Sehuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 15.
probable que :.les deux eommunaures suecessorales sont
formees des memes heritiers, les enfants des defunts,
en sorte que ron ne voit pas que des conflits d'interets
puissent surgir. Une autre eonsideration milite en faveur
de l'annulation des poursuites. Lorsque plusieurs co-
proprietaires
sont en faillite, la realisation forere, sous
une forme ou sous une autre, apparait inevitable et,
eomme aucune des administrations n'est appelre, par
preference a une autre, a proceder a la vente de l'im-
meuble lui-meme, il faut necessairement que la poursuite
en realisation de gage suive son cours. Il en est autrement
lorsque les sueeessions de plusieurs eoproprietaires ou
proprü3taires communs sont declarres en liquidation offi-
delle ; eette mesure tendant a eviter la realisation forere,
le but vise ne semit -pas attehlt si l'immeuble commun
devait neanmoins etre realise dans les formes de la pour-
suite.
Si, de par l'introduetion de la liquidation offieielle et
l'applieation par analogie de l'art. 206 LP, les creanciers
se
trouvent prives du droit de poursuivre en realisation
de
leur gage dans les formes ordinaires et peuvent de ce
fait
eprouver un prejudice, Hs conservent cependant la
faculte, pour sauvegarder leurs interets, de recourir aux
moyens de protection que leur reserve l'arret RO 47 III 10,
a savoir la plainte a l'autorite eompetente selon I'art. 595
ce et, le cas echeant, le recours de droit publie, ainsi que,
si la suecession se revele insolvable, la requete de faillite.
Par ces motifs,
la Chambre des poursuites et des faillites
du Tribunal fed6ral
admet le recours, casse la decision attaqure et annule
les poursuites dirigres contre les successions non partagres
de feu dame Romieux-Bos et de feu Renri Romieux.
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 16.
- Entscheid vom 16. April 19S8 i. S. Schenk.
Kosten der betreibungsamtlichen Liegenschaftsverwaltung bpj
Zinsensperre (Art. 806 ZGB, Art. 91 ff. VZG) gleich wie im
allgemeinen (Art. 102 a und 155 SchKG, Art. 16 ff. und 101
VZG) : sie sind mit Einschluss der Gebühren soweit möglich
ohne Vorschüsse des Gläubigers (ausser dem Vorschuss von
Fr. 5.-gemäss den Erläuterungen im Formular für das
Bet.reiblmgsbegehren, Rückseite, C, 2) aus dem Ertrage der
Liegenschaft zu decken, selbst wenn und solange die Betreibung
durch Rechtsvorschlag gehemmt ist.
Rückgriff des Grundeigentümers für die so bezogenen Gebühren
auf den betreibenden Gläubiger, falls sich die Betreibung oder
wenigstens die Zinsensperre durch den Prozess als ungerecht-
fertigt erwiesen hat. Die auch gegenüber dem Gläubiger end-
gültig durch das Betreibungsamt, eventuell durch einen Be-
schwerdeentscheid festgesetzte Gebührenrechnung bildet für
den rückgreifenden Grundeigentümer einen vollst.reckbaren
Titel im Sinne von Art. a SchKG.
La reglement des frais de l'administration de l'immeuble par
l'office, lorsque l'avis a 13M donne par celui-ci aux locataires
ou fermiers de payer les loyers en ses mains (an. 806 C. civ.,
91 et suiv. ORI), s'opere suivant les regles ordinaires (art. 102
al. 3 et 155 LP, 16 et suiv. et 101 ORI) : Ces frais, y compris
les emoluments, doivent etre couverts avec les revenus de
I'immetlble, meme si la poursuite a 13M suspendue par une oppo-
sition. A l'exception de la somme de 5 fr. prevue sous lettre C
chiffre 2 des ExpIications figurant au verso de Ia formule de
requisition de poursuitp, il faut eviter autant que possible de
demander des avances au creancier.
Recours du proprietaire contre le creancier pOlusuivant en raison
des emoluments payes par Iui Iorsque, a la suite d'un proces,
la poursuite ou du moins l'avis de l'office se revele injustifiec.
Le compte des emoluments arrete par l'office ou par l'autoriM
de surveillance a l'encontre du creancier constitue en faveur
du proprietaü-e de l'immeuble qui exerce son droit de recours
un titre executoire dans le sens de I'art. a LP.
La copertura delle spese di anuninistrazione dell'immobiJe da parte
dell'ufficio, quando quest'ultimo ha avvisato gli inquilini 0 gli
affittuari di versare in sue mani le pigiOlli 0 gli affitti (art. 806
(-'C, 91 e seg. RRF), si opera secondo le norme ordinarie (art. 102
cp. 3 e 155 LEF, 16 e seg. e 101 RRF) : queste spese, incIuse
Ie tasse, debbono essere soddisfatte coi redditi delI 'immobile,
anche se I'e. ;ecuzione e stata sospesa in seguito ad opposizione.
Eccettuata la somma di 5 fchi., di cui aHa lettera C ('ifra 2 delle
5,1,
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 16.
