Adoption approval cannot be appealed to Federal Court by third party

BGE 70 II 191Coletânea oficial do Tribunal Federal (BGE) / Volume II2 de out. de 1941Inadmissible

Abrir fonte

Resumo

Jakolt-Scheidegger, an adopted daughter of Johann Scheidegger, challenged the municipal authorization of Scheidegger's later adoption of Hanna, arguing that the adoption lacked valid grounds and harmed her inheritance expectations. The Bernese Regierungsstatthalter initially upheld her complaint, but the Regierungsrat rejected it. On appeal, the Federal Court held that although cantonal law may provide for a higher supervisory authority and even allow third-party complaints, the Federal Court has no jurisdiction over such adoption-authorization disputes under the Federal Judicial Organization Act. It therefore did not enter into the appeal.

Regest

Art. 267 CC; Art. 56 ff. OG, Art. 86 OG: Die Bewilligung der Kindesannahme ist eine vormundschaftsähnliche, im kantonalen Recht der Bezeichnung und Ordnung nach überlassene Angelegenheit. Zulässig ist zwar nach kantonalem Recht eine Mitwirkung einer vorgesetzten Behörde und gegebenenfalls auch die Beschwerde Dritter an diese. Die Weiterziehung eines solchen Entscheides an das Bundesgericht ist jedoch mangels ausdrücklicher bundesrechtlicher Anfechtbarkeit ausgeschlossen; die Kindesannahme bildet keinen Zivilrechtsstreit im Sinne der Berufungsordnung. Eine bundesgerichtliche Überprüfung kommt nur in ausdrücklich vorgesehenen Fällen oder in einem eigenständigen Zivilprozess über den Bestand der Adoption in Betracht.

Texto completo

Markenschutz. N0 32. elements verbaux da deux marques mixtes, aussi bien que quand il s'agit de marques uniquement verbales, c'est leur. effet auditif. et visuel, le premier l'emportant d'ai1:leurs sur le second, car c'est le son du mot qui en general demeure dans la memoire de l'acheteur (RO 56 II 225 et les arrets cites). Or les deux dernieres syllabes de la marque de la recourante, fi-dor , sonnent exacte- ment comme la marque Figor ; la difference de la consonne intermediaire est sans importance. En ce qui concerne ces deux syllabes, le risque de coDfusion est donc certain. La syllabe initiale Ca ne suffit pas pour les distinguer. Comme c'est en Suisse romande que les deux maisons concurrentes sont etablies et y ont sans doute leur principal debouche, il y a lieu de tenir compte tout d'abord du fait qu'en franc;ais les mots comme Fi- gor et Ca:6.dor ont l'accent sur la derniere syllabe et non sur la premiere, de sorte que la syllabe ca n'a pas un pouvoir distinctif tras marque. D'autre part, comme 1a recourante l'admet elle-meme dans son memoire de recours,cette syUabe n'a pas davantage de signifi- cation propre et donnerait meme a penser qu' elle a eM choisie simplement pour eveiller, par combinaison avec la syllabe suivante, l'idee dU: produit, ce qui n'est pas non plus de nature A renforcer ce pouvoir. Tout au contraire, pourrait-on dire, car, quand on passera une commande, on demandera selon le cas ou un paquet de cafe Figor ou Un paquet de Cafidor , et l'on ne songera vraisem- b1ablement pas a dire un paquet de cafe Cafidor , parce que la ombinaison de Ca-fi determine dejA 1a naturede 1a marchandise. C'est avec raison par consequent que les premiers juges ont admis 1e risque de confusion des deux marques et qu'ils ont fait droit aux conclusions principales de la demande. Peu importe que, comine 1e pretend la recou- rante, la confusion ne se soit pas encore produite. TI est de jurisprudence constante, en effet, que 1a possibiliM d'une confusion suffit pour interdire l'usage d'nne marque (RO 40 II 287/8). I. EINLEITUNG ZUM ZGB. TITRE PRELIMINAIRE DU ce. VgL r. 39. Voir N° 39. H. PERSONENRECHT DROIT DES PERSONNES VgI. Nr. 44. -Voir n° 44. III.FAMILIENRECHT DROIT DE LA FAMILLE 33. Urteil der n. Zivilabteilung vom 4 .Juli 1944 i. S. .Jakolt-Seheidegger gegen Einwohnergemeinderat Huttwil und Genossen.

