88 Bohuldbetreibungs-und Konkursreoht. N0 23.
pignoramento. Ne segne ehe per un credito dipendente
da un attestato di C renza di beni fallimentare la quota.
llo stipendio del debitore, ehe il giudice ha. rioonosciuta
oome
nuovobene a'sensi dell'art. 265 ep. 2 LEF, respin-
gendo l'eccezione di manca.to ritomo a migliore fortuna,
puo essere pignoram nelIa stessa. esecuzione soitarito per
un anno.
Sorge pero il quesito se la soluzione debba essern diversa
quando
il debitore, escusso in virtU d'un attestato di
earenza di beni fallimentare, ometta di oontesta.re il suo
ritomo a. migliore fortuna e, dato l'insufficiente rica.vo
deI pignoramento, sia di nuovo escusso in ba.se a.d un
seoondoattestato di earenza di beni.
La. risposta dev'essere negativa. Come fu sopra rilevato,
il seeondo attestato sostituisce il prima in ogni suo effetto
e
non muta quindi Ia speciale posizione giuridiC ehe il
prima ha. oonferita. al creditore. L'omessa oontestazione
deI ritorno
a migliore fortuna. rende possibile di pignorare
nelIa prima . esecuzione anche quei beniche non sono
nuovi
80' sensi deU'art. 265 ep. 2 LEF, ma non oonferisee
al secondo attestato di ca.reDZa di beni Ie caratteristiehe
proprie
ad un attestato rilaseiato in seguito a pignora-
mento
infruttuoso
Si
devono pertanto rivedere le norme saneite dalla
sentenza Wunderlin de112 setOOmbre 1930 (RU 56II1 138),
in eui il Tribunale federale, pur riconoscendo ehe, in linea.
di massima, l'omessa contestazione deI ritomo a migliore
fortuna
non da. 801 seeondo atOOstato di carenza di beni
un carattere diverso da quello deI prima (tant'e vero ehe
deve
portare la menzione di eonseeutivo ad UD attestato
di C renza di beni fallimentare), non ha pero tratto da
questo prineipio tutte le conseguenze 10giche, inquantoehe
ha ammesso ehe il secondo atOOstato eonferisce al ereditore
il diritto previsto dall'art. 149 ep. 3 LEF, metOOndo cosl
,1 debitore neU'impossibilita. di soUevare, nei sei mesi dopo
U rilascio deI seeondo attestato, l'eecezione di non possedere
uovi beni.
In oonereto non e oonOOstato ehe tutti i erediti in eseus-
Bohuldbetreibungs-und Konkursreoht (Zivilabteilungen). N0 24. 89
sione poggiano sn UD atOOstato di ca.renza di beni eonsecu-
tivo
ad un attestato di earenza di beni fallimentare e ehe
per ciaseun eredito e stato domandato il proseguimento
deU'esecuzione
80' sensi deU'art. 149 cp. 8 LEF. Per Ie
ragioni suesposte l'ufficio doveva rifiutare
di da eorso a quests. domanda.
2. -Come
l' Autorita. cantonale di vigilanza rileva, nel
fattispecie le eseeuzioni 74265 e 56411 promosse
dalla ditta
Achille Frigerio e Co ooncemono 10 stesso, identico eredito.
Formalmente
si e pero in presenza di due esecuzioni dis-
tinte, oosioohe I'Uffieio di Loeamo rilascera. alla creditrice,
in sostituzione di quelli in atti, due attestati di carenza di
beni, su eiascuno dei quali figurera. la sOOssa somma oorri-
spondente
allo seoperto effettivo del credito. Qualora Ja
ditta Achille Frigerio e Co oontinuasse a valersi eonoompo-
raneamente di questi due attestati, il debitore potrebbe
insorgere mediante opposizione.
La Oamera eaecuzioni e fallimenti pronuncia :
TI rioorso e ammesso. Di oonseguenza e annulato il
pignoramento effetuato il 17 luglio 1943 dall'Uffieio di
Loeamo nelle esecuzioni 65224, 74265, 564 II , 72011 e
72022.
H. URTEILE DER ZIVILABTEILUNGEN
ARR:mTS DES SECTIONS CIVILES
24. Urteß der 11. Zivilabteßung vom 16. Dezember 1943
i. S. Leble gegen Strlekler.
Aberkennung einer VerZU8tBckeinslordenmg.
Der Pfändungsverlustschein schafft keine Vermutung fm den
Bestand der Forderung; er ist nur ein Indiz hiefm .Änderung
der Rechtsprechung.
Dema.nde en liberation de dette fond ! BUr un a.cte de dMaut de
biens deIivre apres sa.isie.Cet a.cte ne fait pas presumer l'em-
tence de la. crea.nce, il n'en est qu'un indice. Cha.ngement de
jw.isprudence.
L'attesta.to di ca.renza di beni ri1asciato in seguito a pignoramento
infruttuosc non cres. la. presunzione dell'esistenza. deI credito,
m costituisce solo un indizio. Cambiamento di giurisprudenza..
