Appeal dismissed for insufficient reasoning and missed deadline

200 2014 427Tribunal Administrativo22 de mai. de 2014Dismissed

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Resumo Omnilex

The insured person appealed a cantonal social insurance non-entry decision after beco had refused to consider his late objection against an 8-day unemployment insurance suspension. The court held that the appeal itself did not satisfy the statutory reasoning requirement because it only attacked the merits and not the non-entry decision. It also found that no opportunity to cure the defect was needed, since the file clearly showed the objection was filed after the deadline despite a renewed service and explicit notice of the running appeal period. The appeal was therefore dismissed insofar as it could be entered into, with no costs or party compensation.

Sumário Omnilex

Art. 61 lit. b ATSG; admissibility of a complaint against a non-entry decision and cure of formal defects; a cantonal appeal must contain a concise statement of facts, a request for relief, and a case-related reasoning directed against the challenged decision. A submission that merely addresses the substantive merits of the underlying dispute, without engaging with the non-entry ruling, does not satisfy the reasoning requirement (consid. 1). Although an opportunity to remedy formal deficiencies is generally to be granted, it may be dispensed with where the file unmistakably shows that the underlying remedy was filed out of time despite renewed service and express notification of the running deadline (consid. 2). In such circumstances, the non-entry decision is to be confirmed and the appeal dismissed as manifestly unfounded.

Texto completo

200 14 427 ALV

MAW/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 22. Mai 2014

Verwaltungsrichter Matti

Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________

Beschwerdeführer

gegen

beco Berner Wirtschaft Arbeitsvermittlung Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern

Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 31. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2014, ALV/14/427, Seite 1

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

Mit Verfügung Nr. … vom 22. Januar 2014 hat das beco A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) für acht Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

Diese eingeschrieben zugestellte Verfügung hat der Versicherte nicht abgeholt, weshalb sie ihm am 13. Februar 2014 mit A-Post nochmals zugestellt wurde, verbunden mit dem Hinweis, dass die Einsprachefrist am Tag nach Ende der Abholfrist zu laufen begonnen hat.

Auf die am 5. März 2014 persönlich überbrachte Einsprache trat das beco mit Entscheid vom 31. März 2014 nicht ein, mit der Begründung, die Rechtsmittelfrist sei am 3. März 2014 abgelaufen und die Einsprache deshalb verspätet.

Mit Beschwerde vom 4. Mai 2014 führt der Versicherte aus, der Abholschein müsse ihm in eine Zeitung oder „sonst was“ gerutscht sein, da er diesen nie zu Gesicht bekommen habe. Er finde es nicht korrekt, dass ihm wegen dem um zwei Tage verspäteten Einreichen der Einsprache „die volle Strafe verhängt“ werde.

Der Instruktionsrichter hat beim beco die Akten ediert.

Die Beschwerde muss eine gedrängte Darstellung des Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten (Art. 61 lit. b des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG; SR 830.1]), wobei gegen vor-instanzliche Nichteintretensentscheide erhobene Beschwerden, die sich – ungeachtet eines allenfalls vorhandenen Antrags – lediglich mit der materiellen Seite des Streitfalles befassen, dem Erfordernis einer sachbezogenen Begründung nicht genügen (BGE 123 V 335 E. 1b S. 337).

Da die vorliegende Beschwerde diese Formerfordernisse nicht erfüllt, kann darauf nicht eingetreten werden.

Art. 61 lit. b ATSG gebietet zwar, der Beschwerde führenden Person eine angemessene Frist zu Verbesserung der Beschwerde einzuräumen.

Darauf kann indessen im vorliegenden Fall verzichtet werden, weil sich aus den eingeholten Akten ohne weiteres ergibt, dass der Beschwerdeführer die Einsprachefrist verpasst hat, obschon ihm die Verfügung nochmals zugestellt wurde und er dabei ausdrücklich auf die laufende Rechtsmittelfrist hingewiesen worden ist. Auf die Einsprache ist deshalb zu Recht nicht eingetreten worden.

Aus dieser Überlegung muss die Beschwerde ohne weiteres abgewiesen werden, selbst wenn trotz ungenügender Begründung darauf eingetreten wird.

Für diesen kostenlosen Entscheid (Art. 61 lit. a ATSG) besteht einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

  • A.________

  • beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung

  • Staatssekretariat für Wirtschaft - seco

Der Einzelrichter:Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.

Palavras-chave

unemployment insurancenon-entry decisiondeadlinereasoning requirementappeal admissibilityformal defectcosts

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal met the formal reasoning requirements under Art. 61 lit. b ATSG

Decisão extraída

The appeal did not contain a sufficient, case-focused legal reasoning and therefore could not be entered into.

Fundamentação extraída

The submission dealt only with the merits and did not address the challenged non-entry decision in a reasoned way.

Questão jurídica principal

Whether the respondent correctly declined to enter into the objection as time-barred

Decisão extraída

The non-entry decision was correct because the objection period had expired before the objection was filed.

Fundamentação extraída

The file showed that the insured person had been redelivered the decision and expressly informed that the appeal period was running; no improvement period was deemed necessary.

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