Inadequate reasoning in criminal appeal leads to non-entry

1B_107/2007Tribunal Federal / Divisão de Direito Público I14 de jun. de 2007Inadmissible

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Resumo Omnilex

The appellant challenged the refusal of access to criminal case files after the cantonal prosecutor and the Basel-Stadt Criminal Court's appeal chamber had denied further inspection. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42(2) BGG, since it failed to show how the cantonal decision violated law. The Court therefore used the simplified procedure under Art. 108(1)(b) BGG and did not enter into the appeal. Exceptionally, it waived court costs under Art. 66(1) BGG.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for insufficient reasoning. A federal appeal must, in condensed form, set out how the challenged decision infringes law; mere disagreement with the result is insufficient. Where the appellant fails to address the cantonal reasoning and does not substantiate the alleged legal error, the Federal Supreme Court will not enter into the matter in summary procedure. Exceptional waiver of court costs may be ordered under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
1B_107/2007 /ggs

Urteil vom 14. Juni 2007
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Erster Staatsanwalt des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel,
Strafgericht Basel-Stadt, Rekurskammer, Schützenmattstrasse 20, 4003 Basel.

Gegenstand
Akteneinsicht,

Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid
des Strafgerichts Basel-Stadt, Rekurskammer,
vom 16. Januar 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt führt gegen X.________ ein Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten zum Nachteil seines Sohnes Y.________ sowie wegen Tätlichkeiten (evtl. einfacher Körperverletzung) und Drohung zum Nachteil einer Nachbarin.
2.
X.________ verlangte mit Schreiben vom 26. Oktober und 11. November 2006 Akteneinsicht. Die Staatsanwaltschaft lehnte mit Verfügung vom 15. November 2006 das Gesuch ab, da Akteneinsicht nur seinem Verteidiger zustehe. In der Folge wurde ihm, da er inzwischen nicht mehr anwaltlich vertreten war, am 28. November 2006 sowie am 6. Dezember 2006 Akteneinsicht gewährt. Ein weiteres Akteneinsichtsgesuch vom 8. Dezember 2006 wurde von der Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 11. Dezember 2006 abgewiesen.

Mit Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2006 verweigerte auch der Erste Staatsanwalt des Kantons Basel-Stadt die Akteneinsicht. Der Gesuchsteller habe bereits zweimal während 4 Stunden und 40 Minuten die lediglich 59 Seiten umfassenden Verfahrensakten einsehen können. In dieser Zeit müsse es auch einem juristischen Laien möglich sein, sich einen Überblick über die Akten zu verschaffen.

Dagegen erhob X.________ am 22. Dezember 2006 Rekurs, welchen die Rekurskammer des Strafgerichts Basel-Stadt mit Entscheid vom 16. Januar 2007 abwies.
3.
Gegen diesen Beschluss der Rekurskammer des Strafgerichts Basel-Stadt führt X.________ mit Eingabe vom 8. Juni 2007 Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff. BGG). Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
4.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Vorliegend ergibt sich aus den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht, inwiefern die Rekurskammer Recht verletzt haben sollte, als sie den Rekurs abwies und dadurch den Einspracheentscheid des Ersten Staatsanwaltes vom 19. Dezember 2006 bestätigte. Mangels einer hinreichenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. Da diese offensichtlich keine hinreichende Begründung enthält, kann über sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden.
5.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Ersten Staatsanwalt des Kantons Basel-Stadt und dem Strafgericht Basel-Stadt, Rekurskammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. Juni 2007
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

file inspectioncriminal procedurereasoned appealinadmissibilitysummary procedurecourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the criminal appeal to the Federal Supreme Court was sufficiently reasoned under Art. 42(2) BGG

Decisão extraída

The appeal did not explain in a legally sufficient manner why the cantonal decision violated federal law.

Fundamentação extraída

The submissions did not engage with the reasoning of the cantonal court and therefore failed to meet the minimum substantiation requirement; the case was suitable for summary non-entry procedure.

Questão jurídica principal

Whether the challenge to the denial of file inspection should be examined on the merits

Decisão extraída

The Court did not examine the merits because the appeal was not admissibly reasoned.

Fundamentação extraída

Without adequate reasoning, no substantive review of the access-to-files ruling was possible.

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