KESB may not review municipality’s internal reimbursement duty

XBE.2014.29Tribunal Civil / Câmara de Proteção de Crianças e Adultos10 de out. de 2014

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The Obergericht held that when a protected person’s assets are insufficient, the compensation and necessary expenses of a professional guardian are to be borne by the municipality under Art. 404 ZGB and the cantonal implementing rules. The municipality is free to organize the remuneration system for guardians internally, including through an association. The KESB is not required, when fixing the mandate compensation, to examine whether the municipality has already fulfilled any internal reimbursement duty within its association structure. The internal allocation of costs is not part of the adult protection proceeding.

Sumário Omnilex

Art. 404 ZGB; municipal financing of guardianship remuneration; scope of review of the KESB: when the protected person’s assets do not cover the compensation and necessary expenses of the guardian, the external cost burden falls on the municipality under the cantonal implementing rules. The municipality enjoys organizational freedom in structuring remuneration and financing of mandate holders, including by association. The adult protection authority must not review whether the municipality has satisfied internal, association-based reimbursement obligations; such internal cost allocation is a purely administrative matter outside the guardianship proceeding (consid. 2.3–2.4).

Texto completo

2014 Zivilrecht 317

59 § 14 V KESR Die Gemeinde ist in der Entschädigungsorganisation der kindes- und erwachsenenschutzrechtlichen Mandatsträger frei. Es ist nicht Sache der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, im Rahmen der Festsetzung der Mandatsentschädigung eines Berufsbeistandes zu prüfen, inwieweit die kostenpflichtige Gemeinde einer allfälligen verbandsinternen Entschädigungspflicht nachgekommen ist. Aus dem Entscheid des Obergerichts, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, vom 10. Oktober 2014 in Sachen B. R. (XBE.2014.29). Aus den Erwägungen

2.3.

Nach Massgabe von Art. 404 Abs. 1 ZGB hat der Beistand Anspruch auf eine angemessene Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spesen aus dem Vermögen der betroffenen Person. Unterschreitet das Vermögen der betroffenen Person nach Belastung der Entschädigung den Mindestsatz von Fr. 15'000.00, ist die Entschädigung sowie der Spesen- und Auslagenersatz des Beistands von der Gemeinde zu tragen (Art. 404 Abs. 3 ZGB i.V.m. § 67 Abs. 4 EG ZGB und § 14 Abs. 1 V KESR). Der Anspruch auf Entschädigung des Beistandes gilt unabhängig davon, ob ein Privatbeistand oder ein Berufsbeistand eingesetzt worden ist. Es wäre allerdings nicht richtig, wenn der Berufsbeistand zusätzlich zu seinem Lohn noch ein Entgelt aus dem geführten Mandat erhält (REUSSER, in: Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, 2012, N. 33 zu Art. 404 ZGB). § 14 Abs. 2 V KESR sieht vor, dass die Gemeinde Berufsbeistände selbst besolden und die von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde festzulegende Entschädigung (Art. 404 Abs. 2 ZGB) sowie Spesen- und Auslagenersatz aus dem Vermögen der betroffenen Person für sich vereinnahmen kann. In der Organisationsstruktur

318 Obergericht, Abteilung Zivilgericht 2014

der Beistände und deren Finanzierung ist die Gemeinde frei. Sie kann dies insbesondere über einen Verband organisieren.

2.4.

Das Vermögen der Verbeiständeten setzt sich aus einem Privatkontoguthaben bei der RB von Fr. 121.50, einem Freizügigkeitskontoguthaben bei der UBS AG von Fr. 25'663.05 sowie einem PC-Kontoguthaben beim KESD von Fr. 2'711.53 zusammen. Diesen Guthaben stehen Eventualschulden aus Sozialhilfebezügen von Fr. 144'936.00 gegenüber. Verrechnet man die Vermögenspositionen, ergibt sich ein deutlicher Passivsaldo. Die Vorinstanz hat daher zu Recht darauf verzichtet, die Mandatsführungskosten dem Vermögen der Verbeiständeten zu belasten. Es ist allerdings nicht Sache der Vorinstanz zu prüfen, inwieweit die Gemeinde ihrer verbandsinternen Kostentragungspflicht nachgekommen ist. Diese verwaltungsinterne Angelegenheit ist nicht Gegenstand des Kindes- und Erwachsenenschutzverfahrens.

60 Art. 415 Abs. 2 ZGB Eine Berichtigung des periodischen Rechenschaftsberichts des Beistands ist nur sehr zurückhaltend vorzunehmen – mithin, wenn sie Einfluss auf die weitere Mandatsführung oder die Ausgestaltung der Massnahme hat und damit im (objektiven) Interesse des Verbeiständeten liegt. Aus dem Entscheid des Obergerichts, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, vom 12. November 2014 in Sachen L. F. (XBE.2014.41). Aus den Erwägungen

2.

2.1.

Gemäss Art. 415 Abs. 2 ZGB prüft die Erwachsenenschutzbehörde den Bericht des Beistandes und erteilt oder verweigert die Ge-

Palavras-chave

guardianship compensationmunicipal liabilityasset thresholdinternal cost allocationadult protection

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Questão jurídica principal

Whether the guardian’s mandate costs must be charged to the ward’s assets or borne by the municipality.

Decisão extraída

If the ward’s assets fall below the statutory minimum after charging the fee, the compensation and necessary expenses of the professional guardian are borne by the municipality.

Fundamentação extraída

Art. 404 ZGB and the implementing cantonal rules allocate the external cost burden to the municipality once the protected person lacks sufficient assets. The municipality remains free to organize and finance guardianship services internally.

Questão jurídica principal

Whether the KESB may examine whether the municipality has complied with its internal cost-sharing obligations within a municipal association.

Decisão extraída

No. The KESB is not responsible for reviewing internal municipal reimbursement arrangements when fixing the guardian’s compensation.

Fundamentação extraída

Internal allocation of costs between municipalities is an administrative-organizational matter and lies outside the scope of the adult protection proceedings.

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