Patent invalidity as defense; admissibility of private opinions

BGE 58 II 56Coletânea oficial do Tribunal Federal (BGE) / Volume II23 de ago. de 1923

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Resumo

In an appeal in a patent infringement dispute over an automatic mercury temperature switch, the Federal Court addressed three procedural and substantive points: patent nullity may be raised by way of defense; private expert opinions are admissible on appeal if they contain general technical and legal discussion; and the combination invention’s novelty and inventive character were affirmed. The excerpt does not contain the full dispositive part of the judgment.

Regest

PatG Art. 1 Ziff. 1 und 4; OG Art. 80; patent nullity may be invoked by way of exception in infringement proceedings; private expert opinions are admissible on appeal when they contain general technical and legal argument rather than merely new factual allegations. For combination inventions, novelty and inventive character are assessed by comparison with earlier combinations and the overall technical effect; the existence of a foreign patent grant may be an additional indicium in favour of patentability, though not conclusive.

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56 Prozessreeht. No 10. Da die erwiesene ausdrückliche Willensübereinstimmung und die genannten Indizien zur Annahme des Snielcha rakters genügen, braucht auf die von der Vormstanz herangezogenen Indizien nicht eingetreten zu werden. Demnm;h erkennt das Bundesgericht: Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Ober- gerichtes des Kantons Luzern von 4. Dezember 1931 wird bestätigt. III. PROZESSRECHT PROCEDURE 10. Ausz11g aUI dem UrteU der I. Zivilabteüung vom 16. Fsbn !' 1932 i. S. Stepllani c. Aluf. S t r e i t wer t b e r e 0 h nun g bei Sohadenersatzklagen mit Rektifi.ka.tionsvorbehalt gemäss Art. 46 Abs. 2 OR. Das Bundesgericht hat in seiner Praxis zum alten Fabrikhaftpflichtgesetz den Grundsatz aufgestellt, dass ein Rektifikationsanspruch bei der Bemessung des Streit .. wertes nicht mitzuberücksichtigen sei, wenn der Wert des bezüglichen Anspruches - as auch hier unterblieb - nicht in einer bestimmten Geldsumme bemessen wurde (vgt"BGE 27 II S. 654 f; WEIss,Berufung S. 74 a). Dieser Grundsatz ist analog auch auf den in Art. 46 Abs. 2 OR vorgesehenen Nachforderungsanspruch anzuwenden. Erfindungsschutz. No 11. IV. ERFINDUNGSSCHVTZ BREVETS D'INVENTION

  1. Auszug a118 dem Urteil der I. ZivilabteUung vom 20. Januar 1932 i. S. Fr. Sauter A.-G. c. Bretscher Oie. P a t e n t ver let z u n g skI a g e. Die Nichtigkeit eines Patentes mangels Neuheit und Erfindungs. charakters kann auch einredeweise geltend gemacht werden (Erw. 1). In Patentprozessen ist die Einreichung von Privatgutachten im Berufungsverfahren statthaft, wenn sie allgemeine techni- sche und Rechtserörterungen enthalten. OG Art. 80 (Erw. 2). Kom bin a t ion s e r f i n dun g : Temperaturschalter für Boiler mit Quecksilberschaltröhre. Wesen der Kombination und Formulierung der Frage nach der Neuheit der Kombi. nation im konkreten Fall (Erw. 3). Vergleich mit frühern Kombinationen hinsichtlich der Neuheits- zerstörung (Erw. ö und 8). Bestätigung der Bejahung der Neuheit und des Erfindungscharak. ters durch den Umstand, dass das deutsche Patent erteilt worden ist (Erw. 10 und 11 in fine). Erfindungshöhe einer kleinen, praktisch brauchbaren und billigen Mechanik ohne g r 0 S s e schöpferische Idee (Erw. 11). Pat. Ges. Art. 1 Ziff. 1 und 4. A. -Die Klägerin, Fr. Sauter A.-G., meldete am
  2. August 1923' beim eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum die Erfindung eines automatischen Queck- silbertemperaturschalters mit folgendem Patentanspruch an: (e Temperaturschalter mit Quecksilberkippschalter- röhre, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertra- gung der Dehnung eines durch die Temperatur beeinflussten Organes auf einen die Quecksilberkipp- schalterröhre tragenden Kipphebel mindestens ein genannte Dehnung in's Grosse übersetzender Zwi- schenhebel und zwischen diesem und dem Kipphebel

Palavras-chave

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