Heirs and co-heirs must be named individually in enforcement

BGE 51 III 98Coletânea oficial do Tribunal Federal (BGE) / Volume III17 de jul. de 1924Other

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Resumo

The Federal Tribunal issued a circular to cantonal debt collection offices stating that in enforcement proceedings brought by an inheritance community or co-ownership community, collective labels such as 'heirs of X' are insufficient. All enforcing creditors must be named individually, because such communities are neither legal persons nor partnership firms. For debtor designation, a request against 'the heirs of X' is likewise ambiguous: if the heirs are pursued personally, each must be named and separately served; if the estate is pursued as such, one payment order may be served on a representative heir. Offices were instructed to reject ambiguous requests and demand clarification before issuing payment orders.

Regest

Art. 602 ZGB, Art. 336 ZGB, Art. 70 SchKG, Art. 49 SchKG; designation of parties in debt enforcement against inheritance and co-ownership communities. Collective designations are insufficient where the legal subject of the enforcement is not clearly and unambiguously identified. Inheritance communities and co-ownership communities are neither legal persons nor partnership firms; therefore, all enforcing creditors must be named individually, even if one member is designated as head or representative and irrespective of any commercial register entry. For debtors, the designation 'heirs of X' is ambiguous: personal enforcement requires separate summonses against each heir, whereas estate enforcement permits service on one representative heir only. The debt collection office must clarify the creditor’s intent before issuing the payment order.

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98 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 26. U. KREISSCHREIBEN DES GESAMTGERICHTS N° 16. C IRCULAIRE DU TRIBUNAL FEDERAL. N° 16. 26. Xreisschreiben Nr. 16 vom 3. A.pril 19S5. Gläubigerbezeichnung bei Betreibungen, die von einer Erb- gemeinschaft resp. Gemeinderschaft eingeleitet. werden. Schuldnerbezeichnung bei Betreibungen gegen eme Erb- schaft. Wir haben uns schon früher dahin ausgesprochen, dass eine Betreibung, in der das Subjekt, für das die Betrei- bung durchgeführt wird, nicht klar und unzweideutig bezeichnet wird, nichtig und daher jederzeit von Amtes wegen aufzuheben sei (vgl. AS 43 IU S. 177 f.). Dies gilt auch für den Fall, wo für eine Mehrheit von Gläu- bigern Kollektivbezeichnungen verwendet werden, es wäre denn, dass es sich um eine Gesellschaftsfirma (eine Kollektiv-oder Kommnnditgesellschaft) handelt, unter der die in Frage stehenden Gläubiger nach dem Zivilrecht als Inhaber eines besonderen Gesellschafts- vermögens Rechte erwerben und Verbindlichkeiten ein- gehen, vor Gericht klagen und verklagt werden können. Es kommt oft vor, dass Erb eng e m ein s c h a f- te n gemäss Art. 602 ZGB oder Ge me i nd e r- s c h a f t e n gemäss Art. 336 ZGB bei Anhebung von Betreibungen sich blosser Kollektivbezeichnungen be- dienen wie : X's Erben , Erben des X)), Erbschaft X)), Erbengemeinschaft X ll, Gemeinderschaft u. a. Wir haben uns nun in einem neulichen EntscheIde (in Sachen Gebr. Keller Kons. gegen das Betrenungs amt Luzern vom 5. März 1925, AS51 UIS. 57f.) dahm aus- gesprochen, dass sowohl bei Erbengemeinschaften gemnss Art. 602 ZGB als auch bei Gemeinderschaften gemass Sehuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 26. 99 Art. 336 ZGB derartige Kollektivbezeichnungen, da es sich hiebei weder um juristische Personen noch um Gesellschaftsfirmen (Kollektiv-oder Kommanditgesell- schaften) handelt, u n gen ü gen d seien und dass die betreibenden Gemeinder alle einzeln aufzuführen seien und zwar selbst dann, wenn einnr derselben gemäss Art. 341 ZGB als Haupt und damit als Vertreter der Gemeinderschaft bezeichnet worden ist. Auch spielt ein allfälliger Eintrag der Gemeinderschaft im Handels- register für diese Frage keine Rolle. Da Betreibungen, die unter Missachtung dieser Vor- schrift eingeleitet wurden, wie bereits bemerkt, n ich - tig und daher jederzeit von Amtes weg e n auf z u heb e n s i n d, ersuchen wir Sie, die Betreibungsämter Ihres Kantons - unter ausdrück- lichem Hinweis auf die schweren Folgen, die die Nicht- beachtung dieser Vorschrift für die betreibenden Gläu- biger nach sich zieht -anzuhalten, nur noch Betrei- bungsbegehren entgegenzunehmen, auf denen die be- treibenden Gläubiger a 11 e ein z ein aufgeführt sind. Bei diesem Anlass möchten wir auch noch auf eine weitere Ungenauigkeit hinweisen, die sich häufig in den Betreibungsbegehren bei der Bezeichung des be- triebenen S c h u I d n e r s vorfindet und deren sofor- tige Abklärung durch das Betreibungsamt, vor Erlass des Zahlungsbefehls, zur Vermeidung von U nzukömm- lichkeiten absolut notwendig erscheint. Wenn Betreibungsbegehren nur gegen die Erben des X)) oder X's Erben eingereicht werden, so ist dies eine ungenügende Bezeichnung des Schuldners, sofern die Erben persönlich betrieben werden wollen. Diese sind vielmehr mit Namen speziell zu bezeichnen, damit einem jeden nach Vorschrift von Art. 70 SchKG ein besonderer Zahlungsbefehl zugestellt werden kann. Nur wenn die Erbschaft als solche gemäss Art. 49 SchKG betrieben werden will, genügt die Zustellung ein e s Zahlungsbefehls an einen der Erben. Ob aber AS 51 III -1925