90 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (Zivilabreilungen). N° 24.
A. -Am 31. Oktober 1902 stellte das Betreibungsamt
Zürich 3,
II. Abteilung, in der Betreibung Nr. 1827 des
G. Strickler gegen
Robert Lehle einen Pfändungsverlust-
scItein über Fr. 12,667.60 aus, auf dem der für Forderungs-
titel nebst Datum oder Grund der Forderung bestimmte
Platz keine Bemerkung enthält. Die Betreibungsakten aus
dem Jahre 1902 sind nicht mehr vorhanden.
B. -Mit diesem Verlustscheinnerwirkte sich der Erbe
Kaspar Jakob Strickler in der Betreibung Nr. 6825 des
Betreibungsamtes Zürich 3
am 23. Juni 1942 die proviso-
rische Rechtsöffnung, worauf Lehle
auf Aberkennung der
Forderung klagte, indem er behauptet, G. Strickler nichts
geschuldet zu haben. Wohl
habe er mit diesem näher
bezeichnete Geschäfte abgeschlossen, doch habe er dafür
nie Geld erhalten und sei auch aus Garantiepflicht nichts
schuldig geworden.
Der Beklagte bestreitet, dass die Ver-
lustscheinsforderung aus den vom Kläger angeführten
Geschäften entstanden sei. Richtig sei, dass der heutige
Beklagte
nicht wisse, worauf der Verlustschein beruhe.
O. -Das Bezirksgericht Zürich und das Obergerichi
haben die Klage mit Urteilen vom 27. Januar UT.d
Juni 1943 abgewiesen, weil es dem Kläger nicht gelungen
sei, die
durch den Verlustschein für den Bestand der For-
derung geschaffene Vermutung zu entkräften.
D. -Hiegegen reichte der Kläger Berufung ans Bundes-
gericht ein
mit dem Antrag, die K,lage sei zu schützen.
Da8 Bundesgericht zieht in Erwligung :
l. -Nach feststehender Praxis bewirkt die Parteirollen-
vertauschung
im Aberkennungsprozesse keine Umkehrung:
der Beweislast ; es hat nicht der Aberkennungskläger den
Nichtbestand, sondern der Aberkennungsbeklagte den
Bestand der Forderung zu beweisen. Dieser Beweispflicht
glaubt der Beklagte mit Vorlegen des Verlustscheines zu
genügen. Er beruft sich dabei auf BGE 26 II 485 ff., E. 3,
wo
dem Pfändungsverlustschein gemäss Art. 146 SchKG
qualifizierte Beweiskraft beigemessen wurde, so
dass es
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht (Zivilabreilungen). N° 24. 91
Aufgabe des Schuldners wäre, die durch den Verlustschein
geschaffene Vermutung
zu beseitigen.
a) Die in diesem Präjudiz vertretene Ansicht kann nicht
aufrecht erhalten werden. Wie auch es anerkennt, ist der
Pfändungsverlustschein bloss die amtliche Bescheinigung
darüber,
dass im Zwangsvollstreckungsverfahren beim
Schuldner keine oder keine vollständige Deckung
der For-
derungerzielt werden konnte (ebensoBGE 52III 131, E. 3).
Der Schuldner gibt bei der Ausstellung des Verlustscheines,
bei
der er gar nicht mitwirkt, keine auf das materielle
Rechtsverhältnis bezügliche Willenserklärung
ab. Die Aus-
stellung des Verlustscheines bewirkt deshalb keine Neue-
rung im Sinne des Art. 116 OR und schafft auch keinen
neuen Schuldgrund,
der neben dem alten ein selbständiges
Klagefundament abgeben würde.
Um dem Verlustschein
weitere Wirkungen beimessen zu können,
bedarf es posi-
tiver Gesetzesvorschriften. Diese erschöpfen sich, wenn
man von den betreibungsrechtlichen Folgen absieht, darin,
dass
die Forderung unverjährbar und unverzinslich wird
(Art. 149 Abs.
4 und 5 SchKG). Allerdings braucht das
Gesetz die Wendung, der Verlustschein gelte als Schuldan-
erkennung, fügt aber bei, als Schuldanerkennung im
Sinne des Art. 82 , d. h. als provisorischer Rechts-
öffnungstitel (BGE
52 III 131; 26 II 486/7). Wäre er
eine materielle Schuldanerkennung, so käme ih nicht
nur im Rechtsöffnungsverfahren, sondern. in jedem
Prozesse erhöhte Bedeutung zu. Diese
Wirkung verleiht
aber das Gesetz dem Verlustschein nicht ; es beschränkt
sie ausdrücklich
auf Art. 82 SchKG. Da im Aberkennungs-
prozesse wie bei einer ordentlichen Zivilklage
der materielle
Bestand der Forderung geprüft wird, die Parteien sich in
die Sache einlassen müssen, wäre es schwer verständlich,
wenn einer
Urkunde wie dem PIandungsverlustschein, der
selber kein Rechtstitel ist und auch keine Erklärung des
Schuldners über
die Existenz der Forderung enthält, quali-
fizierte Beweiskraft beigelegt würde. -Die
in BGE 26
TI 488 enthaltene Verweisung auf Art. 86 SchKG ist nicht
92 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht (ZiviJabteilungen). N0 24.
