Inadmissibility for insufficient reasoning in zoning appeal

1C_259/2007Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I12 de set. de 2007Inadmissible

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The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a municipal building permit for the renovation and extension of two residential buildings in Rüschlikon. The appellants had already been unsuccessful before the zoning appeal commission and the cantonal administrative court. Before the Federal Supreme Court, they merely criticized the application of cantonal and municipal building rules, but failed to explain in a constitutionally sufficient manner why the decision would violate federal or constitutional law. The court therefore refused to enter into the appeal in summary procedure and waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; a federal appeal directed against the application of cantonal or communal law is admissible only if the appellant substantiates, in a specific and reasoned manner, the violation of constitutional rights, in particular arbitrariness under Art. 9 BV. A mere assertion of incorrect application of cantonal building law does not suffice. Where the reasoning defect is manifest, the court may decline to enter in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
1C_259/2007 /fun

Urteil vom 12. September 2007
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

  • Y.________ Gesellschaft, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Felix Huber,
  • Baukommission Rüschlikon, 8803 Rüschlikon,
    vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Sigrist,
    Beschwerdegegnerinnen,
    Baurekurskommission II des Kantons Zürich, Selnaustrasse 32, 8001 Zürich,
    Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, Militärstrasse 36, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Baubewilligung,

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, vom 7. Juni 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Die Baukommission Rüschlikon erteilte am 29. Mai 2006 der Y.________ Gesellschaft die baurechtliche Bewilligung für die Sanierung samt Lifteinbau und Aufstockung der beiden Wohnhäuser Assek.-Nrn. 949 und 950 an der Glärnischstrasse 15 und 17 in Rüschlikon. Dagegen erhoben die Eheleute X.________ am 1. Juli 2006 Rekurs und beantragten die Aufhebung der angefochtenen Bewilligung, soweit diese die Aufstockung des Hauses 2, Glärnischstrasse 15, betraf. Die Baurekurskommission II des Kantons Zürich wies den Rekurs mit Entscheid vom 30. Januar 2007 ab. Gegen den Rekursentscheid erhoben die Eheleute X.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Dieses wies mit Entscheid vom 7. Juni 2007 die Beschwerde ab. Das Verwaltungsgericht führte dabei zusammenfassend aus, dass das Bauprojekt den kantonalen und kommunalen Bauvorschriften entspreche.
2.
Eheleute X.________ führen mit Eingabe vom 7. September 2007 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 7. Juni 2007. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Art. 95 BGG nennt die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Abgesehen von lit. d dieser Bestimmung, wonach mit der Beschwerde auch die Verletzung kantonaler Normen betreffend das politische Stimm- und Wahlrecht gerügt werden kann, bildet die allfällige Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbständigen Beschwerdegrund. Vielmehr muss insoweit - wie zuvor noch unter der Herrschaft des OG - im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern ein beanstandeter, in Anwendung kantonalen Rechts ergangener Entscheid gegen verfassungsmässige Rechte, namentlich gegen das Willkürverbot nach Art. 9 BV verstossen soll; eine diesbezügliche Rüge wäre somit im Rahmen der Verletzung von Bundesrecht nach Art. 95 lit. a BGG zu prüfen (hinsichtlich der qualifizierten Rügepflicht gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG vgl. das zur Publikation vorgesehene Urteil 1C_3/2007 vom 20. Juni 2007).

Die Beschwerdeführer beanstanden eine falsche Anwendung von kommunalen und kantonalen Bauvorschriften. Sie unterlassen es indes, im Einzelnen darzulegen, inwiefern der beanstandete Entscheid verfassungswidrig sein sollte. Mangels einer hinreichenden Begründung ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. Da der Begründungsmangel offensichtlich ist, kann über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden.
4.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Baurekurskommission II und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. September 2007
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

admissibilityreasoning requirementarbitrarinessbuilding permitsummary procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the federal appeal was sufficiently reasoned to challenge the cantonal and municipal building-law decisions.

Decisão extraída

The appeal did not explain in detail why the challenged decision would violate constitutional rights; mere criticism of cantonal and municipal law application was insufficient.

Fundamentação extraída

Under Art. 42(2) BGG and Art. 95 BGG, cantonal law can only be attacked through a substantiated constitutional complaint. The appellants failed to set out any constitutional violation, so the court could not enter into the merits. Because the defect was obvious, summary procedure under Art. 108(1)(b) BGG was applicable.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be levied.

Decisão extraída

No costs were imposed.

Fundamentação extraída

The court exercised its discretion to waive costs under Art. 66(1) BGG.

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