Continuation of invalidity pension; costs awarded against IV office

200 2015 93Tribunal Administrativo18 de jun. de 2015Granted

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Resumo

The Bern Administrative Court, sitting as a single judge, upheld the insured person's complaint against the IV office's decision of 16 December 2014. It amended the decision and ordered the continuation of the invalidity pension at the previous monthly amount of CHF 1,966 from 1 October 2014, with inflation adjustment from 1 January 2015. The court also imposed CHF 200 in procedural costs on the IV office, ordered reimbursement of the CHF 700 advance payment after finality, and awarded party costs of CHF 1,109.10 to the appellant.

Regest

Art. 84a VRPG; Art. 57 Abs. 4 GSOG; continuation of invalidity pension and cost consequences in single-judge proceedings. Where the parties jointly request it, the administrative court may decide as a single judge. If the complaint is upheld, the contested administrative decision is to be amended accordingly and the respondent bears the procedural costs. The successful party is entitled to party costs, which may be fixed by the court including disbursements and VAT. A provision allowing the judgment to be notified without reasons may be combined with the reservation that a party requesting a full written judgment may be charged additional costs (consid. 1-2).

Texto completo

200 15 93 IV

MAW/PES/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 18. Juni 2015

Verwaltungsrichter Matti

Gerichtsschreiber Peter

A.________

vertreten durch B.________, Fürsprecher C.________

Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern

Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. Dezember 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2015, IV/15/93, Seite 1

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

Gemäss Art. 84a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) kann das Verwaltungsgericht sein Urteil ohne Begründung eröffnen. Dabei ist den Parteien Gelegenheit zu geben, innert 30 Tagen seit Eröffnung eine vollständige Ausfertigung des Urteils zu verlangen, was allerdings die Auferlegung von Verfahrenskosten an diejenige Partei, die eine vollständige Begründung verlangt, nach sich zieht.

Es liegt ein gemeinsamer Antrag der Parteien vor, weshalb gemäss Art. 57 Abs. 4 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) die einzelrichterliche Zuständigkeit gegeben ist.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 16. Dezember 2014 insoweit abgeändert, als die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, der Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2014 die Invalidenrente in bisheriger Höhe (Fr. 1‘966.--, mit Teuerungsanpassung ab 1.1.2015) weiter auszurichten.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. Die nachträgliche Auferlegung weiterer Verfahrenskosten an diejenige Partei, die eine vollständige Begründung verlangt, bleibt vorbehalten.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘109.10 (inkl. Auslagen und MWSt.) zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):

B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (zusammen mit der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 17. Juni 2015)

IV-Stelle Bern

Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter:Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.

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