Be1Wrdliehe Enng zur Kindeaannahme (Art. 267 ZGB). AlJiällige Mitwirkung einer vorgesetzten l3ehörde nach kan- tonalem Recht. Kann au.ch eine Beschwerde von Drittper- sonen an die vorgesetzte Behörde zugelassen werden? Jeden- falls ist die Weiterziehung des Entscheides dieser Behörde an das Bundesgericht (mit Berufung oder zivilrechtlicher Beschwerde) au.sgeschlossen. Art. 56 fi., 86 OG. Adoption. Approbation de l:autoNM (art. 267 CO). TI appartient aux Cantons de prevoir l'intervention d'u,ne seconde au.torite hie- rarchiqu.ement su,perieu.re a Ja premiere. Un tiers a-t il qualite pour interjeter un recours a l'autorite su.p6rieure ! 11 ne peu. t en tout cas pas recourir au Tribunal federa!. ni par Ja voie du recours enreforme, ni par celle du recou.rs de droit civil, contra la dooision de l'au.toriM sup6rieu.re. (Art. 56 et su.iv. et 86 QJ.) 13 AB 70 11 -1944

Familienrooht. N° 33. Adozione. Autorizzazione: deU'aJUitorita (art. 267 CC). Spetta ai Cantoni di prevedere l'intervento d'una seconda autorita superiore aHa prima. Un terzo ha. veste per ricorrere all'auto- ritä. superiore f Non 'puo comunque ricorrere al Tribunale i'ederale controla decisione dell'autorita superiors, ne mediante ricorso in appello, ne mediante ricorso di dlritto civile (art. 56 e seg. ; 86 OGF): A. -Die Rekurrentin wurde von den Eheleuten Scheidegger-Bösiger in Huttwil auf erzogen und im Jahre 1912 adoptiert. Nach dem Tode seiner Ehefrau verhei- ratete sich der Adoptivvater im Alter von 76 Jahren mit einer Witwe. Im August 1942 adoptierte er deren Tochter Hanna. B. -Als die Rekurrentin im Oktober 1942 davon erfuhr, focht sie die vom Einwohnergemeinderat Huttwil hiezu erteilte Ermächtigung auf dem Beschwerdeweg an : Weder habe Johann Scheidegger der Stieftochter Hanna Fürsorge und Pflege erwiesen, noch liege ein sonstiger triftiger Grund zu deren Adoption vor. Diese Massnahme erkläre sich vielmehr nur als Akt der Rache ihr selbst gegenüber, mit dem Zweck, sie in ihren Erbanwartschaf- ten zu beeinträchtigen. O. -Der Regierungsstatthalter schützte die Beschwerde und hob den Ermächtigmlgsbeschluss des Einwohner- gemeinderates auf. Auf dessen Rekurs und nach An- hörung des Johann Scheidegger und der zweiten Adop- tivtochter Hanna wies dann aber der Regierungsrat des Kantons Bern am2!. April 1944 'dieBeschwerde der ersten Adoptivtochterab. D. -Diese hat gegen den Entscheid des Regierungs- rates Berufung (neben staatsrechtlicher Beschwerde) ein- gereicht. Das B'lI/rtdksgeriCkt ziekCinErU;ägung :

  1. . Die Kifidesannahme . erfolgt auf Grund. ein,er öffentlichen t1rltlihde mit Ermächtigung der zuständigen Behörde (M. i67 Abs. 1 ZUB). Diese hat die gesetz- lichen Voraussetzungen gemäss Art. 264-266 ZGB nach- Familien.rooht. N° 33.

zuprüfen. Ausserdem darf die Ermächtigung nur daD.ner teilt werden, wenn der Annehmende dem Kinde Fürsorge und Pflege erwiesen hat oder. andere wichtige Gründe vorliegen, und dem Kinde aus der Annahme kein Nachteil entsteht. Die Bezeichnung der zuständigen Behörde steht dem kantonalen Rechte frei (Art. 54 des Schlusstitels des ZGB). Es braucht nicht wie nach Art. 292 des Vorent-: wUrfes die Regierung zu sein. Nichts steht entgegen, die. Mitwirkung einer vorgesetzten Behörde vorzuschreiben, so dass allenfalls der Beschluss der ersten Behörde nur die Bedeutung eines :Antrages hat. Darum handelt es sich hier jedoch nicht. Vielmehr hat die Rekurrentin, nachdem sie zufällig (auf Anfrage) von der Ermächtigung vernommen, ein Recht auf Anfechtung oder -wenn man den Ermächtigungsbeschluss als rechtskräftig an,,: sieht. -auf Widerruf oder nachträgliche Aufhebung der Ermächtigung und damit der Kindesannahme in An., spruch genommen. .. Ob ein solches Vorgehen einer Drittperson sich mit der Ordnung der Kindesannahme im ZGB vereinbaren lässt,.kann dahingestellt bleiben ; ebenso, ob der Ermäch- tigungsbehörde oder einer ihr vorgesetzten Behörde zustellt, nachträglich die Ermächtigung zu widerrufen oder aufzuheben, sei es auf Antrag einer daraninteres,o sierten Person oder von Amtes wegen. Wie dem auch sei, undin welchem Sinne der Entscheid des Regierungs- rates ergangen sein möge, ist die Berufung an das Bundes- gericht ausgeschlossen. Es liegt kein Zivilrechtsstreit im Sinne der Vorschriften über die Bertifung (Art. 56 ff. OG) vor. Die Aufgabe der in Art. 2 )7 ZGB vorgesehenen Behörde hat Muptsächllch vormundschaftlichen Charak- ter (BGE 50 1274). Die Beschwerde gegen ihren Beschluss stellt sich lUcht als Einleitung eines Zivilrechtsstreites dar, im Unterschied etwa zu dem wenngleich vor Ver- waltungsbehörden ausgetragenen Streit zwischen Bluts- verwandten über Unterstützungsansprüche nach Art.

