Complaint inadmissible for insufficient reasoning

1B_98/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I18 de mar. de 2011Inadmissible

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Resumo

X.________ challenged a cantonal decision of the St. Gallen Anklagekammer refusing to open criminal proceedings. The Federal Supreme Court held that the filing did not meet the statutory reasoning requirements because it only contained general criticism and did not explain why the decision was unlawful or unconstitutional. The court therefore did not enter into the complaint and decided the matter under the simplified procedure. No court costs were charged.

Regest

Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; requirement of proper reasoning in a complaint to the Federal Supreme Court: a mere general criticism of the challenged decision does not suffice. The appellant must, in a reasoned manner, indicate why the contested reasoning or result violates federal law or constitutional rights; otherwise the complaint is inadmissible. Where the defect is manifest, the Court may decide under Art. 108 Abs. 1 BGG by summary procedure and may waive costs in light of the circumstances.

Texto completo

{T 0/2}
1B_98/2011

Urteil vom 18. März 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Anklagekammer des Kantons St. Gallen, Klosterhof 1, 9001 St. Gallen.

Gegenstand
Nichteintreten auf eine Strafklage bzw. Nichteröffnung eines Strafverfahrens,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 7. Dezember 2010 der Anklagekammer des Kantons St. Gallen.
In Erwägung,
dass X.________ gegen den am 7. Dezember 2010 betreffend Nichteintreten auf eine Strafklage bzw. Nichteröffnung eines Strafverfahrens ergangenen Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen mit Eingabe vom 1. März 2011 der Sache nach Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht führt;
dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, bei der Anklagekammer eine Vernehmlassung zur Beschwerde einzuholen;
dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid ganz allgemein kritisiert, dabei aber nicht darlegt, inwiefern die ihm zugrunde liegende Begründung bzw. der Entscheid im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;
dass die Beschwerde somit den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG, s. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;
dass daher schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben;
wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. März 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Fonjallaz Bopp

Palavras-chave

inadmissibilityreasoning requirementcriminal complaintsummary procedurecourt costs