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StF
Loi ft!derale sur les voyageurs de commeree (du 4 ootobre 1930).
Ordonnance sur la communaute des creanciel'll dans Ies emprunts par
obligations (du 20 fewier 1918).
Ordonnance reglant le commerce des denrees alimentaires, etc. (du 26 mai
1936).
Ordonnance sur lnngagement du betail (du 30 octobre 1917).
Ordonnance du Tribunal federal concernant l'inscription des pactes de
reserve de propriete (du 19 decembre 1910).
Loi federale d'orntion judiciaire (du 16 decembre 1943).
Organisation judieiaire et prooedure p6nale pour l'armee federale (loi
du 28 juin 1889).
Organisation militaire de la Confederation suisse (loi du 12 avril 1907).
Orilonnanee sur l'administration des ofllees de faillite (du 13 juillet 1911).
Ordonnanee surle registre du commeree (du 7 JuJn 1937).
Ordonnanee sur le registre foncler (du 22 fevrier 1910).
Ordonnance sur la realisation foreee des immeubles (du 23 avril 1920).
Ordonnance sur Ie registre des reglmes matrimonlaux (du 27 septembre
1910).
Ordonnance sur le servlee de l'etat civll (du 18 mal 1928).
Ordonnanee d'execution des Jois federales coneemant les droits de
timbre (du 7 juin 1928).
Loi federale sur la Jlroeedure a suivre par devant le Tribunal federal
en mattere civile (du 22 novembre 1850).
Loi federale sur Ia procedure p6nale (du 15 juin 1934).
Reglement d'execution de la foi sur la eireulation des vebicules automo-
biles et des cycles (du 25 novembre 1932).
Recueil offielel des ts du Tribunal federal suisse.
Recueil officiel des lois federales.
Revue suisse de jurisprudence.
Loi federale sur le statut des fonetionnaires (du 30 juin 1927).
Tarif des frais aJ;lplicables a la LP (du 23decembre1919).
c. Ahhreviazioni italiane.
Codice civlle svlzzero.
Costituzione federale.
Codice delle obbligazioni.
Codiee penale svizzero.
Codiee di prooedura eivlle.
Codice di procedura penale.
Decreto del Conslglio federale concemente la contribuzione federale di
crisi (del 19 gennaio 1.934).
Legge federale sul contratto d'assicurazione (del 2 aprile 1908).
Legge federale sulla circolazlone degU autoveicoli e dei veloeipedi (del
15 man:o 1932).
Legge esecuzioni e fallimentl.
Legge federale.
Leiate federale sulla tassa d'esenzione dal servlzlo militare (del 28 giugno
fä78/29 marzo 1901).
Organizzazlone giudizlaria federale.
Regolamento de! Tribunale federale concemente Ja realizzazione forzata
di fondi (del 23 aprile 1920).
Legge federale sull'ordinamento dei funzlonari federali (del 30 glugno
1927).
I. STRAFGESETZBUCH
CODE
PENAL
l. Urteil des Kassationshofes vom 23 .Januar t1M8 i. S. Fasler
gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Sehalfhausen.
Art. 15 StGB ist vorsichtig und zurückhaltend anzuwenden. Die
Anordnung einer ambulanten Behandlung könnte, wenn sie
grundsätzlich zulässig wäre, was offen bleiben soll, nur ganz
ausnahmsweise in Betracht fällen.
L'art. 15 OP doit Atre applique a.vec bea.ucoup de prudence.
Meme a.dmis en principe -queation Ia.issee ouverte -un
tra.itement ambulant ne pourra.it tre ordonne qu'A titre
tout A fait exceptionnel.
L'art. 15 OP dev'essere applioato oon grande prudenza. Una
oura a.mbula.toria, an.ehe se fosse ammissibile in principio
(questione tuttavia indecisa), potrebbe essere ordina.ta solte.nto
a. titolo eooeziona.lissimo.
Der 1919 geborene Beschwerdeführer wuide seit 1943
wiederholt wegen öffentlicher Vorn.ahme unzüchtiger
Handlungen (Entblössung des Geschlechtsteiles
vor
Frauen) bestraft und im Sommer 1946 durch den Straf-
richter in die Heilansnt Breitenau eingewiesen. Während
der nach Entlassung aus der Anstalt angeordneten am-
bulanten
Behandlung verfehlte er sich erneut. Das Ober-
gericht des Kantons Schaffhausen verurteilte ihn des-
wegen am 10 .. Oktober 1947 zu 4 Wochen Gefängnis,
verfügte aber,
dass der Strafvollzug einzustellen und der
Angeklagte gemäss Art. 15 StGB zur Behandlung in eine
Heilanstalt einzuweisen sei.
Mit Nichtigkeitsbeschwerde
beantragt der Beschwerde-
führer, es sei die Einweisung in eine Heilanstalt durch
die Anordnung' einer ambulanten Behandlung zu er-
setzen.
