projetos
1B_32/2013 ΓÇó Non-entry on complaint for failure to meet pleading requirements
1B_32/2013Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I1 de fev. de 2013Inadmissible
The appellant sought appointed counsel in an ongoing appeal for forgery and attempted procedural fraud, but the cantonal court president refused the request. The appellant then filed a criminal complaint with the Federal Supreme Court. The court held that the submission did not meet the requirements of Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG because it merely criticized the decision in general terms and relied on appellatory argument without engaging with the reasoning of the challenged decision. The complaint was therefore inadmissible in simplified procedure, and no court costs were charged.
Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; requirements of substantiation for a complaint to the Federal Supreme Court; the appellant must, by reference to the challenged reasoning, show in a reasoned manner why the decision infringes federal or constitutional law. Mere general criticism or appellatory assertions are insufficient. Where the defect is manifest, the Court may decline to enter into the matter in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 BGG and may dispense with costs in light of the circumstances.
{T 0/2}
1B_32/2013
Urteil vom 1. Februar 2013
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Obergerichtspräsident des Kantons Obwalden.
Gegenstand
Strafverfahren; amtliche Verteidigung,
Beschwerde gegen den Entscheid
des Obergerichtspräsidenten des Kantons Obwalden vom 28. Dezember 2012.
In Erwägung,
dass X.________ in einem in Bezug auf ihn laufenden Berufungsverfahren wegen Urkundenfälschung und versuchten Prozessbetrugs mit Eingabe vom 30. August 2012 um Bestellung einer amtlichen Verteidigung ersuchte;
dass der Präsident des Obergerichts des Kantons Obwalden das Gesuch mit Entscheid vom 28. Dezember 2012 abgewiesen hat;
dass X.________ hiergegen mit Eingabe vom 25. Januar 2013 Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht führt;
dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, das Obergericht bzw. dessen Präsidenten zur Beschwerde anzuhören;
dass der Beschwerdeführer den angefochtenen, ausführlich begründeten Entscheid nur ganz allgemein kritisiert und sich im Wesentlichen darauf beschränkt, auf appellatorische Weise seine Sicht der Dinge vorzutragen;
dass er dabei aber nicht darlegt, inwiefern die dem Entscheid zugrunde liegende einlässliche Begründung bzw. der Entscheid selbst im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;
dass die Beschwerde somit den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;
dass daher schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben;
erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergerichtspräsidenten des Kantons Obwalden schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 1. Februar 2013
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Fonjallaz
Der Gerichtsschreiber: Bopp