Electricity liability does not cover construction accidents

BGE 60 II 59Coletânea oficial do Tribunal Federal (BGE) / Volume II19 de jan. de 1931Dismissed

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Resumo

The parents of Walter Sulzer sued the Swiss Confederation for damages and satisfaction after he was killed while erecting a telephone line that came into contact with a high-voltage line. The Federal Court held that Art. 27 ElG covers only accidents occurring in the operation of weak-current or high-current installations. Because the fatal accident happened during construction, the statute did not apply and the liability claim failed.

Regest

Art. 27 ff. ElG; scope of electricity liability for accidents during construction of installations: the statutory liability regime applies only to accidents and property damage occurring in the operation of weak-current or high-current installations, not to incidents arising in the construction phase. The clear wording excludes construction accidents; unlike the Railway Liability Act, the Electricity Liability Act contains no express extension to building works. Claims based on Art. 27 ElG therefore fail where the damaging event occurs while the installation is being erected (consid. 2).

Texto completo

Prozessrecht. Xo 12.

bedeutet. Der fundamentale Unterschied aber ist der,

dass dieser Effekt nicht die Folge eines autorativen Aktes

der Staatsewalt ist, sondern auf einem privatrechtlichen

Vertrag der Parteien beruht, durch den diese ihre Bezie-

hungen einer neuen Regelung unterwerfen. Diese bietet

aber für die materielle Richtigkeit keine grösseren Garan-

tien, als dies bei jedem andern Vertrag des Privatrechtes

der Fall ist. Denn die bIosse Beurkundung des Vergleiclles

durch das Gericht ersetzt dessen materielle überprüfung

nicht ; mit dem materiellen Inhalt des Vergleiches befasst

sich der Richter in der Regel wenigstens nicht. Nur

wegen der prozessualen Form, in die der Vergleich ge-

kleidet ist, ihn mit derselben Endgültigkeit und Unan-

fechtbarkeit auszustatten wie ein Urteil, kann aber un-

möglich der Wille des Gesetzes sein. Es muss daher ange-

nommen werden, dass Art. 78 Absatz 2 BZP trotz seines

allgemeinen

Wortlautes in Wirklichkeit nur die Gleich-

stellung hinsichtlich der Vollstreckbarkeit im Auge hat,

wie dies verschiedene kantonale Zivilprozessordnungen

deutlicher aussprechen, während die vertragliche Natur

der durch den Vergleich herbeigefülIrten Prozesserledigung

dadurch nicht berülnt wird. Als Vertrag zur Regelung

der privatrechtlichen Beziehungen der Parteien kann

aber auch der Vergleich aus. Gründen des Zivilrechtes

nichtig oder anfechtbar sein, und es muss alsdann auch

auf die Feststellung seiner Unverbindlichkeit geklagt

werden können (vgl. zu dies'er Frage: ROSENBERG, Lehr-

buch des deutschen Zivilprozessrechtes 3. Auflage 1931,

  1. 445 ff. insbes. S. 450, LEHMANN, Der Prozessvergleich
  2. 138 f., BGE 56. I S. 224). Gewisse, durch die eigen-

artige Natur des Vergleiches bestimmte Einschränkungen

bestehen dabei allerdings, auf die später einzutreten

sein wird.

An dieser vertraglichen Natur des Vergleiches mit allen

ihren Konsequenzen wird nichts geändert durch die

Tatsache, dass die Verhandlungen, die zum Vergleich

fülIrten, nicht ausschliesslich zwischen den Parteien ge-

fülIrt wurden, sondern dass die gerichtliche Instruktions- kommission dabei mitwirkte und verschiedene Vergleichs- vorschläge ausarbeitete, deren letzter dann von den Par- teien angenommen wurde. Einmal ist dieser Vorschlag nicht vom Gericht selbst, das zur Beurteilung des Streites berufen gewesen wäre, sondern von den mit der Prozess- instruktion betrauten Gerichtsmitgleidern ausgegangen. Södann stellt sich auch ein solcher richterlicher Vorschlag nicht als eine endgültige' Ansichtsäusserung über die Ansprüche dar, die rechtlich von einer Partei an die andere gestellt werden könnten, sondern soll, wenn schon die vorläufige Abschätzung des wahrscheinlichen Prozessaus- ganges dabei mit eine Rolle spielt, doch in erster Linie dazu dienen, den Rechtsfrieden zwischen den Parteien ohne eine urteilsmässige Erledigung herzustellen. Wie für die Parteien, so steht daher auch für den beim Vergleichs- abschluss mitwirkenden Richter nicht so sehr, wie beim Urteil, der Rechtsschutzgedanke im Vordergrund, als vielmehr eben dieses Streben nach der Herstellung des Rechtsfriedens. 13. Arret da 1a Ire SeeUon civile du 20 ferner 1934 dans la cause Perrollaz contre Societ8 des Meuniars da la Suisse romande. Le recours en reforme est irrecevable contre le jugement. d'un tribunal ordinaire qui admet la competence d'un tnbunaJ arbitral pour juger le litige (art. 58 et 56 OJ.). Attendu que la socieM demanderesse ,a actionne le defendeur par exploit du 4 septembre 1930 devant le Tribunal de premiere instance de Geneve aux fins de faire juger qu'il y avait lieu de constituer le tribunal arbitral prevu par une convention du 22 fevrier 1928 et de nommer trois arbitres charges de statuer sur diverses reclamations p6cuniaires qu'elle formait contre Perrollaz,.