Spif"gazioni figuranti a tergo deI modulo per Ia domanda
di e8('Cuzione, bisogna evitare, per quanto 0 possibile, di ehia.
dere anticipi al creditore.
Regresso deI proprietario deH'immobile nei eonfronti deI creditore
proccdente per Ie tasse pagate da Iui allorche, in segnito ad
un proeesso, l'e;;eeuzione od almeno l'avviso dell'uffieio agli
inquilini od affittuari si appalesa ingiustifieato. Il conto delle
tasse stabilito dall'ufficio 0 dall'autorita di vigilanza nei eon
fronti deI ereditore costituisee a favore dei proprietario dell'im
mobile, ehe fa uso deI suo diritto di regresso, un titolo eseeu-
tivo a' sensi dell'art. a LEF.
Jean FlachsmanIl hat mit Betreibung vorn 31. Juli 1935
gegen Gottlieb Schenk dessen Liegenschaft als Grundpfand
in Anspruch genommen und Mietzinssperre gemäss Art. 806
ZGB verlangt. Das führte zur Verwaltung der liegen-
schaft durch das Betreibungsamt nach Massgabe von
Art. '94 VZG. Schenk schlug jedoch Recht vor, und die
Klage des Gläubigers wurde in letzter Instanz am 15. Sep-
tember 1937 zwar hinsichtlich der Forderung in bestimm-
tem Betrage geschützt, abgewiesen dagegen hinsichtlich
des
Grundpfandrechtes, der Mietzinssperre und der
Betreibungskosten. Das Betreibungsamt rechnete nun
mit dem Betriebenen in der Weise ab, dass ihm von
den eingezogenen Mietzinsen bloss der Überschuss
über den Betrag der Reparaturkosten, der weiternAus-
lagen sowie der Verwaltungsgebühren von rund Fr. 2000.-
zukommen soll. Mit der insoweit von den kantonalen Auf-
sichtsbehörden abgewiesenen. Beschwerde beantragt Schenk
ungekürzte Überweisung der vom Betreibungsamt einge-
zogenen Mietzinse, jedenfalls ohne Abzug der Verwal-
tungsgebühren.
Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer
zieht in Erwägung :
Die Betreibungskosten sind nach Art. 68 SchKG vom
Schuldner zu tragen, jedoch vom Gläubiger vorzuschiessen.
Wird die Betreibung nicht rechtskräftig, d. h. kommt es
nicht zur endgültigen Beseitigung eines allfälligen Rechts-
vorschlages, so führt die Vorschusspflicht zur endgültigen
Schuldhetreibungs. und Konkursrccht. N° 16.
Belastung des Gläubigers. Daraus folgt jedoch nichts für
die Art der Deckung des Aufwandes einer im Sinne von
Art. 94 VZG geführten betreibungsamtlichen Verwaltung.
Hiefür war das Betreibungsamt ungeachtet des Rechtsvor-
schlages nicht auf Vorschüsse des Gläubigers angewiesen.
Es war nach dieser Bestimmung berechtigt, dringliche
Reparaturen anzuordnen und aus den eingegangenen
Miet-
und Pachtzinsen die laufenden Abgaben für Gas,
Wasser,
Elektrizität und dergleichen, die Kosten für
Reparaturen, sowie Unterhaltsbeiträge nach Art. 103
Abs. 2 SchKG zu bezahlen . Dabei'muss es bleiben; denn
die Reparaturen sind der Liegenschaft zugute gekommen,
und die in Frage kommenden Abgaben und dergleichen
hat das Betreibungsamt, wenn überhaupt, so eben für den
Grundeigentümer
bezahlt, der sie dem Gemeinwesen
schuldet.
Dass ausserdem Verwaltungsgebühren des Amtes
aus den Zinseingängen zu decken seien, ist in Art. 94 VZG
nicht bestimmt. Doch kann es sich damit nicht anders
verhalten als bei der umfassenderen betreibungsamtlichen
Verwaltung, wie sie
im Fall einer Pfändung sowie in der
Pfandverw-ertungsbetreibung nach Stellung des Verwer-
tungsbegehrens platzgreift (Art. 16 ff. und 101 . VZG).
Gleichgültig ob die Pfändung allenfalls bloss eine vorläu-
fige ist, soll nach Art. 16 a. E. der Verordnung ein Vor-
schuss des Gläubigers für den Verwaltungsaufwand nur
gefordert werden, wenn die Verwaltung nicht genügend
Einnahmen verspricht. Demgemäss bestimmt Art. 22
daselbst,
dass der Erlös der Früchte wie äuch sonstige
Erträgnisse der Liegenschaft in erster Linie zur Bestreitung
der Verwaltungsauslagen und -kosten (sowie zur Ausrich-
tung von Beiträgen gemäss Art. 103 Abs. 2 SchKG) zu
verwenden sei. Dass auch bei der Zinsensperre gemäss
Art. 94 VZG der Gläbiger nur im Rahmen von Art. 16 a. E.
vorschusspflichtig sein soll, ,vas sich angesichts der ana-
logen Sachlage aufdrängt, wird bestätigt durch die Be-
grenzung der Vorschusspflicht auf Fr. 5.-für .. die. Fes
stellw1g der Miet-und Pachtverhältnisse und fur die mIt
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 l6.