Fruniliellrooht. N0 33. 3.28 11. ZGB (BGE 58 II 443). Noch weniger lässt sich beim Einschreiten der Behörde von Amtes wegen von einem Zivilrechtsstreite sprechen. Dagegen liegt allerdings eine Zivilsache im weitern Sinrle vor. Solche Fälle, insbesondere im Gebiete des Vormundschaftsrechtes, unterliegen aber der Weiter- ziehung an das Bundesgericht -auf dem Wege der zivilrechtlichen Beschwerde -nur in den aundrücklich vorgesehenen Fällen. Art. 86 OG berücksichtigt die Kindesannahme nicht, entgegen den Entwürfen insbe- sondere demjenigen des Bundesrates mit Botschaft vom tl. Mai 1911 (Bundesblatt 1911 III 6011., 79 H.). Bei der , Beratung des Gesetzes wurde gefunden, in dieser Materie (wie auch noch in andern von den Entwürfen einbezoge- nen) bestehe kein Bedürfnis, .dieWeiterziehung an das Bundesgericht zuzulassen (Stenographisches Bulletin der Bundesversammlung, 1911, Nationalrat .27.2-273, Stände- rat 138). . Nicht ausgeschlossen ist freilich, dass das Vorliegen einer gültigen Adoption Gegenstand der Entscheidung in einem eigentlichen Zivilrechtsstreite wird : etwa' als Vor- frage; wobei nicht nur an die Aufhebungsklage nach Art . .269 ZGB zu denken ist, oder auch als Hauptfrage in einemStatusprozesse, der eben auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer gültigen Adoption geht. Eine solche Klage liegt aber hi !r nicht vor, weshalb auch nicht zu prüfen ist, ob die Rekurrentin zu deren Erhebung legitimiert wäre. Dem'flßfJk, erkennt da8 BUMesgerickt : Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

  1. Urteil der 11. ZivUabteUung vom 12. Oktober 19M i. S. Keller gegen ZiJHg eh. und S. 19S Vater8chaft Alimentationsoortrag. Anfechtung wegen Willensmail- gels nach Entdeckung des von der Mutt.er in der kritischen Zeit gehabten Mehrverkehrs. Die Grund1s.gen eines solchen Vertrages bestimmen sich nach den Umständen des Vertrags- schlusses. ZGB 303, 307 ff., OR 24 Ziff. 4. Patemitß. OooventWn alimentaire attaquee pour vice du consente- mentapres decouverte de relations sexu.ellesde lamereavecplu- sieurs individus pendant la periode critique. Les elements essene tiels d'une pareille convention se determinent d'apresles eircons- tanees de sa conelusion. (Art. 303, 307 et sv. ce ; 24 eh. 4 CO.) Patemita, convenzione alimentare impugnata per viziod volontil. dopo. Ja pnrta ehe e . avuro. relazlOn! sessuali ron pru uomml du,ranteIl penodo entlCO. Gli element) essenziali d'nna siffatta eonvenzionesi determinano secondo le circostanze della sua conclusione (an. 303, 307 e seg. CC; 24, cifra 4, CO). A. -Der Kläger, w.elcher der ledigen Sophie Zillig am
  2. Februar 1941 beigewohnt hatte, wurde am 16. Januar 1942 vom Vormundschaftsbeamten Ehrenbold aufgesucht. Dieser erklärte ihm, Sophie Zillig . bezeichne ihn als den Vater ihres am .2.2. Oktober 1941 geborenen Knaben Char- les, und nach ihren Angaben müsse er' der Schwängerer sein. Er legte ihm dar, was für Einreden er zu beweisen hätte, um sich einer Vaterschaftsklage zu erwehren, und fragte ihn, ob er etwa Dritte kenne; die mit der Mutter auch verkehrt hätten. Der Kläger vemeinte dies und unter- zeichnete den' ihm von Ehrenbold vorgelegten Vertrag, wonach er sich als Vater des Charles Zillig bekaIUlte und sich zur Zahlung von Fr. 300.-":" an die Mutter und monat- licher Alimente von Fr. 45.-an das Kind bis zu dessen vollendetem 18. Altersjahr verpflichtete. B. -Am 28. Februar 194.2 erklärte der Kläger den Ver:" . trag; der inzwischen von der Vormundschaftsbehörde na- mens des Kindes genehmigt worden wal'; als unverbindlich. Er sei am 16. Januar überrumpelt und zum Vertragsab- schlusse genötigt worden. Seither habe er sich über die Rechtslage erkundigt .. Er wolle nun sein Recht ausüben,

Palavras-chave

adoptionthird-party standingjudicial reviewcivil appealguardianship lawadmissibility