Revision request inadmissible for lack of grounds

1F_4/2012Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I2 de fev. de 2012Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court considered a revision request against its own non-entry judgment of 3 January 2012 in a criminal matter. The applicant did not invoke any statutory revision ground under the Federal Supreme Court Act and instead repeated appellatory criticism of the earlier ruling and proceedings. The Court therefore refused to enter into the revision request without exchanging written submissions. Because the request was manifestly futile, legal aid was denied. No court costs were levied, and no party compensation was awarded to the respondents.

Sumário Omnilex

Art. 121 ff. BGG, Art. 127 BGG, Art. 64 BGG; revision of a final Federal Supreme Court judgment requires the clear invocation and substantiation of a statutory ground for revision. Mere appellatory criticism of the legal assessment or repetition of objections already raised in the prior proceedings is inadmissible in revision. If no revision ground is alleged, the Court does not enter into the request and may decide without a written exchange. A manifestly hopeless revision request precludes free legal aid under Art. 64 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
1F_4/2012

Urteil vom 2. Februar 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Merkli,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

  1. Y.________,
    vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rudolf Montanari,
  2. Z.________,
    Gesuchsgegner,

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Barfüssergasse 28, Postfach 157, 4502 Solothurn,
Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, Amthaus 1, Postfach 157, 4502 Solothurn.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil vom 3. Januar 2012 des Schweizerischen Bundesgerichts 1B_726/2011.

Erwägungen:

1.
Mit Urteil vom 3. Januar 2012 ist das Bundesgericht auf eine von X.________ betreffend Strafverfahren (Nichtanhandnahmeverfügung) erhobene Beschwerde nicht eingetreten (Verfahren 1B_726/2011), weil diese den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 BGG) nicht zu genügen vermochte.
Mit Eingabe vom 24. Januar 2012 ersucht X.________ um Revision des genannten Urteils.

2.
Die Aufhebung oder Abänderung eines wie hier in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils ist nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes möglich.
Der Gesuchsteller kritisiert das bundesgerichtliche Urteil vom 3. Januar 2012 ganz allgemein. Er unterlässt es allerdings dabei, sich auf einen der gesetzlichen Revisionsgründe (Art. 121 ff. BGG) zu berufen. Was er mit seiner Eingabe vorbringt, beschränkt sich im Wesentlichen auf eine appellatorische, im Revisionsverfahren nicht zu hörende Kritik an der dem Nichteintretensentscheid zugrunde liegenden rechtlichen Würdigung und an den diesem Urteil vorangegangenen Verfahren, im Übrigen wiederholt er seine bereits in den betreffenden Verfahren vorgetragenen Rügen. Der Gesuchsteller wäre gehalten gewesen, in seiner Eingabe einen Revisionsgrund darzulegen, was er indes unterlassen hat.
Auf das Revisionsgesuch ist daher ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) nicht einzutreten.
Weitere Eingaben in dieser Sache, insbesondere weitere Revisionsgesuche, werden in Zukunft ohne Antwort abgelegt.

3.
Da das Revisionsgesuch nach dem Gesagten offensichtlich aussichtslos ist, ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen (Art. 64 BGG). Bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt es sich indes, für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG). Den Gesuchsgegnern ist durch das vorliegende Verfahren kein Aufwand entstanden, so dass ihnen keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.
Demnach wird erkannt:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Kosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Februar 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Palavras-chave

revisioninadmissibilitylegal aidnon-entrycriminal procedureappeal criticismcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the revision request against the final Federal Supreme Court judgment was admissible without invoking a statutory revision ground

Decisão extraída

The request was inadmissible because the applicant did not rely on any ground for revision under the Federal Supreme Court Act and only repeated appellate criticism.

Fundamentação extraída

Revision of a final judgment is possible only if a statutory ground is alleged. The filing contained merely appellatory objections to the prior legal assessment and earlier proceedings, which cannot be heard in revision.

Questão jurídica principal

Whether legal aid should be granted for the revision proceedings

Decisão extraída

Legal aid was denied because the request was manifestly without prospects of success.

Fundamentação extraída

Since the revision request was obviously futile, the prerequisite of non-obvious lack of prospects was absent.

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