Sohuldbetreibungs. und Konkursreoht. N° 13.
dem Gemeinschuldner, der ja bis auf weiteres die gewöhn-
liche Verwaltung des
Frauengutes behält, verständigen
und allenfalls einer von ihm vorgeschlagenen und von
der ?;uständigen Behörde durch ErteiIung des in Frage
kommenden Wirtschaftspatentes unterstützten Art der
Benutzung zustimmen, mit der Massgabe, dass der Ertrag
zur Hälfte in die Konkursmasse fällt, wogegen den Ehe-
gatten Sigrist-Nyffeler überlassen bleibt, sich über die
andere
Hälfte auseinanderzusetzen.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer :
Der Rekurs wird gutgeheissen und die Verfügung des
Konkursamtes Nidwalden
vom 12. Januar 1942 auf-
gehoben.
13. Entscheid vom 3. März 1942 i. S. BiSaDg.
Arbeitsdienst ausserhalb des Wohnsitzes, Rechtsstillstand nach Art.
16 ff. j Art. 22
ter
der Vo. des BR vom 24. Januar 1941 über
vorübergnhende Milderungen der Zwangsvollstreckung: Keinen
RechtsstIllstand hat, wer sich am Arbeitsort aufhält und den
bisherigen Wohnsitz aufgegeben hat (analog Art. 48 SchKG).
Service de travail en dehors du domicile. Suspension des poursuites
conformement aux art. 16 et sv. et 22
ter
OOF du 24 janvier
1941 attenuant a titre temporaire le regime de l'execution
forcee. Pas de suspension lorsque le debiteur a abandonne son
domiciIe et sejourne au Heu OU il travaille (application analo-
gique de l'art. 48 LP).
Servizio del lavoro luori del domicilio. Sospensione dell'esecuzione
conformemente agli art. 16 e seg.jart. 22
ter
dell'Ordinanza
24 ennai ;, 1941 che mitiga temporaneamente le disposizioni
suH
eseCUZlOne forzata : La sospensione non pub essere invo-
cata dal debitore che risiede alluogo di lavoro e ha abbandonato
il domicilio fin qui avuto (applicazione analogetica dell'art.
48 LEF).
In der Betreibung Nr. 1241 des Betreibungsamtes
Rekingen gegen den
Bauarbeiter Hoffmann erhielt die
Gläubigerin
auf ihr Fortsetzungsbegehren Bescheid, der
Schuldner habe in Melchthal Arbeit angenommen und
müsse nun dort verfolgt werden. Das hierauf angesuchte
Betreiblingsamt
Kerns kündigte dem Schuldner die Pfän-
Schuldbetreibungs-und Konkur.srecht. No 13.
dung an, sistierte II .dann aber das Pfändungsverfahren
nach Empfang einer Mitteilung des Kriegs-Induatrie-
und Arbeitsamtes, wonach das Barackenlager Melchthal,
wo
der Schuldner arbeitet" als Bauplatz von nationalem
Interesse zu gelten hat; daraus schloss das Betreibungs-
amt, der Schuldner geniesse Rechtsstillstand gemäss Art.
16 ff. /Art. 22
ter
der Verordnung des Bundesrates vom
24. Januar 1941 über vorübergehende Milderungen der
Zwangsvollstreckung. Dieser Ansicht war auch die von
der Gläubigerin auf dem Beschwerdeweg angerufene
kantonale Aufsichtsbehörde. Gegen deren Entscheid vom
31. Dezember 1941 richtet sich der vorliegende Rekurs
der Gläubigerin mit dem, erneuten Antrag, ihr Pfändungs-
begehren sei
zu schütze:b.
Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer
zieht
in Erwägung :
Art. 22
ter
der erwähnten Verordnung (ErgäIl2 ung gemäss
Bundesratsbeschluss
vom 12. August 1941) schreibt vor:
Die Bestimmungen dieses Abschnittes (über den Rechts-
stillstand wegen Militärdienstes) gelten ferner
für die ihren
Dienst ausserhalb ihres Wohnsitzes leistenden Arbeits-
dienstpflichtigen
im' Sinne ... des Bundesratsbeschlusses
vom 17. April
1941 über den Arbeitseinsatz bei Bauarbeiten
von nationalem Interesse. II An die Verfügung der zu-
ständigen Behörde, dass es sich beim gegenwärtigen
Arbeitsplatz des Schtildnem um Bauarbeiten von atio
nalemlnteresse händelt, haben sich die Betreibungsbe-
hörden
zu halten. Det Zübilligung des Rechtsstillstandes
steht sodann weder die Hohe des vom Schuldner bezogenen
Lohnes noch
der Umstand entgegen, dass er angeblich
zufolge
freiwilliger Anmeldung zU diesem Arbeitsdienst
aufgeboten wurde. Dagegen
muss noch geprüft werden,
ob
der Schuldner nach wie vor in Rekingen Wohnsitz
habe oder nicht. Wenn ja, ist das Betreibungsarnt Rekingen
für die Fortsetzung der Betreibung zuständig geblieben,
und das C beim Betreibungsamte Kerns gestellte Fort-
AS 68 III -1942
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N0 14.
setzungsbegehren war. gar nicht zulässig, was ohne weiteres
zur Abweisung der Besohwerde der Gläubigerin führen
m.us
s
.
