38 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 10.
tention du tiers se ;ramene simplement a soutenir que o'est
lui
et non le failli qui est le titulaire' de Ia orea.noe invento-
riee. Non seulement il ne peut plus etre alors question de
dessaisissement, mais
la masse se trouve en :realite dans
la meme situation que oelle on serait 1a debiteur s'i! n'etait
en failIite et qu 'll pretendit faire va10ir la o:reanoe ma1gr6
l'opposition du tiers. Or oa serait tout naturellement a
lui a poursuivre 1e tiers debiteur et, 1e cas 6cheant, a action-
:her son oompetiteur en reconnaissance de son droit (art. 168
al. 3
CO). Comme la faillite n'a pas eu d'autre effet, en oe
qui concerne oette creanoe, que de substituer la masse au
failIi, une solution rationnelle du probleme consisterait
done
a admettre que o'est a elle et non au tiers a assumer
le role de demandeur au prooes vu son interet a voir fixer
le plus rapidement
possiblele droita la ereance.
Les consid6rations qui prooedent suffiraient 6videmment
pour. justifier l'admission du recours. Mais il apparaitrait
egalement eomme fonde au regard de la jurisprudenoe
actuelle.
L'autorite cantonale estime que le recourant n'est
pas entre en possession du depot litigieux. Voulut-el1e
parler des espeoes alles-mames, qu'on pourrait an dire
tout autant du failIi, de l'administration de la massa et
meme du banquier Schnmcki au liom duque1 ces espeoes
sont deposees. Aussi bien ne s'agit-il pas de rechercher
qual est la veritable possesseur ou detenteur du depot, mais
qual est le Mneficiaire de la o:reanoe resultant de oe con-
trat. Or, comme on l'a juge dans l'arret Viscolo (RO 67 III
52), cette question revenait en l'espeoe a se demander a qui,
du' failli ou du recourant, oompetait avee le plusde vrai-
semblanee la qualite de Mneficiaire de la oreanee litigieuse,
et an presenee de la cession, dont l'administration ne con-
testait pas la :realite, il est cmir que 1a question ne pouvait
atre tranehee qu'en favaur du recourant.
L'autorit6 cantonale argue, il est vrai, des termes de la
oession pour dire qu'elle a ete faite dans l'intention de
constituer une garantie au recourant et qu'etant donnee
sa date, elle tombe sous 1e eoup de l'art. 287 eh. 1 LP.
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° ll.
Cette argumentation ne saurait etre retenue. Que la oession
ait eu lieu a titre de paiement ou de garantie, peu importe ; .
1e failli avait de toute f8.(jon cesse d'etre oreaneier. Quant a
savoir si 1a cession etait ou non revocable en vertu de l'art.
287 LP, e'est une question que l'autorite de surveillance
n'avait pas qualite pour trancher. Si la masse entend
exciper de la revocabilite de la cession, elle aura tout loisir
de.soulever
oe moyen devant le juge qui, du fait du refus
de la masse de reeonnaitre la pretention du recourant, aura
a dire quel est le veritable titulaire de la oreance. Aussi
bien, oonstitue-t-il l'unique
motif de l'opposition de la
masse.
La Ohambre aea poursuitea et aea jaiUitea prononce :
Le recours est admis et la decision de l'autorite oantonale
reformee en oe sens que la deoision de l'office du 17 janvier
est annulee.
11. Entscheid vom 15. Mai 1944 i. S. Schulthess Co.
Wech8elbetreibung. Ein französisch abgefasstes billet a ordre
ist auch olme die Bezeiclmu,ng' ( de change ein Wechsel im
Sinne von Art. 177 ff. SchKG (Mt. 1096 des revidierten im
Gegensatz zu 825 des alten OR).
Pou'l'suite powr effet Je change. Un bi11et a ordre redige en
fran9ais est un effet de change dans le sens des an. 177 et
suiv. LP. meme s'i! ne porte pas la mention de change
(an. 1096 du CO revise. par opposition a l'art. 825 CO ancien).
Esoouziime cambiaria .. Un billet a ordre redatto in francese
e una cambiale a' sensi degIi art. 177 e seg. LEF anche se non
porta la menzione de change (art. 1096 deI CO riveduto a
differenza delI'art. 825 deI vecchio CO).
Die Rekurrentin, mit Sitz in Zürich, stellte an die
Order der Diffusion industrielle
S. A. in Genf ein franzö-
sisoh abgefasstes
billet a ordre aus. Auf Grund dieses
nach Verfall mangels Zahlung protestierten billet a
ordre verlangte die Remittentin Einleitung der Wechsel-
betreibung.
Das Betreibungsamt Zürich 6 stellte statt
dessen einen Zahlungsbefehl für die ordentliche Betreibung
Schuldbetreibungs. und KonkUl'Srecht. N° 11.
zu, weil es das billet a ordre nicht als Wechsel betrach-
.
tete. Die daher von der Gläubigerin geführte Beschwerde
wurde gutgeheissen
und das Betreibungsamt angewiesen,
den verlangten Zahlungsbefehl
zur Wechselbetreibung
zuzustellen. Dagegen rekurrierte die
Schuldnerin ohne
Erfolg.