100 Schuldbetreibungs-und Koakurarecht. N° 26. die Absicht des Gläubigers auf das eine oder andere gehe, ist aus der biossen Bezeichnung der Erben des X nicht mit Sicherheit zu entnehmen. Die Betreibungs- ämter sind daher anzuweisen, solche Begehren in Zu- kunft zurückzuweisen und eine gen aue Erklärung darüber zu verlangen, ob die Erbschaft als solche oder BUf ein- zelne Erben betrieben werden wollen und im ersteren Falle erst nach Angabe desjenigen Erben, der als Ver- treter der Erbschaft zu behandeln ist, im letzteren Falle erst nach Angabe der genauen Bezeichnung jedes ein- zelnen der belangten Erben, den resp. die Zahlungs- befehle zu erlassen. 1 t OfDAG Offset-, formular-und fotodruck AG 3000 Bem l Schuld1JeLrtibuls-und IOHursnchl Pomuitt eL faillit.e.

ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULDBETRElliUNGS- UND KONKURSKAMMER ARRm DE LA CHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAlLLlTES 27. Anit du 15 mai l!!5 dans la cause SchhDppi. Contra! d' assurance: La liquidation de la part afferente a l'un des conjoints dans un contrat d'assurance mixte sur deux tetes. conclu par deux epoux doit s'effectuer, par analogie, suivant les regles prevues pour le cas de eaJisar- tion de parts de communaute. A. -Le 19 avril 1919, les epoux Schlreppi-Velen ont contracte' aupres de La Genevoise ll. compagnie d'assurance sur la vie, une assurance mixte' sur deux tetes avec participation aux benefices . Aux' termes de la police, la compagnie, moyennant le versement d'une prime annuelle de 567 fr. 20, s'engageait a payer aux epoux Schlreppi la somme de 10,000 fr. le 2 avril 1939, s'ils etaient encore en vie acette date, ladite omme devenant toutefois exigible au cas de' predeces de run d'eux et devallt etre alors immediatement payee au survivant, ou a defaut aux enfants des contraetants . Lucien Schlreppi a ete declare en: etat de faillite le 17 juillet 1924. La police a ete portee a rinventaire pour une valeur ile rachat de 1532 fr. AS 51 III -1925

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