durchschlagend, weil der Schuldner durch Rückforderung
des bereits bezahlten Betrages die fordernde
Partei wird,
die,nach
der allgemeinEln Regel des Art. 8 ZGB den Nicht-
bestand der Forderung zu beweisen hat, aus der sie ihren
Rücnorderungsanspruch ableitet; im Aberkennungspro-
zesse
stützt hingegen der Gläubiger seinen Anspruch auf
den Bestand der Forderung.
b) Damit ist aber nicht gesagt, dliss der Pfändungsver-
lustschein überhaupt keine Beweiskraft besitzt. Er verur-
kundet,
dass der Schuldner in einer früheren Betreibung
keinen Rechtsvorschlag erhoben
hat, oder dass dieser durch
Rechtsöffnung oder
Urteil beseitigt wurde. In diesem Sinne
ist der Verlustschein zwar kein direkter Beweis, aber ein
Indiz für den Bestand der Forderung, dem der Richter
dann entscheidende Bedeutung beimessen wird, wenn sich
der Gläubiger infolge eines langen Zeitablaufes oder ähn-
licher Gründe in die Unmöglichkeit versetzt sieht, von
anderen Bewei8mitteln Gebrauch zu machen. In solchen
Fällen
hat der Schuldner, der keinen Rechtsvorschlag
erhoben oder keine
AberkennungskIage angestrengt hat,
die Folgen dafür, dass über die streitige Forderung nicht
rechtzeitig gerichtlich entschieden wurde, selber zu tragen.
2. -Im vorliegenden Falle kann aber diese Konsequenz
nicht gezogen werden, weil der Beklagte Seiner Bekauptung8-
pflicht nicht nachkam. 'Ober die Entstehung der Forderung
erklärt Strickler überhaupt nichts zu -wissen, und der von
ihm ins Recht gelegte Verlustschein gibt nicht einmal
Forderungstitel nebst Datum oder Grund der Forde-
rung an, wie es das in Art. 22 der Verordnung Nr. 1 des
Bundesrates über Schuldbetreibung
und Konkurs vom
18. Dezember 1891 und auch das gegenwärtig vorgeschrie-
bene obligatorische Formular
Nr. 15 bezw. Nr.36 verlangt
(AS Bd. 12, S. 429). Zu Unrecht wird vom Bezirksgericht
der Schuldner hiefür verantwortlich gemacht; ihm wurde
der Verlustschein nicht ausgehändigt ; aber selbst wenn er
diesen Mangel gekannt hätte, so wäre es nicht an ihm
gewesen, durch dessen Behebung die künftige Zwangsvoll-
Rechtliohe Sohutzmasanahmen für die Hotelindustrie. N0 26. 93
streckung gegen sich zu erleichtern. Da die Klageantwort
nicht substanziiert ist, müsste der Schuldller gegen den
Verlustschein den unmöglichen Beweis antreten, dass keiner
der praktisch denkbaren Titel oder Schuldgründe den strei-
tigen Anspruch
zu begründen vermöchte. Darauf hat der
Gläubiger kein Anrecht ; es muss ihm vielmehr zugemutet
werden, seine Forderung
a zu substanziieren, dass der
Schuldner erfahrt, auf welchen konkreten Sachverhalt sich
diese
stützt.
Dem1llJCh erkennt da8 Bundeagericht :
Die Berufung ist begründet, das angefochtene Urteil
wird aufgehoben und die Aberkennungsklage gutgeheissen.
8. ReehtHehe Sehntzmassnahm.en mr die Hotellndnstrle.
lesures Juridiques en faveur de I'industrle h6tellere.
ENTSCHEIDUNGEN DER SQHULD-
BETREmUNGS-UND KONKURSKAMMER
ARR:mTS DE LA CHAMBRE DES POURsuiTES
ET DES FAILLITES
25. Entseheld vom 12. oktOber 1943 i. S. Amtsersparnlskasse
Burgdorl.
Hotelsc1mtz, Verordnung des. Bundesrates vom 19. Dezember
1941.
- Weiterziehbarer Entscheid (Art. 40 Aha. 2 der Vo.).
Einstellung der Betreibunnn (Art. 42 der Vo.) :
a) Sie lässt eine vom Betreibungsamt verfügte Mietzinsen-
sperre (Art. 806 ZGB und 91 ft'. VZG) unberührt. Die Nach-
lassbehörde ist nicht befugt, in diese Sperre einzugreifen und
n Handha.'hl;mg dem Betreibungsamte zu entziehen.
b). W1l'kung der Emstellung a.uf neue Betreibu.ngen.