to the unsuccessful appellant.

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