Wenn nein, so ist allerdings das Betreibungsamt
Kerns zuständig geworden, wie die Vorinstanz stillschwei-
gend annim.mt ;
aber in diesem Falle arbeitet der Schuldner
nicht ausserhalb seines Wohnsitzes und hat daher auch
den ihm von der Vorinstanz zugebilligten Rechtsstillstand
nicht. Gleiohwie
für den Betreibungsort, kommt als
Wohnsitz
auch für die Anwendung der in Rede stehenden
Bestimmung, als Voraussetzung
für den allfälligen Rechts-
stillstand,
nur der Ort in Frage, wo der Schuldner wirklich
den Mittelpunkt seiner Lebensbeziehungen h,at ; Art. 24
Abs. 1 ZGB
ist im Betreibungsverfahren naoh ständiger
Rechtspreohung
nicht anwendbar (vgl. BGE 65 III 105
oben). Ist Rekingen nicht mehr sein Wohnsitz (so etwa,
wenn keine festen Familienbande oder andere wesentliohen
Beziehungen den
Schuldner noch mit Rekingen verbinden),
so
ist entspreohend Art. 48 SchKG auf den mit dem Arbeits-
ort übereinstimmenden Aufenthalt abzustellen und der
Rechtsstillstand zu verneinen. Die Angelegenheit bedarf
ergänzender Feststellungen unter diesem Gesichtspunkt
und ist demgemäss zu neuer Behandlung und Entscheidung
an die Vorinstanz zu weisen.
Demnach erkennt die SchUldbetr.-u. Konkurskammer ;
Der Rekurs wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der
angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zu
neuer Beurteilung an die kantonale Aufsichtsbehörde
zurückgewiesen wird.
14. Sentenza 20 marzo 1942 nella causa Bisehofi'.
Anc.t;e
11.1 credinore or f';lor:i d'.Europa incombe l'obbligo
dl osservare 11 termme dl dlOOI glOrlll per la contestazione della
graduatoria (art. 250 LEF).
Auch. die ausserhalb Europas wohnenden Gläubiger müssen die
F!ist von zehn Tagen zur Anfechtung des Kollokationsplanes
einhalten (Art. 250 SchKG).
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 14. 51
Meme les creanciers qui habitent hors de l'Europe doivent observer
le delai da dix jours prevu pour 111. contestation de l'etat de
collocation (art. 250 LP).
Ritenuto in fatto :
A. -Nella procedura di liquidazione dell'ereditä. gia.-
cente deI defunto Carlo Bischoff l'Ufficio dei fallimenti di
Lugano pubblicava, il15 agosto 1941, la diffida d'insinuare
entro
un mese i crediti 80' sensi dell'art. 232 LEF, e, il
4 novembre 1941, l'amso di deposito della graduatoria.
II 2 gennaio 1942, I'avv. Antonio Riva, a Lugano
insinuava,
per inoarioo di Elsie, IIse e Carla Bischoff, a New-York, un credito di 105718 fchi. 70.
II 27 gennaio, l'Ufficio dei ,fallimenti di Lugano con-
testava questo oredito e assegnava all'avv. Antonio Riva
un termine di dieoi giorni per promuovere eventualmente
azione
davanti 801 giudice (art. 250 LEF).
B. -Insorgeva l'avv. Antonio Riva, chiedendo ehe
l'Ufficio dei fallimenti di Lugano fosse tenuto a oomuni-
care
la oQntestazione dei oredito in parola, con un termine
di almeno sessanta giorni
per agire in giudizio, 801 rappre-
sentante a New-York di Elsie, Use e Carla Bischoff, dal
quale egli aveva avuto soltanto l'incarico d'insinuare
il credito.
Con decisione 21 febbraio 1942 l'Autorita cantonale
di vigilanza respingeva il reolamo.
O. -L'avv. Antonio Riva ha inoltrato tempestivo ricorso
la Camera esecuzioni e fallimenti deI Tribunale federale,
rioonfermandosi nelle sue conolusioni.
Oonsiderando in diritto :
L'art. 232, cifra 2 in fine, della LEF dispone che per i
creditori dimoranti fuori
d'Europa l'ufficio pub prorogare
il termine delle insinuazioni dei loro orediti verso il fallito.
Quest'articolo
tieneoonto in una certa misura delle diffi-
oolta ehe derivano a taluni creditori dalla 10ro Iontananza.
Ma il legislatore non ha stabilito facilitazioni piu ampie,
cosioohe l'obhligo di osservare il termine di dieci giorni