Social assistance suspension: appeal dismissed on suspensive effect

200 2014 148Tribunal Administrativo20 de mar. de 2014Dismissed

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The appellant challenged a Bern-Mittelland district authority interim order that had upheld the municipality’s withdrawal of suspensive effect in a social assistance dispute. The Administrative Court held that only the suspensive-effect issue was before it; broader requests, including on the merits and legal aid, were outside the subject matter. The complaint about delay in a related proceeding became moot after the lower authority issued a decision in that matter. On the merits, the court found the withdrawal of suspensive effect justified and dismissed the appeal. No costs or party compensation were awarded, and the file was returned to the lower authority.

Sumário Omnilex

Art. 68 VRPG; withdrawal of suspensive effect in social assistance proceedings; scope of review. A challenge to an interim order concerning only suspensive effect does not open review of the underlying merits or of ancillary requests outside the object of the dispute. A delay complaint becomes moot once the authority has decided the pending matter. The withdrawal of suspensive effect is upheld where the authority shows, in a concrete assessment, that the measure is suitable, necessary and proportionate as the mildest effective means, and where the prospects on the merits do not militate against it. Costs may be waived in such proceedings under the relevant cantonal provisions.

Texto completo

200 14 148 SH

MAW/IMD/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 20. März 2014

Verwaltungsrichter Matti

Gerichtsschreiber Imhasly

A.________

Beschwerdeführer

gegen

Einwohnergemeinde …

Beschwerdegegnerin

und

Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen

Vorinstanz

betreffend Zwischenverfügung des Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland vom 14. Januar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2014, SH/14/148, Seite 1

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Die Einwohnergemeinde (EG) … hat am 26. November 2013 gegenüber A.________ die Einstellung sämtlicher Sozialhilfeleistungen per 30. November 2013 verfügt und einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen.

2. Mit Zwischenverfügung vom 14. Januar 2014 hat das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde - soweit den Entzug der aufschiebenden Wirkung betreffend - abgewiesen.

3. Mit Beschwerde vom 11. Februar 2014 gegen diese Zwischenverfügung wird unter anderem (sinngemäss) beantragt, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen, die Leistungseinstellung sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei ein Rechtsbeistand zuzuordnen. Gleichzeitig wird eine Rechtsverzögerung im Verfahren shbv 54/2013 vor dem Regierungsstatthalteramt betreffend Verfügung vom 29. Juli 2013 betreffend Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe wegen Nichtantritts des Testarbeitsplatzes (TAP) gerügt.

4. Mit Eingaben vom 14. März 2014 nahmen sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Vorinstanz (welche gleichzeitig sämtliche den Beschwerdeführer betreffenden Akten einreichte) Stellung. Diese Stellungnahmen wurden dem Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme zugestellt.

5. Am 18. März 2014 fällte das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland einen Entscheid betreffend die Beschwerde vom 2. August 2013 (Verfahren shbv 54/2013).

6. Die erhobene Rechtsverzögerungsbeschwerde, welche das Verfahren shbv 54/2013 betrifft, ist durch diesen Entscheid gegenstandslos geworden und ist deshalb abzuschreiben.

7. Gegenstand der angefochtenen Zwischenverfügung bildet einzig die Frage, ob die EG … die aufschiebende Wirkung einer gegen die Einstellungsverfügung gerichteten Beschwerde zu Recht entzogen hat, weshalb die vor dem Regierungsstatthalteramt noch hängige Hauptsache betreffend die Rechtmässigkeit der Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist.

8. Daher ist auf die über den Streitgegenstand der aufschiebenden Wirkung hinausgehenden Anträge des Beschwerdeführers zur Sache offensichtlich nicht einzutreten, was auch auf eine allfällige Verbeiständung im Verfahren vor dem Regierungsstatthalteramt zutrifft.

9. Das Institut der aufschiebenden Wirkung bezweckt, die Wirksamkeit und Vollziehbarkeit einer angeordneten Rechtsfolge bis zum Entscheid in der Sache zu hemmen (BVR 2011 S. 508 E. 2.2; Merkli/Aeschlimann/ Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 68 N. 1).

10. In seiner Zwischenverfügung vom 14. Januar 2014 hat das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland einlässlich dargelegt und begründet, dass der Entzug der aufschiebenden Wirkung im vorliegenden Fall geeignet, erforderlich und das mildeste zum Ziel führende Mittel ist, um den Beschwerdeführer zu einer konstruktiven Mitarbeit zu bewegen und dass die Erfolgsaussichten in der Sache selber nicht dergestalt sind, dass sie den Entzug der aufschiebenden Wirkung verhindern würden.

11. Den sorgfältigen und zutreffenden diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz, welche das Verhalten des Beschwerdeführers in sämtlichen ihn betreffenden Sozialhilfeverfahren würdigen, ist nichts beizufügen, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

12. Es sind weder Verfahrenskosten zu erheben noch sind Parteikosten zu sprechen (Art. 108 Abs. 1 und Art. 110 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] i.V.m. Art. 53 des Gesetzes vom 11. Juni 2001 über die öffentliche Sozialhilfe [Sozialhilfegesetz, SHG; BSG 860.1]).

13. Die Behandlung von Beschwerden gegen Zwischenverfügungen bzw. von Beschwerden, die gegenstandslos werden oder auf die offensichtlich nicht eingetreten werden kann, fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 39 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 57 Abs. 1 bzw. 2 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

14. Die gesamten vom Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland eingereichten Akten gehen zur Fortsetzung des Verfahrens an dieses zurück.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist bzw. das Verfahren nicht als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

A.________

Einwohnergemeinde …

Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland

Der Einzelrichter:Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.

Palavras-chave

social welfaresuspensive effectmootnessinadmissibilityproportionalitycostslegal aid

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal could address matters beyond the suspensive effect issue, including the underlying social assistance suspension and legal aid.

Decisão extraída

The appeal was limited to the question of suspensive effect; requests going beyond that scope were inadmissible, including any request for legal aid in the lower proceedings.

Fundamentação extraída

The challenged decision concerned only the withdrawal of suspensive effect; the merits of the assistance suspension remained pending before the lower authority and were not part of the present dispute.

Questão jurídica principal

Whether the delay complaint regarding procedure shbv 54/2013 had become moot.

Decisão extraída

The complaint was moot and had to be struck from the docket because the lower authority had already decided the related matter.

Fundamentação extraída

A decision of 18 March 2014 in the related proceeding removed any current interest in the delay complaint.

Questão jurídica principal

Whether the withdrawal of suspensive effect was lawful.

Decisão extraída

The withdrawal of suspensive effect was upheld and the appeal was dismissed on the merits of that question.

Fundamentação extraída

The lower authority had convincingly shown that the measure was suitable, necessary, and the mildest means to prompt constructive cooperation, and that the prospects on the merits did not preclude withdrawal.

Questão jurídica principal

Whether court costs or party costs should be awarded.

Decisão extraída

No procedural costs or party compensation were imposed.

Fundamentação extraída

The judgment expressly waived costs and party compensation.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.