Federal complaint inadmissible for insufficient reasoning

1B_459/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I12 de set. de 2011Inadmissible

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X. filed a criminal complaint against a non-entry order concerning fraud and forgery. The Bern cantonal criminal appeals chamber had already refused to enter the cantonal recourse as late. The Federal Supreme Court held that the federal complaint did not address the reasoning of the cantonal decision and therefore failed to satisfy the BGG reasoning requirements. It decided the matter in simplified procedure, did not examine timeliness, and waived costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal complaint. The appellant must, in a concise but specific manner, demonstrate how the challenged decision violates federal law or constitutional rights; mere assertions are insufficient. Where the complaint fails to engage with the decisive reasoning of the lower court, the Federal Supreme Court does not enter into the merits and may decide in simplified procedure for manifest deficiency of reasoning. The court may waive costs under Art. 66 Abs. 1 BGG depending on the procedural outcome.

Texto completo

{T 0/2}
1B_459/2011

Urteil vom 12. September 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Untersuchungsrichteramt III Bern-Mittelland, Untersuchungsrichter 1, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern.

Gegenstand
Strafverfahren; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 8. März 2011 des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen.

Erwägungen:

1.
Der Untersuchungsrichter 1 des Untersuchungsrichteramts III Bern-Mittelland trat mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft III Bern-Mittelland mit Beschluss vom 9./11. Dezember 2010 auf eine Strafanzeige von X.________ wegen Betrugs und Urkundenfälschung nicht ein. X.________ erhob gegen diesen Beschluss Rekurs, auf welchen die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern mit Entscheid vom 8. März 2011 wegen verspäteter Rekurseinreichung nicht eintrat.

2.
X.________ führt gegen den Beschluss der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern mit Eingabe vom 2. September 2011 Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Das Bundesgericht beurteilt Beschwerden gegen Entscheide, die das BGG der Beschwerde ans Bundesgericht unterstellt. Zur Behandlung von Strafanzeigen ist das Bundesgericht nicht zuständig.

4.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Der Beschwerdeführer setzt sich mit der Begründung der Beschwerdekammer, die zum Nichteintreten auf den Rekurs führte, überhaupt nicht auseinander. Aus der Beschwerde ergibt sich daher nicht, inwiefern die Begründung des angefochtenen Entscheids bzw. der Entscheid selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.
Bei diesem Verfahrensausgang kann offen bleiben, ob die vorliegende Beschwerde rechtzeitig eingereicht worden ist (Art. 100 Abs. 1 BGG).

5.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Untersuchungsrichteramt III Bern-Mittelland und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. September 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Palavras-chave

inadmissibilityreasoning requirementnon-entrycriminal complaintsimplified procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the federal criminal complaint was admissible despite lacking any challenge to the cantonal court's reasoning

Decisão extraída

The complaint was inadmissible because it did not engage with the reasons for the cantonal non-entry decision and therefore did not meet the statutory reasoning requirements.

Fundamentação extraída

The appellant failed to explain how the challenged decision violated law or constitutional rights. The filing did not satisfy Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG, so the court could not examine the merits and could decide under the simplified procedure.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be imposed

Decisão extraída

No costs were charged.

Fundamentação extraída

Given the procedural outcome, the court exercised its discretion to waive costs under the BGG.

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