Prozess:recht. X 13. que le defendeur a conelu a liberation, en deelinant la juridiction arbitrale parce qu'il ne serait plus membre de la Societe des :Meuniers et en soutenant subsidiairement ll'avoir adhere a ladite convention et, partant, a la elause compromissoire que par suite d'une erreur provoquee par le dol de la partie adverse, que, jugeant la' causa en dernier ressort, la Cour de .Justice civile du Canton de Geneve, par arret du 27 octo- bre 1933, a deelare la clause compromissoire valable en tous points et deboute le defendeur de son opposition a la procedure arbitrale, que le defendeur a recouru en reforme contre cet arret au Tribunal federal en reprenant ses conclusions, Considerant que, dans son arret du 23 mai 1933 en Ja cause City Cinema A.-G. contre Interna Tonfilm Ver- triebs-A.-G. (RO 59 II p. 187 et sv., J. des T. 1933 p. 567), le Tribunal federal a confirme sa jurisprudence instauree par l'arret RO 41 II p. 537 et SV., d'apres lequel n'est pas un jugement au fond au sens de l'art. 58 OJ combine avec l'art. 56 le jugement d'un tribunal ordinaire qui admet la competence d'un tribunal arbitral pour juger un certain litige, qu'un pareil jugement ne statue en effet point sur le fond de la contestation qui divise les parties, mais tranche une simple question de juridiction, . que la clausa compromissoire contenue dans une con- ...-ention a un caractere proceaural et que, par consequent, sa validite doit etre jugee en vertu du droit cantonal, qu'il n'y a pas de motif pour revenir sur cette juris- prudence qui concorde avec la maniere de voir des autres sections du Tribunal federal, le Tribunal jifUral declare le recoursirrecevable. EIektrizitätshaftpflicht. XO 14. V. ELEKTRIZITÄTSHAFTPFLICHT RESPONSABILlTE CIVILE EN :MATIERE D'INSTALLATIONS ELECTRIQUES 14. Auszug aus dem Urteil der II. Zivi1a.bteilung vom 9. Februar 1934 i. S. Sulzer-Geiger gegen Schweizerische Eidgenossenschaft.

EIe k tri z i t ä t s ha f t P f li c h t: Art. 27 fi. ElG gelten nur für Unfälle (und Sachschäden), die sich beim Betrieb und nicht auch für solche, die sich beim Bau von Stark- und Schwachstromanlagen ereignen. Am 23. April 1931 verunglückte in Safenwil der Sohn der beiden Kläger, Walter Sulzer, Elektriker. Sulzer hatte am 19. Januar 1931 mit der Kreistelegraphen- direktion III in Olten einen Vertrag abgeschlossen, durch den ihm Telephonfreileitungsbauten übertragen wurden. . Der Unfall ereignete sich, als Sulzer eine Leitung erstellte, die eine Hochspannungsleitung des aargauischen Elektrizitätswerkes kreuzen musste. Der Draht kam dabei mit der Hochspannungsleitung in Berührung, was den sofortigen Tod Sulzers zur Folge hatte. Mit der vorliegenden Klage verlangten die EItern Sulzers von der Eidgenossenschaft Schadenersatz und Genugtuung. A'U8 den Erwägungen : Die Kläger berufen sich für ihre Forderungen auf Art. 27 EIG. Allein diese Vorschrift gilt gemäss ihrem klaren Wortlaute nur für Unfälle, die sich beim B e tri e- be einer Schwach-oder Starkstromanlage ereignen. Von Unfällen anlässlich des Baues einer solchen Anlage ist darin nicht die Rede, im Gegensatz zum Eisenbahn- haftpflichtgesetz,das nach Art. I ausdrücklich sowohl

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