Den Entscheid der obern Instanz vom 28. April
1944 zieht sie
an das Bundesgericht weiter, indem sie
an der Unzulässigkeit der Wechselbetreibung festhält.
Die 8chUldbetreibungs-und Konkurskammer
zieht
in Erwägung :
Streitig ist lediglich, ob das dem Betreibungsbegehren
zugrunde
liegende billet a ordre hinreichend als Wechsel
(Eigenwechsel) bezeichnet sei,
um als Grundlage einer
Wechselbetreibung zu dienen.
Das ist mit der Vorinstanz
zu bejahen.
Nach den bis zum 30. Juni 1937 geltenden Vorschriften
des
OR vom 14. Juni 1881 lautete die französische Be-
zeichnung
für Eigenwechsel freilich billet de change
(Art. 825 ff. aOR). Ein ( billet a ordre galt mangels
der Klausel ( de change nicht als Wechsel, sondern, wie
Art. 838 aORausdrücklich bestimmte, nur als wechsel-
ähnliches
Papier und war nach Art. 842 aOR der formellen
Wechselstrenge entzogen.
Die
seit 1. Juli 1937 in Kraft stehenden Vorschriften
des revidierten
OR vom 18. Dezember 1936 bezeichnen
nun aber den eigenen Wechsel französisch gerade als
billet a ordre (insbesondere Art. 1096 rOR). Sie folgen
damit der Ausdrucksweise des Abkommens über das
Einheitliche Wechselgesetz
vom 7. Juni 1930, dem die
Schweiz unter der Bedingung der Annahme eines entspre-
chendenGesetzes und mit bestimmten Vorbehalten bei-
getreten ist. Schon der Titel des Abkommens lautet in
der französischen Ursprache Convention portant loi
uniforme
sur les lettres de change et billets a ordre , was
in der von Deutschland, Esterreich und der Schweiz
gemeinsam festgelegten Übersetzung mit den Worten
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht.. N° 11. 41
Abkommen über das Einheitliche Wechselgesetz wieder-
gegeben
ist: Eidg. Gesetzsammlung 1937, französische
und deutsche Ausgabe je Seite 351. Dabei heisst lettre
de change der gezogene, billet a ordre der eigene
Wechsel. Das
war bereits die in Frankreich gebräuchliche
Benennung
laut den Art. llO ff. und Art. 187 ff. des
Code
de commerce. Dem erwähnten Titel der loi uni-
forme entspricht die überschrift des 4. Rapitels der
Wertpapiere im rOR (Art. 990 ff.) : ( De la lettre de change
et du billet a ordre , deutsch Der Wechsel , italienisch
Della cambiale edel vaglia cambiario (paghero) . Damit
stimmt dann auch die Benennung in den einzelnen Bestim-
mungen überein
.. Der Ausdruck billet a ordre ist somit
zur technischen Benennung des Eigenwechsels geworden.
Daher ist ein in französischer Sprache abgefasstes
billet a ordre nach dem revidierten OR nicht mehr
nur ein wechselähnliches Papier, und der Ausschluss der
Bestimmungen des SchKG über die Wechselbetreibung,
wie
ihn Art. 1151 OR vorsieht für Zahlungsversprechen,
die
im Texte der Urkunde nicht als Wechsel bezeichnet
sind ... (qui ne sont pas designoos dans le titre comme des
effets de change ... ), lässt sich nicht auf ein derartiges
billet a ordre beziehen. Dieses trägt eben die nunmehr
geltende französische Bezeichnung als Eigenwechsel; es
fällt
damit auch unter die ( effets de change , wozu heide
Arten von Wechseln gehören (und ausserdem der Check).
Nanh Art. 19 der Anlage II zum Abkommen über das
Einheitliche Wechselgesetz wäre
der Schweiz allerdings
freigestanden,
den Eigenwechsel französisch wie im bis-
herigen
OR billet de change zu benennen. Es wurde
jedoch vorgezogen, die internationale,
der bereits in
Frankreich verwendeten entsprechende Benennung zu
übernehmen. Jener Art. 19 der Anlage 11 zum inter-
nationalen Abkommen wurde nur in der Meinung vorbe-
halten, die deutsche
und die italienische Benennung
werden gleichfalls
bekannt zu geben sein (wie die Bot-
schaft des Bundesrates vom 27. Oktober 1931 betreffend
Sehuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 11.
die Genfer Abkommen über die Vereinheitlichung des
Wechselrechts
und des Checkrechts ausführt: Bundes-
blatt 1931 II 349 der deutschen und 350 der französischen
Ausgabe; damit übereinstimmend Kuhn in der Kom-
mission des Ständerates, Protokoll der Sitzung vom 5.
November 1931).