1 AS 74 IV -1948
Strafgesetzbuch. No l.
Der Kassationslwf zieht in Erwägung :
Der Kassationshof hat bisher offen gelassen, ob Art.
15 StGB die ambulante Behandlung gestatte. Die Frage
braucht hier nicht entschieden zu werden, denn selbst
wenn sie bejaht werden müsste, wäre die von der Vor-
instanz beschlossene Einweisung in eine Anstalt nicht
gesetzwidrig.
Die in Art. 15 StGB vorgesehenen Massnahmen dienen
nicht in erster Linie dem Schutze der öffentlichen Ordnung,
sondern
der Fürsorge für den Täter. Sie greifen über den
Bereich der Strafrechtspflege hinaus und sind daher vor-
sichtig
und zurückhaltend anzuwenden, sonst führen sie
zu einer Bevorzugung des unzurechnungsfähigen
und
vermindert zurechnungsfähigen Rechtsbrechers. Dieser
soll
für seine Tat nicht leichthin von Staats wegen mit
einer Heilbehandlung prämiert werden, die dem Nicht-
delinquenten nicht zuteil wird, und das obendrein noch
mit der Aussicht, dass ihm die Strafe schliesslich gestützt
auf Art. 17 Ziff. 2 Abs. 2 StGB ganz oder teilweise erlassen
wird (Urteil des Kassationshofes
vom 3. April 1947 i. S.
Held S. 5 f.). Die amhtμante Behandlung bedeutet ver-
glichen mit der Einweisung in eine Anstalt eine weitere
Privilegieng des Täters. Sie könnte daher, auch wenn
sie grundsätzlich zulässig wäre, was offen bleiben soll,
nur ganz ausnahmsweise in Betracht fällen.
Im vorliegenden Falle liegt nichts vor, was den Richter
allenfalls nötigen würde, abweichend von der allgemeinen
Regel die
ambulante Behandlung anzuordnen. Diese war
zur Zeit der Tat im Gange, hatte aber den Beschwerde-
führer nicht von der Begehung neuer :Vergehen abge-
halten.
Daraus konnte das Obergericht mit Grund ableiten,
der Zustand des Täters erfordere die Einweisung in eine
Anstalt, die Freiheit sei für ihn zurzeit noch zu gefährlich.
Auch wenn berücksichtigt wird, dass der Beschwerdeführer
unter Alkoholeinfluss rückfällig wurde, lässt sich dieser
Schluss sachlich rechtfertigen, denn nur der Aufenthalt
' f
Strafgesetzbuch. No 2. 3
in einer geschlossenen Anstalt bietet Gewähr für Absti-
nenz. Die Sachverständigen,
an deren Gutachten der
Richter übrigens nicht gebunden ist, erklären nicht,
dass nur eine ambulante . Behandlung in Frage komme.
Dr. F. Braun, der Direktor der Schweiz. Anstalt für
Epileptische, schrieb in einem 1945 eingeholten Gutachten
sogar ausdrücklinh, dass bei Rückfällen eine längere Ver-
sorgung in einer Heil-und Pflegeanstalt nicht zu umgehen
sein werde, und Direktor Dr. Moser vön der kantonalen
Heilanstalt Breitenau in Schaffhausen hält nach der für
den Kassationshof verbindlichen Feststelllμ1g der Vor-
instanz (Art. 277 bis Abs. 1 BStP) die Wiederinternie-
rung in der Anstalt Breitenau mindestens nicht für
unangebracht J . Das Obergericht überschritt daher das
Ermessen, das dem Sachrichter bei Anwendung von Art.
15 StGB der Natur der Sache nach zuerkannt werden
muss, offensichtlich
nicht.
Demnach erkennt iler Kassationshof :
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird abgewiesen;
2. Urteil des Kassationshofes vom 30. Januar 1948 i. S.
Wegmann gegEln Staatsanwaltsehaft des Kantons Zürich.
Voraussetzungen des Aufenthaltsverbotes nach Art. 16 StGB;
Verhältnis dieser Vorschrift zu Art. 14 StGB.
Conditions de l'interdiction de sejour prevue par l'art. 16 CP;
rapport de cette disposition avec l'art. 14 CP.
Condizioni del divieto di dimora a' sensi dell'art. 16 CP; relazione
tra questo disposto e l'art. 14 CP.
A. -Am 3. Juni 1947 erklärte das Bezirksgericht
Zürich
den 1913 in St. Gallen geborenen italienischen
Staatsangehörigen
Alberte Wegmann der Unzucht mit
Kindern (Art. 191Ziff.1 und 2 StGB) und der öffentlichen
Vornahme einer unzüchtigen
Handlung (Art. 203 StGB)
schuldig, verurteilte
ihn unter Annahme verminderter