Non-entry for insufficient substantiation of election complaint

1C_325/2009Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I17 de jul. de 2009Dismissed

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Resumo Omnilex

The complainant appealed to the Federal Supreme Court against the Aargau Government's refusal to enter into his complaint concerning the federal referendum of 27 September 2009. The court held that the appeal failed to comply with the duty to substantiate under Art. 42(2) BGG because it did not engage with the cantonal authority's jurisdictional reasoning. In simplified proceedings, the court therefore declined to enter into the appeal and charged the appellant CHF 300 in costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for substantiation of a public law appeal and non-entry in simplified proceedings. An appeal must, in concise form, explain with reference to the challenged reasoning in what respect the decision violates law. Mere assertions or a failure to confront the decisive grounds are insufficient. If the appeal manifestly lacks adequate reasoning, the Federal Supreme Court may refuse to enter in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
1C_325/2009

Urteil vom 17. Juli 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5001 Aarau.

Gegenstand
Eidgenössische Volksabstimmung vom 27. September 2009 betreffend befristete Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung durch Anhebung der Mehrwertsteuersätze,

Beschwerde gegen die Präsidialverfügung vom 9. Juli 2009 des Regierungsrats des Kantons Aargau.
In Erwägung,
dass gegen die Eidgenössische Volksabstimmung vom 27. September 2009 betreffend befristete Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung durch Anhebung der Mehrwertsteuersätze X.________ Abstimmungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Aargau erhoben hat;
dass der Regierungsrat des Kantons Aargau mit Präsidialverfügung vom 9. Juli 2009 auf die Beschwerde nicht eingetreten ist und zur Begründung zusammenfassend ausführt, dass der Kanton Aargau für die beanstandeten angeblichen Mängel von vornherein nicht verantwortlich sei, und es klarerweise ausserhalb seines Zuständigkeitsbereiches liege, Termine zu Abstimmungen über eidgenössische Vorlagen anzusetzen beziehungsweise dem Bundesrat entsprechende Anweisungen zu geben oder die Verschiebung einer durch den Bundesrat angesetzten eidgenössischen Abstimmung zu verlangen; er dürfe deshalb auf die Beschwerde nicht eintreten;
dass X.________ mit Eingabe vom 14. Juli 2009 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Präsidialverfügung des Regierungsrats des Kantons Aargau vom 9. Juli 2009 erhoben hat;
dass nach Art. 42 Abs. 2 BGG in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; Art. 95 ff. BGG nennt die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe;
dass sich der Beschwerdeführer mit der dem Nichteintretensentscheid zugrunde liegenden Begründung nicht rechtsgenüglich auseinandersetzt und insbesondere nicht darlegt, inwiefern der Regierungsrat Recht im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG verletzt haben sollte, als er seine Zuständigkeit für das vom Beschwerdeführer verlangte Eingreifen verneinte;
dass der Beschwerdeführer im Übrigen darauf hinzuweisen ist, dass Akte der Bundesversammlung und des Bundesrates nicht der Beschwerde wegen Verletzung politischer Recht unterliegen (vgl. Art. 189 Abs. 4 BV und Art. 88 Abs. 1 lit. b BGG);
dass mangels einer hinreichenden Begründung im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass die Gerichtskosten dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Regierungsrat des Kantons Aargau und der Bundeskanzlei schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Juli 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Pfäffli

Palavras-chave

non-entrysubstantiation requirementpublic law appealreferendumcosts

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal was sufficiently reasoned to challenge the cantonal non-entry decision.

Decisão extraída

The appeal did not sufficiently address the reasoning of the non-entry decision and failed to show any violation of law.

Fundamentação extraída

Under Art. 42(2) BGG, the appellant must explain concisely how the challenged decision violates law; he did not do so with respect to the cantonal authority's lack of jurisdiction.

Questão jurídica principal

Whether the Federal Supreme Court should enter into the appeal in simplified proceedings.

Decisão extraída

No; the lack of adequate reasoning justified non-entry under the simplified procedure.

Fundamentação extraída

Because the appeal was not properly substantiated, the court could refuse to enter under Art. 108(1)(b) BGG.

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