Der Bedeutungswandel des Ausdruckes
billet a ordre wurde im Nationalrat vom französischen
Referenten Aeby hervorgehoben (stenographisches Bulletin
NR 1932 Seite 35, rechte Spalte). Ob dessen Ansicht
zutrifft, dass
dorenavant, le billet de change et le billet
a ordre se confondent , d. h. dass der Eigenwechsel
nunmehr billet a ordre heisse, daneben aber wie bisher
auch billet de change heissen könne, ist hier nicht
zu prüfen. Jedenfalls kommt dem vorliegenden billet
a ordre der volle Wechselcharakter zu. Es war Sache des
Gesetzgebers, die Vorteile des Anschlusses
an die in
Frankreich hergebrachte und vom internationalen Ab-
kommen sanktionierte Benennung des eigenen Wechsels
gegen die Misshelligkeiten abzuwägen, die sich
daraus
im schweizerischen Wechselverkehr angesichts des über-
lieferten
und im neuen deutschen und italienischen Geset-
zestext auch festgehaltenen Sprachgebrauchs ergeben
können. Insbesondere
lässt sich ,bei Anwendung des
geltenden Rechtes keine
Rücksicht darauf nehmen dass
der Aussteller eines billet a ordre keine der fornellen
Wechselstrenge unterstehende Verpflichtung einzugehen
glaubte ; ein Irrtum, der zumal einem in der deutschen
oder italienischen Schweiz wohnenden Kaufmann unter-
laufen kann, wenn er von der Wechselklausel im
wörtlichen Sinne ausgeht, wie sie in der Schweiz für
deutsch oder italienisch ausgestellte eigene. gleichwie
gezogene Wechsel
nach wie vor gilt.
Demnach erkennt die Schuldbetreibungs-u. Konkurs-
kammer :
Der Rekurs wird abgewiesen.
t
I
I
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 12.
- Entscheid vom 1. Juni 1944 i. S. Delesscrt und Konsorten.
- Besohwerde wegen UnzulärJsigkeit eines Pjändungsanschlusses
mangels der hieffu geltenden Voraussetzungen nach Art. llO-
111 und allenfalls 145 SohKG. Die Besohwerdefrist (Art. 17
SohKG) läuft jedenfalls bei ungenügender Pfändung (Art. ll5
Abs. 2 SohKG) von der Zustellung der Pfändungsurkunde an,
worin die betreffende Betreibung als angesohlossen verzeiohnet
ist. Wird diese Frist versäumt, so steht bei Aufiegung des
Kollokations-und Verteilungsplanes (Art. 146-148 SohKG)
keine neue Frist für eine solohe Beschwerde offen.
- Eine Nachpjändung von Amtes wegen (Art. 145 SohKG) ist
nur dann vorzunehmen, wenn die Pfändung nach der amtliohen
Sohätzung (Art. 97 SchKG) genügend Deckung zu bieten
schien und sich diese Erwartung dann bei der VerwertunK
nioht erfüllte.
3., Tragweite des Beschwerdeentscheides. Art. 17 ff. SchKG. Die
Wegweisung einer Betreibung aus der Pfändungsgruppe bezw.
dem dafür aufgestellten Kollokations-und Verteilungsplan
durch Entsoheid der Aufsichtsbehörde wirkt zugunsten aller
an der Gruppe beteiligten Gläubiger, nicht nur des Besohwerde-
führers.
- Plainte tendant a faire deo1arer inadmissible 1a participation
d'un creancier a une saisie, faute des oonditions prevues aux
art. llO et III et subsidiairement 145 LP. La delai de p1ainte
(art. 17 LP) oourt -tout au moins en cas d'insuffisance des
objets a saisir -de Ja notifioation du' prooes-verbal de saisie
ou il est nientionne que la poursuite en question participe a
1a saisie. Si oe delai est expire et que l'etat de collooation ait
ete depose (art. 146-148 LP), auoune plainte n'est plus possible.
- On ne doit prooMer d'office a une saisie complementaire (art.
145 LP) qu'apres la realisation et s'il se revele alors qu'une
saisie qui avait paru offrir une garantie suffisante d'apres
l'estimation ne pnrmet pas en fait de satisfaire tous les crea.n-
ciers.
- portee de la dkision rendue BUr la plainte. Art. 17 et suiv. LP.
La deoision de l'autorite de surveillance en vertu de laquelle
une poursuite est exo1ue d'un groupe de creanciers ou de l'etat
de collocation, profite non seulement au p1aignant mais a
tous les creanoiers interesses.
- Reolamo per far diohiarare inammissibile la partecipazione
d'un creditore ad un pignoramento. non essendo soddisfatte
1e condizioni previste dagli art. II 0 e III ed eventualmente
145 LEF. Il termine di reolamo (art. 17 LEF) decorre -almeno
nel caso d'insuffioienza degli oggetti da pignorare -dalJa
notifica deI verbale di pignoramento ov'e menzionato che
l'eseouzione in parola partecipa al pignoramento. Se questo
termine e spirato e 1a graduatoria e stata depositata (art.
146-148 LEF), non e piu ammissibile alcun ricorso.
- Si deveprooedere d'uffioio ad un pignoramento complementare
(art. 145 LEF) soltanto dopo Ja realizzazione e se risulta cne
un pignoramento, ritenuto offrire u,na sufficiente garanz18