Parental authority denied after intentional killing of mother

WBE.2013.277Tribunal Administrativo / Câmara 319 de nov. de 2013Other

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Resumo Omnilex

The court held that a father who intentionally killed the child's mother could not retain parental decision-making competence. Because imprisonment made any meaningful cohabitation with the children impossible until their majority, entrusting him with decisions affecting their welfare would be incompatible with the child's best interests. The court emphasized the subsidiarity of the withdrawal of parental authority under Art. 311(1) ZGB, but found that the seriousness of the conduct and the circumstances justified the measure.

Sumário Omnilex

Art. 311 Abs. 1 ZGB; Entzug elterlicher Sorge bzw. Absprechung elterlicher Entscheidungskompetenzen bei schwerer Gefährdung des Kindeswohls. Der Entzug der elterlichen Sorge setzt als stärksten Eingriff voraus, dass mildere Massnahmen erfolglos geblieben oder von vornherein ungenügend erscheinen. Wer die Kindsmutter vorsätzlich und ohne erkennbaren Grund tötet und deshalb wegen Strafvollzugs auf längere Sicht von einer Lebensgemeinschaft mit den Kindern ausgeschlossen ist, kann keine das Kindeswohl betreffenden Entscheidungskompetenzen behalten; dies widerspricht dem Kindeswohl und der Subsidiarität nicht, wenn mildere Massnahmen nicht ausreichen.

Texto completo

360 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2013 Verfahren eingehalten und in jedem Fall vorgängig ein Projektänderungsgesuch erarbeitet und – soweit notwendig – der UVB ergänzt. Erst der Verzicht auf die Verarbeitung von tierischen Fetten führte zum Beschluss des Gemeinderats vom 7. Januar 2013, die Baueinstellungsverfügung vom 12. November 2012 aufzuheben. Letztlich führte der Verzicht auch dazu, dass – nach weiteren Abklärungen – für die Verwendung eines Alternativrohstoffs (Altspeiseöl) kein neues Baugesuch eingereicht und kein neuer Umweltverträglichkeitsbericht erstellt werden musste. Ohne den Meinungsumschwung der Beschwerdeführerin wäre ihre Verwaltungsbeschwerde nicht gegenstandslos geworden. Ihr Verzicht auf die Verarbeitung von tierischen Fetten war entscheidend für die Aufhebung der Baueinstellung. Materiell hat somit die Beschwerdeführerin die Gegenstandslosigkeit der Verwaltungsbeschwerde veranlasst, formell der Gemeinderat. Das gilt es bei der Kostenauflage zu berücksichtigen. Die Vorinstanz ist bei der Verlegung der Parteikosten vom Grundsatz in § 32 Abs. 3 VRPG nicht abgewichen, wonach als unterliegende Partei gilt, wer auf andere Weise als durch Rückzug eines Rechtsmittels dafür sorgt, dass ein Verfahren gegenstandslos wird. Indem sie die Beschwerdeführerin als hälftig obsiegend betrachtete, hat sie den ihr zustehenden weiten Ermessensspielraum nicht überschritten. Die Verrechnungspraxis (AGVE 2009, S. 279 f.; 2012, S. 224 ff.) ergab schliesslich, dass der Beschwerdeführerin bei hälftigem Obsiegen/Unterliegen keine Parteikosten zugesprochen werden konnten. (...) 61 Vergleich Ein Vergleich im Beschwerdeverfahren setzt eine Einigung aller Parteien voraus, einschliesslich der Vorinstanz. Urteil des Verwaltungsgerichts, 3. Kammer, vom 19. November 2013 in Sachen A. AG gegen Gemeinderat B. und BVU (WBE.2013.277).

2013 Verwaltungsrechtspflege 361 Aus den Erwägungen

4.3.

Ein Vergleich im öffentlichen Recht kann praxisgemäss zum Urteil erhoben werden, wenn er sich als gesetzmässig erweist und allfällige Zugeständnisse der Parteien innerhalb des Spielraums bleiben, den das Gesetz ohnehin gewährt (vgl. AGVE 1991, S. 383 f.; 1982, S. 287). Die Vereinbarkeit des Vergleichs mit den öffentlichen Interessen prüft das Verwaltungsgericht summarisch (§ 19 Abs. 1 VRPG). Das Verfahren wird durch Sachentscheid abgeschlossen (§ 19 Abs. 2 VRPG). Infolge der fehlenden Unterschrift der Vorinstanz ist die Vereinbarung formell kein gemeinsamer Antrag aller Parteien (vgl. dazu § 13 Abs. 2 VRPG). Eine Beurteilung der Anträge in Anwendung von § 19 VRPG ist daher nicht zulässig.

Obergericht, Abteilung Zivilgericht

2013 Zivilrecht 365 I. Zivilrecht A. Familienrecht 62 Art. 311 Abs. 1 ZGB; Einem Kindsvater, der die Kindsmutter vorsätzlich und ohne erkennbaren Grund tötet, ist die Kompetenz, Entscheidungen im Kindeswohl zu treffen, abzusprechen. Erscheint ein Zusammenleben von Vater und Kinder zumindest bis zur Volljährigkeit der Kinder wegen des Strafvollzugs des Vaters undenkbar, ist es mit dem Kindeswohl nicht zu vereinbaren, dass der Kindsvater die elterliche Sorge betreffende Entscheidungskompetenzen wahrnehmen kann. Aus dem Entscheid des Obergerichts, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, vom 27. Mai 2013 in Sachen A. M. (XBE.2013.1). Aus den Erwägungen

3.2.

Sind andere Kindesschutzmassnahmen erfolglos geblieben oder erscheinen sie von vornherein als ungenügend, so entzieht die Kindesschutzbehörde die elterliche Sorge, wenn die Eltern wegen Unerfahrenheit, Krankheit, Gebrechen, Ortsabwesenheit oder ähnlichen Gründen ausserstande sind, die elterliche Sorge pflichtgemäss auszuüben bzw. wenn die Eltern sich um das Kind nicht ernstlich gekümmert oder ihre Pflichten gegenüber dem Kinde gröblich verletzt haben (Art. 311 Abs. 1 ZGB). Der Entzug der elterlichen Sorge ist der stärkstmögliche Eingriff in die Elternautonomie, weshalb an die Voraussetzungen ein besonders strenger Massstab anzulegen ist. Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips müssen mildere Massnahmen resp. zulässige Kombinationen von solchen erfolglos geblieben sein oder von vornherein als ungenügend erscheinen; mithin muss auch die Handhabung der Restaufgaben bei einem (allenfalls durch eine Beistandschaft flankierten) Obhutsentzug das Wohl des Kindes gefähr-

Palavras-chave

parental authoritychild welfarewithdrawal of parental rightsintentional homicidesubsidiaritychild protection

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Questão jurídica principal

Whether a father who intentionally and without apparent reason killed the child's mother may retain decision-making powers under Art. 311(1) ZGB.

Decisão extraída

No. Such conduct, combined with the impossibility of family life during imprisonment, is incompatible with the child's welfare, so his competence to decide in matters of the child's welfare must be withdrawn.

Fundamentação extraída

The withdrawal of parental authority is an extreme measure, but it is justified where lesser child-protection measures are inadequate. Here, the intentional killing of the mother and the resulting long-term separation from the children made it impossible to entrust the father with parental decision-making.

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