Formular VZG Nr 5 zu erlassenden Anzeigen an die
Mieter
und PäGhter (so gemäss C, 2 der Erläuterungen auf
der Rückseite des Formulars für das Betreibungsbegehren,
das von der Schuldbetreibungs-und Konkurskammer
kraft Delegation durch das Gesamtbundesgericht aufge-
stellt worden ist und daher wie eine gemäss Art. 15 SchKG
erlassene Verordnung verbindlich ist; Geschäftsbericht
für 1921, S. 20). Diese Ordnung wahrt nicht nur das
Interesse des Staates, für seine Gebühren Deckung zu
erhalten; sie will auch dem Gläubiger die Ausübung der
ihm nach Art. 806 ZGB zustehenden Rechte nicht zu sehr
erschweren durch Vorschusspflichten, die ihn unter Um-
ständen (der vorliegende Fall ist ein Beispiel) zur Auf-
wendung beträchtlicher Summen nötigen müssten, wodurch
dem Betreibungsamt viel brachliegendes Geld zuflösse,
zumeist ohne dass diesem Nachteil entsprechende Vorteile
gegenüberstünden, daja ein Rechtsvorschlag in der Grund-
pfandbetreibng nur in einer kleinen Minderzahl der Fälle
sich als begründet erweist.
War das Betreibungsamt demnach berechtigt, wie die
Auslagen so
auch seine Gebühren für die Verwaltung aus
dem Liegenschaftsertrage zu beziehen, so kann es nicht
nachträglich zur Herausgabe der Deckung an den Grund-
eigentümer gezwungen werden, um dafür den betreibenden
Gläubiger zu belangen. Da aber dessen Zugriff auf das
Grundstück nach dem für die Vollstreckungsbehörden
massgebenden Zivilurteil unberechtigt war, ist er dem
Grundeigentümer zum Ersatze der vom Betreibungsamt
aus dem Grundertrage bezogenen Gebühren verpflichtet.
Auch dem Gläubiger gegenüber ist die Gebührenfest-
setzung verbindlich, sofern sie ihm zugestellt und binnen
gesetzlicher Frist nicht durch Beschwerde angefochten ist.
Sollte die Zustellung an ihn hier unterblieben sein, so wäre
sie nachzuholen, damit die Festsetzung in Rechtskraft
treten oder allenfalls durch einen Beschwerdeentscheid
ersetzt werden kann. Ist dies im reinen, so steht dem
Grundeigentümer für seinen Rückgriff hinsichtlich der
Schulduf'treibungs. und Konkursrecht. N0 17.
VerwaItungsgebühren, die keineswegs noch der gericht-
lichen
Nachprüfung unterliegen, ein Titel zur Erlangung
endgültiger Rechtsöffnung zu (BGE 24 I 81 Erw. 2 ; 54 I
166 ff. ; 62 III 14).
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer :
Der Rekurs wird abgewiesen.
17. Entscheid vom 3. Ka.i 19S8 i. S. Gass.
Altersrenten der Pensions-und Hilfskasse der SBB sind (be-
schränkt) pfändbar gemäss Art. 93 SchKG (Erw. 1), auch
in einer von der Pensionskasse selbst angehobenen Betreibung
(Erw. 2), trotz des in gleichem Umfange bestehenden Ver-
rechnungsrechtes der Kasse nach Art. 125 Ziff. 2 OR (Erw. 3).
Les pensions de retraite (rcntes de vieillesse) servies par Ia Caisse
de 8000urS et de pension des CFF sont partiellement saisis-
sables au sens de l'art. 93 LP (consid. 1) ; elIes le sont meme
dans une poursuite engagee par Ia Caisse elle-meme (consid. 2),
bien que celle-ci puisse, dans les memes limites, opposer au
debiteur la compensation selon l'art. 125 eh. 2 CO (consid. 3).
Le pensioni di vecchiaia corrisposte dalla Cassa pensioni e di
soccorso delle Strade ferrate federali sono parzialmente pigno-
rabili a' sensi dell'art. 93 LEF (consid. 1) anche se I'esecuzione
e promossa dalla cassa medesima (consid. 2), quantunque
quest' ultima possa opporre al debitore, negli stessi limiti,
la compensazione secondo l'art. 125 cifra 2 CO (consid. 3).
Der im Jahre 1875 geborene Hans Gass ist pensionierter
Beamter der Schweizerischen Bundesbahnen. Er hat von
der Pensions-und Hilfskasse eine Altersrente von Fr. 538
im Monat zu beanspruchen. Anderseits schuldet er der
Kasse den Restbetrag von etwa Fr. 5000 eines bei der
Pfandverwertung insoweit zu Verlust gekommenen Hypo-
thekardarlehens. In der dafür eingeleiteten Betreibung
hat das Betreibungsamt Basel-Stadt am 1. März 1938
mangels sonstigen
pfändbaren Vermögens des Schuldners
von dessen Pensionsansprucheinen Teilbetrag von Fr. 138
im Monat auf die Dauer eines Jahres gepfändet. Gass
beschwert sich
über diese Rentenpfändung, weil er den