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1B_32/2009 ΓÇó Federal appeal inadmissible in juvenile detention review
1B_32/2009Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I27 de fev. de 2009Inadmissible
The juvenile accused, represented by counsel, challenged a cantonal decision refusing release from pre-trial detention. The Federal Supreme Court held that, because juvenile procedure was applicable, a cantonal remedy against detention decisions had to be exhausted first under Art. 41(1) JStG and Art. 80(1) BGG. As the appellant had not shown exhaustion of such a remedy, the complaint was manifestly inadmissible. The Court therefore entered no merits review, waived court costs, and denied party compensation.
Art. 41 Abs. 1 JStG; Art. 80 Abs. 1 BGG; juvenile detention decisions and exhaustion of cantonal remedies. In juvenile criminal proceedings, the cantons must provide a cantonal remedy against detention decisions. Before lodging a complaint to the Federal Supreme Court, the detained person must exhaust this remedy. Until cantonal procedural law is adapted, the competent cantonal instance must be determined by transitional regulation or by case-specific designation (consid. 1). A federal appeal filed without exhaustion is manifestly inadmissible and is not entered upon under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. In such a case, court costs may be waived, but party compensation is not awarded (consid. 2).
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1B_32/2009
Urteil vom 27. Februar 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Forster.
Parteien
X.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher Sararard Arquint,
gegen
Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Postfach, 5001 Aarau.
Gegenstand
Haftprüfung,
Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. Januar 2009 des Obergerichts des Kantons Aargau, Präsidium der Beschwerdekammer.
In Erwägung,
dass die Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau gegen die in Untersuchungshaft versetzte X.________ eine Strafuntersuchung führt,
dass die Angeschuldigte am 23. Januar 2009 beim Obergericht des Kantons Aargau ein Haftentlassungsgesuch eingereicht hat,
dass der Vizepräsident der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Aargau das Gesuch mit Verfügung vom 30. Januar 2009 abwies,
dass die Angeschuldigte dagegen am 5. Februar 2009 eine Beschwerde beim Bundesgericht einreichte,
dass auf offensichtlich unzulässige Beschwerden im vereinfachten einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. a und Abs. 2-3 BGG),
dass die Beschwerdeführerin laut angefochtenem Entscheid und Beschwerdeschrift minderjährig ist (Geburtsdatum: ...),
dass im angefochtenen Haftprüfungsentscheid das Jugendstrafprozessrecht angewendet wurde,
dass die Kantone laut Art. 41 Abs. 1 JStG verpflichtet sind, gegen Haftentscheide im Jugendstrafverfahren ein Rechtsmittel vorzusehen, und dass diese Bestimmung seit dem 1. Januar 2007 anwendbar ist (BGE 133 IV 267 E. 3.1-3.3 S. 269 f.),
dass ein Verhafteter, auf den das Jugendstrafgesetz anwendbar ist, daher ein kantonales Rechtsmittel gegen Haftverlängerungen erheben kann und dieses Rechtsmittel gemäss Art. 80 Abs. 1 BGG auch ausschöpfen muss, bevor er Beschwerde ans Bundesgericht führen kann (BGE 133 IV 267 E. 3.4 S. 270 f.),
dass bis zur Anpassung der kantonalen Prozessbestimmungen die zuständige kantonale Instanz durch den Erlass einer Übergangsregelung auf dem Verordnungsweg oder durch die Bezeichnung des Gerichts im Einzelfall zu bestimmen ist (BGE 133 IV 267 E. 3.4 S. 271),
dass der Beschwerdeführerin seitens der zuständigen kantonalen Behörde mitzuteilen sein wird, bei welcher kantonalen Instanz sie ein allfälliges Rechtsmittel einlegen kann,
dass die Beschwerde sich als offensichtlich unzulässig erweist,
dass auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden kann, eine Parteientschädigung jedoch nicht zuzusprechen ist (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 und Art. 68 BGG),
erkennt der Einzelrichter:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden weder Gerichtskosten erhoben, noch eine Parteientschädigung zugesprochen.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin sowie der Jugendanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Aargau, Präsidium der Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 27. Februar 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Aemisegger Forster