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ARGVP-1988-3106 ΓÇó Retention claim limited to overdue rent; set-off barred
ARGVP-1988-3106Tribunal Superior6 de fev. de 1981Modified
The supervisory authority held that the landlord could seek retention without special proof of danger for the overdue rent periods, but for the current rent period a specific risk of dissipation had to be shown. Because the creditor did not prove such danger, the retention claim was limited to the overdue rents for October and November 1980, totaling CHF 1,500. The tenant could not invoke damages or restitution claims as a set-off defense in this stage; those objections had to be pursued in objection-lifting or declaratory proceedings.
Art. 283 SchKG; Art. 272 OR; retention for rent arrears and current rent period; set-off by tenant claims. Retention may be demanded without further proof for rent already due under a valid lease. For the current rent period, the creditor must establish special danger of removal or dissipation. The current period begins with the last term before the retention request. Claims of damages or restitution by the tenant are not admissible as set-off defenses against the retention request; they may be raised only in subsequent objection-lifting or negative-declaration proceedings (consid. 2).
C. Gerichtsentscheide 3105,3106 Die vom Bezirksgericht berechneten Auslagen von monatlich Franken 930.— für die Führung eines standesgemässen Lebens eines Ehepaares können nicht in Frage gezogen werden. Bei einem monatlichen Einkommen von Fr. 1030.— (Ehemann Fr. 8 0 0 —, Beitrag der Ehefrau Fr. 230.—) ist mit dem Bezirksgericht festzustellen, dass ein monatlicher Teilbetrag von Fr. 100 — neues und damit der Betreibung unterstehendes Vermögen bildet. OGer 27.6.1966 (RBer 1966/67, S. 37) 3106 Retention. Umfang der Sicherung. Unzulässigkeit der Verrechnung von Schadensersatzansprüchen des Mieters (Art. 283 SchKG, Art. 272 OR). Nach gefestigter Praxis des Bundesgerichts kann für eine abgelaufene Zinsperiode (Jahres- oder Monatszins) bei Vorliegen eines rechtsgültigen Mietvertrages ohne weiteres die Retention verlangt werden. Für laufende Zinsen hatderGläubigerdarzutun,dassGefahrim Verzug liegt(BGE103III 42/43, 97 III 43 ff„ 83 II1114/115; vgl. Eichenberger, Das Retentionsrecht des Vermieters und Verpächters in «Blätter für Schuldbetreibung und Konkurs», 1972, S.69ff.). Als laufender Zins gilt die Zinsperiode, die mit dem letzten Termin vor Einreichung des Retentionsbegehrens beginnt, vorliegend somit die Zinsperiode ab 1. Dezember 1980 (BGE97 III 46 und weitere Urteile). Entsprechend ¡stauch hierzu entscheiden. Als fälligerZins sind die Ausstände per Oktober und November 1980 von je Fr. 750-, total Fr. 1500-, ausgewiesen. Der Ausstand per Dezember 1980 ist nach der Praxis des Bundesgerichts noch nicht «verfallen». Der Gläubiger hätte eine besondere Gefahr der Wegschaffung dartun müssen. Er hat dies nicht getan, so dass die Retentionsforderung auf Fr. 1500 - zu beschränken ist. Der Mieter kann der Retentionsforderung in diesem Stadium keine Schadenersatz-oder Rückforderungsansprüche entgegen halten (BGE103 III 42/43, Entscheid der Aufsichtsbehörde für SchKG des Kantons Basel- Stadt vom 28. März 1972 in «Blätter für Schuldbetreibung und Konkurs» 1974S. 116). Der Schuldner kann seine Rechte im Rechtsöffnungsverfahren oder im Aberkennungsprozess wahren. ABSchKG 6.2.1981 (RBer 1980/81, S.44) 458