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BGE 6 I 131 ΓÇó Bankruptcy privilege denied for independent contractor’s snow-clearing fee
BGE 6 I 131Coletânea oficial do Tribunal Federal (BGE) / Volume I24 de jun. de 1874Dismissed
Heinrich Weber sought third-class bankruptcy priority for CHF 14 earned by clearing snow on the Nationalbahn line after a sudden snowfall. The mass administrator treated the claim as class VII because Weber was an independent tradesman, not a railway employee. Weber appealed, arguing that the payment was a wage within the meaning of the railway liquidation statute. The Federal Court rejected the appeal, holding that the wage privilege applies only to claims arising from a labor-service relationship and not to isolated work contracted by an independent contractor.
§ 38 Ziff. 3 des Bundesgesetzes vom 24. Juni 1874; Begriff der Arbeitslöhne im Eisenbahnkonkurs: Der Ausdruck ist eng auszulegen und erfaßt nicht jede Entschädigung für geleistete Arbeit, sondern nur Ansprüche aus einem Lohndienstverhältnis. Das Konkursprivileg beruht auf dem Abhängigkeitsverhältnis des Arbeiters zur Gesellschaft und der typischen Bedürftigkeit der Arbeiterschaft. Ein selbständiger Gewerbetreibender, der lediglich eine einzelne Arbeit gegen pauschales Entgelt übernimmt, kann das Privileg nicht beanspruchen (E. 1 f.).
Arbeiter. Der Rekurrent bittet demgemäß, seine Forderung in die III. Klasse zu verweisen. Dagegen beantragt der Massa verwalter in seiner Rekursbeantwortung: das Bundesgericht wolle 1. den Rekurs abweisen; 2. dem Rekurrenten die Gerichts kosten und eine angemessene Prozeßkostenentschädigung an die Masse auferlegen. Das Bundesgericht zieht in Erwägung: