Late appeal against deportation detention inadmissible

2A.123/2007Tribunal Federal / Divisão de Direito Público II14 de mar. de 2007Inadmissible

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The Federal Court dealt with a detainee’s late written submission concerning deportation detention. It held that only the cantonal detention court’s decision of 22 December 2006 could be challenged, and that the filing of 8 March 2007 was out of time under the applicable OG regime. The court therefore refused to enter into the administrative law appeal in summary proceedings. Despite the appellant’s failure, the court waived court costs given the nature of the matter. The judgment was to be notified to the appellant, the cantonal migration service, the detention court, and the Federal Office for Migration.

Sumário Omnilex

Art. 132 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 1 OG, Art. 36a OG; timeliness and object of the administrative law appeal in deportation-detention matters. Where the former OG remains applicable, an administrative law appeal must be lodged within 30 days against the only appealable cantonal judicial decision. A submission filed before any later cantonal decision cannot challenge that later act, and an obviously late or otherwise inadmissible appeal is disposed of by non-entry in summary proceedings. In detention cases, the court may exceptionally waive court costs notwithstanding the general cost rule (consid. 2).

Texto completo

{T 0/2}
2A.123/2007 /ble

Urteil vom 14. März 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wurzburger, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichterin Yersin, Bundesrichter Karlen,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Migrationsdienst des Kantons Bern,
Eigerstrasse 73, 3011 Bern,
Haftgericht III Bern-Mittelland, Haftrichter 8,
Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern.

Gegenstand
Ausschaffungshaft gemäss Art. 13b ANAG,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland vom 22. Dezember 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Am 21. Dezember 2006 wurde X.________, geb. 1983, aus dem Libanon stammend, in Ausschaffungshaft genommen. Das Haftgericht III Bern-Mittelland hiess mit Entscheid vom 22. Dezember 2006 den Antrag des Ausländer- und Bürgerrechtsdienstes der Kantonspolizei Bern auf Überprüfung der Rechtmässigkeit und Angemessenheit der Ausschaffungshaft gut und bestätigte die Haft bis zum 20. März 2007.
Mit einem Schreiben in englischer Sprache vom 8. März 2007 gelangte X.________, unter dem Namen Y.________, an das Bundesgericht. Darin nimmt er Bezug auf die Haft sowie auf die Lage in seinem Heimatland.
2.
Das Bundesgericht kann sich mit einer Angelegenheit nur im Rahmen gesetzlich genau umschriebener Verfahren befassen. Im Zusammenhang mit ausländerrechtlicher Haft beurteilt es nach dem vorliegend gemäss Art. 132 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; AS 2006 S. 1205 ff.) noch zur Anwendung kommenden Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide gerichtlicher Behörden. Gemäss Art. 106 Abs. 1 OG muss die Verwaltungsgerichtsbeschwerde innert 30 Tagen seit Eröffnung der anzufechtenden Verfügung beim Bundesgericht eingereicht werden. Einzige mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbare Verfügung ist der Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland vom 22. Dezember 2006. Ein gerichtlicher, vor Bundesgericht anfechtbarer Entscheid zum mittlerweile am 12. März 2007 gestellten, dem Bundesgericht durch die kantonalen Behörden per Fax eingereichten Haftverlängerungsantrag steht noch aus. Soweit die Eingabe des Beschwerdeführers vom 8. März 2007 als Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid vom 22. Dezember 2006 zu betrachten ist, kann darauf wegen Verspätung nicht eingetreten werden. Allfällige nach dem 8. März 2007 ergangene Entscheide können nicht Gegenstand einer zuvor eingereichten Verwaltungsgerichtsbeschwerde sein.
Auf die offensichtlich verspätete bzw. unzulässige Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist im vereinfachten Verfahren (Art. 36a OG) nicht einzutreten. Damit würde der Beschwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). In Fällen der vorliegenden Art rechtfertigt es sich jedoch, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (Art. 154 und 153a OG).
Der Migrationsdienst des Kantons Bern wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Migrationsdienst des Kantons Bern und dem Haftgericht III Bern-Mittelland sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. März 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

deportation detentionadmissibilitylate filingnon-entrycourt costssummary procedure

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Questão jurídica principal

Whether the administrative law appeal against the detention decision of 2006-12-22 was admissible and timely.

Decisão extraída

The appeal could not be considered because it was filed late and was otherwise inadmissible.

Fundamentação extraída

Under the transitional rules, the pre-BGG OG remained applicable; an administrative law appeal had to be filed within 30 days of notification. The only appealable decision before the Federal Court was the detention court decision of 2006-12-22. Any later cantonal decision had not yet been issued and could not be attacked by a prior submission.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged despite non-entry.

Decisão extraída

No court fee was levied in view of the nature of the case.

Fundamentação extraída

Although costs would normally follow the outcome, the court considered it appropriate in such detention matters to refrain from imposing a fee.

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