Special benefit from replacing private water provisional with planned line

EB.2002.50027Tribunal Administrativo Especial17 de fev. de 2004Dismissed

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Resumo Omnilex

The Schätzungskommission nach Baugesetz held that the appellant’s parcel had to remain in the water contribution perimeter because the new plan-compliant water line replaced private provisional arrangements and still conferred a special benefit, even though other access options existed. It also stated the general rule that, where benefited land lies on both sides of a municipal border and the neighbouring municipality has not assumed an adequate cost share, the affected parcels there must be included in the perimeter for cost allocation, although they are not directly charged yet. The complaint was dismissed.

Sumário Omnilex

§§ 34/35 BauG; special benefit for inclusion in a contribution perimeter: the systematic replacement of privately created provisional water connections by a plan-compliant public water line constitutes an economic special advantage, even if alternative access possibilities exist. The decisive factor is whether the land, viewed objectively, gains an additional utility or value increase from the installed public works (consid. 7.3.2). The mere existence of another technically or contractually possible supply route does not negate special benefit. Where a perimeter extends across a municipal boundary and the neighbouring municipality has not assumed an adequate cost share, the benefited parcels on that side are to be included in the perimeter for the purpose of calculating the distributable costs; direct charging follows only according to the applicable intermunicipal allocation of costs.

Texto completo

2004 Erschliessungsabgaben 349 III. Erschliessungsabgaben

98 Ursprünglicher Beitragsplan nach §§ 34/35 BauG

  • Die Ersetzung von privat geschaffenen "Provisorien" durch eine im Rahmen der systematischen Erschliessung nach Erschliessungsplan erstellte Wasserleitung begründet einen wirtschaftlichen Sondervorteil. Aus einem Entscheid der Schätzungskommission nach Baugesetz vom 17. Februar 2004 in Sachen O. gegen Einwohnergemeinde B. Aus den Erwägungen 7.2. Wann ein massgeblicher Sondervorteil vorliegt und ein Grundstück in die Beitragsperimeter Wasser und restliche Baumeisterarbeiten einzubeziehen ist, hat der Gemeinderat im Beitragsplan nicht ausdrücklich festgehalten. Er hat jedoch alle an die Strassen Nr. 1 und Nr. 2 (...) anstossenden Grundstücke einbezogen (...). 7.3.1. Grundsätzlich ist unbestritten, dass Anstösser einen Sondervorteil aus der Erstellung einer Erschliessungsanlage haben. Stösst eine Parzelle an eine Strasse an und ist damit grundsätzlich in den Perimeter Strasse einzubeziehen - wie das vorliegend unbestritten der Fall ist -, heisst das aber nicht zwingend, dass sie auch von der Erstellung einer anderen Erschliessungsanlage im Sinne eines Sondervorteils profitiert. Dies ist im Folgenden zu prüfen. 7.3.2. Die Parzelle (...) des Beschwerdeführers grenzt nicht nur an die Strasse, sondern auch direkt an die Wasserleitung (...). Sie profitiert damit von der Verlängerung der bereits im Rahmen der Erschliessung R. in der M.strasse verlegten Leitung im Sinne eines Wertzuwachses (...). Daran ändern auch die beiden vorgetragenen Alternativen nichts. Sowohl im Verhältnis zur Weiterverteilung des im vorderen,

350 Schätzungskommission nach Baugesetz 2004 gegen die Kantonsstrasse gerichteten Teil vorhandenen Wasseranschlusses als auch zur privatrechtlich vereinbarten und offenbar entgeltlichen Servitut (Anschlussrecht an der Erschliessung R.) bleibt festzustellen, dass die erschliessungsplankonform verlegte Wasserleitung in der M.strasse dem einbezogenen Parzellenteil eine zusätzliche wassertechnische Erschliessungsoption verschafft (...). Das blosse Bestehen einer anderweitigen Erschliessungsmöglichkeit steht dem Eintreten eines Sondervorteils aus der tatsächlichen Erschliessung nicht entgegen (...). Hinzu kommt, dass selbst für den Fall, dass die einbezogene Parzellenfläche für sich alleine betrachtet mit den privat geschaffenen Wasseranschlussmöglichkeiten erschlossen wäre, dies keine Entlassung aus dem Perimeter zur Folge haben würde. Der Grund dafür liegt darin, dass das gesamte Gebiet M. angesichts des sehr geringen Überbauungsgrads insgesamt nicht als erschlossen bezeichnet werden kann (...). Die Ersetzung von privat geschaffenen "Provisorien" durch eine im Rahmen der systematischen Erschliessung nach Erschliessungsplan erstellte Leitung muss deswegen vom belasteten Grundeigentümer hingenommen werden (so im Beispiel einer vorhandenen privaten Abwasserleitung, die durch eine neue, GEP- und erschliessungsplankonforme Leitung ersetzt wurde, in AGVE 2002 S. 493 ff, namentlich S. 497/8). Die Parzelle des Beschwerdeführers ist somit gemäss aufgelegtem Plan in den Beitragsperimeter Wasser einzubeziehen. Analoges gilt für den Posten "übrige Baumeisterarbeiten", der das Anlegen des Leitungsgrabens beinhaltet, und damit auch Baukosten des Erschliessungswerks Wasser enthält (...). 99 Ursprünglicher Beitragsplan nach §§ 34/35 BauG

  • Perimeterabgrenzung zwischen zwei Nachbargemeinden für den Fall, dass den Grundeigentümern dies- und jenseits der Gemeindegrenze ein Sondervorteil zufällt.
  • Hat die Nachbargemeinde keinen oder einen offensichtlich zu tiefen Kostenanteil übernommen, so sind die betroffenen Grundstücke der Nachbargemeinde zur Berechnung der zu verteilenden Beiträge in den Perimeter miteinzubeziehen; direkt belastet werden sie jedoch (noch) nicht.

Palavras-chave

special benefitcontribution perimeterwater supplysystematic infrastructuremunicipal boundaryparcel assessmentpublic works

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether a parcel benefits specially from replacing private provisional water connections with a planned water line and must be included in the water contribution perimeter.

Decisão extraída

Yes. The planned water line created an additional water-service option and a compensable special benefit, even though other connection possibilities existed.

Fundamentação extraída

The parcel directly adjoined the new line and gained value through the systematic, plan-compliant extension. The existence of alternative private or contractual access possibilities did not exclude a benefit from the actual public works; private provisional arrangements may be replaced by a proper infrastructure without relieving the owner.

Questão jurídica principal

Whether adjacent parcels should be included in the contribution perimeter when two neighbouring municipalities share the special benefit but the other municipality has not assumed an adequate cost share.

Decisão extraída

Parcels in the neighbouring municipality must be included in the perimeter for contribution calculation, but they are not yet directly charged if the neighbour has not taken over a proper cost share.

Fundamentação extraída

If land on both sides of the municipal border receives a special benefit, the contribution perimeter must reflect the full benefited area so that costs can be allocated correctly; direct charging depends on the neighbour’s cost participation.

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