Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

1B_602/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I10 de nov. de 2011Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court declared the criminal complaint appeal inadmissible because the appellants did not meet the substantiation requirement of Art. 42(2) BGG. Their filing contained only general criticism of various authorities and private persons, without showing concretely how the cantonal non-entry order violated federal law. The court therefore did not examine other admissibility requirements and decided the case in simplified procedure. Court costs of CHF 500 were charged to the appellants.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG; substantiation of a federal appeal and simplified non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. An appeal must, in concise but specific form, explain in what respect the challenged decision infringes law; mere general criticism of authorities, parties or prior proceedings does not suffice. If the deficiency is manifest, the court may declare the appeal inadmissible in simplified proceedings without examining the remaining admissibility requirements. Costs are imposed on the losing appellants pursuant to Art. 66 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
1B_602/2011

Urteil vom 10. November 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

  1. Verfahrensbeteiligte
    A.________AG,
  2. B.________AG,
  3. C.________AG,
  4. D.________,
    Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, III. Abteilung, An der Aa 4, Postfach 1356, 6301 Zug.

Gegenstand
Strafverfahren; Nichtanhandnahmeverfügung,

Beschwerde gegen die Präsidialverfügung vom
14. September 2011 des Obergerichts des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung.

Erwägungen:

1.
Auf eine von D.________ erstattete Anzeige hin erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, III. Abteilung, am 18. August 2011 eine Nichtanhandnahmeverfügung.
Hiergegen erhoben der Anzeigeerstatter und seine in Liquidation befindlichen Firmen Beschwerde ans Obergericht des Kantons Zug. Der Präsident dessen I. Beschwerdeabteilung ist mit Verfügung vom 14. September 2011 auf die Beschwerde nicht eingetreten, da er diese als offensichtlich mutwillig und querulatorisch erachtet hat.

2.
Gegen die Verfügung führen D.________ und seine Firmen mit Eingabe vom 18. Oktober (Postaufgabe: 23. Oktober) 2011 der Sache nach Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht.
Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Vernehmlassungen einzuholen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung - unabhängig von der Art des nach BGG offen stehenden Rechtsmittels - in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Die Beschwerdeführer üben wie in früheren Verfahren ganz allgemein Kritik an einer Vielzahl namentlich eidgenössischer und kantonaler Justizbehörden sowie an verschiedenen politischen Behörden bzw. Institutionen und Privatpersonen, die in irgend einem Bezug zu sie betreffenden früheren Verfahren stehen. Sodann berufen sie sich auch nur ganz allgemein auf eine Vielzahl von Rechtsbestimmungen, deren Verletzung sie den genannten Behörden bzw. Privaten zur Last legen. Dabei legen sie indes - soweit ihre Eingabe überhaupt verständlich ist und den prozessualen Anstandsregeln zu genügen vermag (Art. 33 und Art. 42 Abs. 6 BGG) - nicht ansatzweise dar, inwiefern die angefochtene Verfügung Recht im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG verletzen soll.
Demgemäss ist bereits mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten. Entsprechend erübrigt es sich, die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu erörtern.
Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 66 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, III. Abteilung, und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. November 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Palavras-chave

criminal complaintnon-prosecution orderinadmissibilitysubstantiationsimplified procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the federal criminal appeal was sufficiently reasoned under Art. 42(2) BGG

Decisão extraída

No. The appellants merely voiced general criticism and did not explain in a legally relevant way how the challenged decision violated federal law.

Fundamentação extraída

The appeal did not identify concrete legal errors in the cantonal decision and therefore failed the minimum substantiation requirement; the court could decide in simplified procedure.

Questão jurídica principal

Whether the Federal Court should review further admissibility requirements

Decisão extraída

No. Because the reasoning defect was already decisive, further admissibility issues did not need to be examined.

Fundamentação extraída

An obvious lack of reasoning made the appeal inadmissible without further analysis.

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