OGH 5Ob51/13f

5Ob51/13fTribunal Superior6 de nov. de 2013

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Außerstreitiges Wohnrecht

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OGH 5Ob51/13f

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 06.11.2013

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Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Hon.Prof. Dr. Danzl als Vorsitzenden, die Hofrätinnen Dr. Hurch und Dr. Lovrek sowie die Hofräte Dr. Höllwerth und Mag. Wurzer als weitere Richter in der wohnrechtlichen Außerstreitsache der Antragsteller 1. M***** A*****, 2. A***** B*****, 3. T***** B*****, 4. T***** E*****, 5. K***** F*****, 6. B***** F*****, 7. G***** G*****, 8. B***** G*****, 9. Mag. K***** H*****, 10. W***** H*****, 11. D***** H*****, 12. M***** H*****, 13. M***** J*****, 14. P***** K*****, 15. B***** R*****, 16. DI K***** R*****, 17. B***** S*****, 18. N***** S*****, 19. DI A***** S*****, 20. B***** S*****, 21. F***** S*****, 22. Dr. R***** S*****, 23. A***** T*****, 24. M***** U*****, 25. Prof. Mag. S***** W*****, 26. G***** W*****, 27. C***** Z*****, alle , 1. bis 10. und 12. bis 25. sowie 27. Antragsteller vertreten durch den 11. Antragsteller, 26. Antragstellerin vertreten durch Dr. Martin Hembach, Rechtsanwalt in Wiener Neustadt, gegen die Antragsgegnerin G reg. Gen.m.b.H., *****, vertreten durch Telos Law Group Winalex, WutteLang Rechtsanwälte OG in Wien, unter Beteiligung sämtlicher übriger Nutzungsberechtigter der Liegenschaft EZ ***** GB *****, wegen § 22 Abs 1 Z 9 WGG über den Revisionsrekurs der 26. Antragstellerin gegen den Sachbeschluss des Landesgerichts Wiener Neustadt als Rekursgericht vom 31. Juli 2012, GZ 19 R 32/12k25, womit infolge der Rekurse der 26. Antragstellerin und der Antragsgegnerin der Sachbeschluss des Bezirksgerichts Baden vom 22. Dezember 2011, GZ 9 Msch 6/11k15, teilweise bestätigt und teilweise abgeändert wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revisionsrekurs der 26. Antragstellerin wird zurückgewiesen.

Das Begehren der Antragsgegnerin, der 26. Antragstellerin die Kosten der Revisionsrekursbeantwortung aufzuerlegen, wird abgewiesen.

Begründung:

Begründung

Das Rekursgericht hat zwar den Revisionsrekurs gegen Punkt I seiner Entscheidung für zulässig erklärt, weil Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zur Frage der Verteilung von Liftbetriebskosten nach dem WGG bei objektiv fehlender Benützungsmöglichkeit fehle, doch liegen entgegen diesem Ausspruch, an den der Oberste Gerichtshof nicht gebunden ist (§ 71 Abs 1 AußStrG iVm § 22 Abs 4 WGG und § 37 MRG), die Voraussetzungen des § 62 Abs 1 AußStrG nicht vor.

Die Zurückweisung des ordentlichen Revisionsrekurses kann sich auf die Ausführung der Zurückweisungsgründe beschränken (§ 71 Abs 3 letzter Satz AußStrG).

Verfahrensgegenständlich ist die Überprüfung der Betriebskostenabrechnung des Jahres 2009, wobei im Revisionsrekursverfahren nur noch die Position „Liftbetriebskosten“ in Höhe von 641,08 EUR gegenständlich ist. Fest steht, dass zum Unterschied von den Trakten 1 und 3 jener Bautrakt, in dem sich die Mietobjekte der Antragsteller befinden, nicht mit einer Aufzugsanlage ausgestattet ist. Erstmals in der Betriebskostenabrechnung des Jahres 2009 wurden den Antragstellern überhaupt Aufzugskosten in Rechnung gestellt, wobei diese nur einen Bruchteil der Aufzugskosten der anderen Trakte betragen.

Mangels Vorlage sämtlicher Mietverträge konnte das Erstgericht nicht feststellen, ob eine Vereinbarung der Antragsgegnerin mit allen Nutzungsberechtigten existiert, wonach die Nutzungsberechtigten von Trakt 2 von den Aufwendungen für die Aufzugsanlagen der Trakte 1 und 3 ausgenommen sind.

Die Vorinstanzen wiesen daher das Begehren, die Unrichtigkeit der Betriebskostenabrechnung betreffend die Aufzugskosten festzustellen, ab.

Der außerordentliche Revisionsrekurs der 26. Antragstellerin hält daran fest, dass dadurch, dass in der Aufzählung der auf die Mieter überwälzbaren Betriebskosten in den Mietverträgen des Trakts 2 die Position „Liftbetriebskosten“ nicht enthalten ist, eine schriftliche Vereinbarung im Sinn des § 16 Abs 6 WGG mit der Antragsgegnerin zustande gekommen sei. Das stehe einer Überwälzbarkeit dieser Kosten auf die Mieter des Trakts 2 entgegen. Dabei übersieht die Revisionsrekurswerberin allerdings, dass entsprechende Feststellungen über diese von ihr zugrunde gelegte Tatsache gerade nicht getroffen wurden.

Es erübrigt sich daher, darauf einzugehen, ob durch eine derartige Vorgangsweise überhaupt eine schriftliche Vereinbarung im Sinn des § 16 Abs 6 WGG zustandekommen könnte und ob damit dem Erfordernis einer Vereinbarung mit „allen Mietern oder sonstigen Nutzungsberechtigten“ entsprochen würde.

Auf die Zulassungsfrage des Rekursgerichts geht der Revisionsrekurs der 26. Antragstellerin hingegen nicht ein. Es werden daher Rechtsfragen von der Qualität des § 62 Abs 1 AußStrG nicht aufgezeigt.

Das hatte zur Zurückweisung des Revisionsrekurses der 26. Antragstellerin zu führen.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 22 Abs 4 WGG iVm § 37 Abs 3 Z 17 MRG und trägt dem Umstand Rechnung, dass die Antragsgegnerin auf die Unzulässigkeit des Revisionsrekurses nicht hingewiesen hat.

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